Handball, 3. Liga Frauen

SV Allensbach

HSG Freiburg

33:26 (19:13)

Die Gäste von der HSG Freiburg begannen das südbadische Duell um Platz vier beim SV Allensbach im Angriff recht unkonventionell mit sieben Feldspielerinnen und leerem Tor. In den ersten Minuten zahlte sich die Taktik von Gäste-Trainer Ralf Wiggenhauser aus. Nach sieben Minuten stand es 4:6, ehe der SVA den Freiburger Mut zum Risiko gleich zweimal bestrafte: Zuerst fasste sich Torhüterin Nathalie Wörner nach einer Parade ein Herz und erzielte übers gesamte Feld hinweg den 6:6-Ausgleich, ehe Steffi Hotz – ebenfalls ins verwaiste Tor – für die erste Führung sorgte (7:6/9.).

Kuriosum am Rande: Es stand zu Beginn zwar lange nur eine Keeperin auf dem Parkett, doch alle sechs Torhüterinnen auf dem Spielberichtsbogen kennen die Riesenberghalle gut. Auf SVA-Seite Nathalie Wörner, Stephanie Lukau und bei ihrem Debüt Sophia Leenen. Auch das Freiburger Trio Lena Fischer, Zoe Ludwig und Debora D’Arca hat eine Allensbacher Vergangenheit.

Zurück zum Spiel: Nach einer ausgeglichenen Phase nutzten die Gastgeberinnen sechs Minuten, um von 13:12 (22.) auf 18:12 (28.) davon zu ziehen. Beide Teams waren treffsicher mit wenigen technischen Fehlern in der Offensive – bei Allensbach taten sich vor der Pause vor allem Julia Willauer und Steffi Hotz (je 4 Tore) sowie Svenja Hübner (5) hervor. Da Nathalie Wörner auf acht Paraden kam, während die HSG-Torhüterinnen nur drei Würfe entschärften, führte Allensbach zur Halbzeit mit 19:13.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts taten sich die Gastgeberinnen etwas schwer. Beim Versuch, das Ergebnis zu verwalten, konnten sie sich vor allem bei der eingewechselten Stephanie Lukau und ihren sechs Paraden binnen zehn Minuten bedanken, sodass die HSG Freiburg nicht näher als fünf Tore herankam (22:17/40.). Da es in der Schlussphase nicht mehr beim Versuch des Verwaltens blieb und der SVA den Vorsprung trotz vieler Wechsel souverän über die Zeit brachte, stand am Ende ein deutlicher 33:26-Derbysieg.

„Dieser Erfolg im letzten Heimspiel war sehr wichtig fürs Prestige und unseren weiteren Weg“, sagte der Allensbacher Teamchef Oliver Lebherz. Ob diesen Keeperin Lukau, die ebenfalls ein Tor erzielte, mitgehen wird, ist ungewiss. Im Internet kursieren Gerüchte, dass sie den SV Allensbach nach zwei Jahren verlassen wolle und selbst auf der Suche nach Sponsoren für die Ablösesumme sei. Äußern wollen sich während der laufenden Vertragsverhandlungen weder Verein noch Spielerin.

SV Allensbach: Wörner (1), Lukau (1), Leenen (Tor); Lizureck, Person (1), Rothmund (2), Willauer (5), Müller (4), Bickel (2), Greinert (4), Hotz (5/4), Höppe, Hübner (6), Scholl (2/1). – Z: 350.