Handball, 3. Liga Frauen

HSG Freiburg

SV Allensbach

20:32 (8:14)

Als Außenseiterinnen fuhren die Allensbacherinnen zum Südbaden-Derby gegen die HSG Freiburg, am Ende kamen sie mit zwei Punkten im Gepäck aus dem Breisgau zurück. Die auf dem Papier stärkeren Freiburgerinnen konnten gegen die Truppe vom Bodensee ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Nicht jedoch, weil der SVA die HSG auf dem falschen Fuß erwischte. Vielmehr konnten die Allensbacherinnen am Samstagabend ihr Potenzial voll ausschöpfen und zeigten in der Partie gegen den Tabellenzweiten ihre bisher beste Saisonleistung.

Dabei standen die Zeichen vor der Partie ganz klar für die HSG Freiburg: eine Siegesserie von fünf Spielen, in heimischer Halle noch ungeschlagen und mit Nadine Czok die Top-Torschützin der 3. Liga Süd im Kader. Dass Czok innerhalb von 60 Minuten nur drei Treffer, darunter ein Siebenmeter, erzielen konnte, spricht für die Allensbacher Abwehrleistung. Das meint auch Teamchef Oliver Lebherz. „Der Auftritt der Mannschaft war sehr beeindruckend, es war riesig, wie wir das Spiel angenommen haben“, schwärmt Lebherz von der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben von Anfang an konzentriert gespielt und hatten Freiburg zu jeder Zeit im Griff.“

Ab der 12. Minute kontrollierte die Truppe vom Bodensee das Spiel. Nach einem anfänglich offenen Schlagabtausch konnte der SV Allensbach nach einem verworfenen Siebenmeter von Nadine Czok durch Sarah Rothmunds Treffer zum 4:5 erstmalig in Führung gehen. Fünfeinhalb Minuten später traf Stefanie Hotz, die in Freiburg jeden ihrer Siebenmeter verwandeln konnte, zum 4:7, und in der 23. Minute erzielte Sarina Müller schon das 5:10. Stephanie Lukau im Tor tat ihr Übriges mit einer guten Leistung, und so ging Allensbach mit einem beruhigenden 8:14-Vorsprung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit setzten die Allensbacherinnen dann ihre Dominanz fort: Auf einen Treffer der HSG durch Carolin Spinner zum 9:15 folgten ein Tor durch Steffi Hotz und ein Doppelpack von Sarah Rothmund – 9:18. Dass an diesem Abend alles passte, vor allem auch die noch zuvor von Teamchef Lebherz eingeforderte Steigerung der Wurfausbeute, zeigt die Phase ab der 41. Minute. Nach einem SVA-Timeout trafen innerhalb von vier Minuten nur die Allensbacherinnen – Steffi Hotz von der Linie, Sarah Rothmund und Denise Lizureck mit einem Doppelpack aus dem Spiel heraus zum 12:23.

„Es haben alle Verantwortung übernommen, das Kollektiv war verantwortlich für diesen Sieg“, resümiert Lebherz die bärenstarke Leistung seiner Mannschaft im Breisgau. Mit dem Sieg in Freiburg haben die Allensbacherinnen somit nicht nur die größte Hürde im Schlussspurt vor der Winterpause souverän gemeistert, sondern sind nur noch einen Sieg von der Vorgabe maximale Ausbeute aus den letzten drei Spielen im Jahr 2017 entfernt.

SV Allensbach: Wörner, Lukau (Tor); Lizureck (7), Rothmund (5), Müller (1), Greinert (4), Hotz (9/6), Höppe, von Kampen, Gaus (1), Hübner (5), Scholl. – Z: 250.