Fußball-Landesliga

SC Pfullendorf

DJK Villingen

3:1 (1:0)

Bis zur letzten Sekunde musste der SCP bangen, ehe Joker Patrick Fähnrich eine scharfe Hereingabe von Marena zum 3:1 über die Linie drückte. Ein mühsamer Sieg der Linzgauer, die gegen starke Gäste verpasst hatten, rechtzeitig den Deckel draufzumachen. Die erste halbe Stunde passierte nicht viel. Nach 32 Minuten wurden die Gastgeber für ihre Geduld belohnt: Mustafa Akgün knallte den Ball zum 1:0 ins Tor. Akgün hätte wenig später alles klar machen können. Aber Lavdrim Amiti erwischte einen Sahnetag und hielt mit zahlreichen Paraden die Elf von Trainer Jan Hirsch im Spiel. Erst klärte er mit einer klasse Flugeinlage (35.), dann sprang Akgüns Heber über den DJK-Goalie und das Quergebälk (37.). Mit einer weiteren Glanztat sicherte Amiti gegen Akgün (45.) den knappen Rückstand. Auch nach dem Wechsel ließen die Pfullendorfer die Konsequenz vor dem Tor vermissen. Alen Rogosic köpfte (47.) überhastet übers Gehäuse, zu oft probierte es der Sportclub über sein flottes Kombinationsspiel durchs Zentrum, das Flügelspiel kam viel zu kurz. So hielt die wackere Gästeelf ihre Chance auf einen Punkt lange am Leben. Die vermeintliche Vorentscheidung nach 63 Minuten: Behr spitzelte die Kugel zu Akgün durch, der am Villinger Schlussmann scheiterte, dann aber von der Grundlinie nochmals die Kugel von Daniel Abdulahad serviert bekam – 2:0. Damit war der Käse noch nicht gegessen. Gleich vier Pfullendorfer ließen Alieu Sarr beim Tempogegenstoß laufen und der eingewechselte Devin Sarikaya traf von der Strafraumkante (70.) zum 2:3. Nicht viel fehlte und Villingen hätte wenig später ausgeglichen: Marc Riesle setzte die Einhundertprozentige am SCP-Tor vorbei. In der Schlussphase warfen die Baaremer alles nach vorn, pressten Pfullendorf tief in dessen Hälfte, was den Hausherren zahlreiche Konter ermöglichte. Amiti aber klärte zweimal prächtig gegen Akgün (77./79.), Daniel Abdulahad traf nur das Außennetz. Der Pfullendorfer Anhang musste bis kurz vor dem Ende bibbern, dann sorgte Patrick Fähnrich für einen nicht zu überhörenden Jubelschrei. Villingen wurde für seinen Aufwand nicht belohnt, mit ähnlich erquickenden Auftritten dürfte es weiterhin gute Karten in Sachen Klassenerhalt haben. (stl)

Tore: 1:0 (32.) Akgün, 2:0 (63.) Akgün, 2:1 (70.) Sarikaya, 3:1 (90.) P. Fähnrich. – SR: Bacher (Freiburg). – Z: 270.

FC Überlingen

SG Dettingen-Dingelsdorf

4:0 (2:0)

In einer abwechslungsreichen Begegnung waren die Einheimischen von Beginn an überlegen. Die erste Möglichkeit bot sich Kuczkowski in der neunten Minute nach schönem Zuspiel von Blank. Er scheiterte an Gästetorhüter Dehne. In der 15. Minute kam es zu einem Zweikampf zwischen Dehne und Kuczkowski, den der Schiedsrichter mit einem Strafstoß ahndete. Der Gefoulte selbst verwandelte zur Überlinger Führung. Die Gäste zeigten in der Folgezeit gefälliges Spiel im Mittelfeld, die an diesem Tag gut postierte Überlinger Abwehr ließ jedoch keine nennenswerte Torchance zu. Durch teilweise sehenswerte Spielzüge wurde der Gast mehrfach in Gefahr gebracht. In der 38. Minute erkämpfte sich Temine mit einer schönen Einzelleistung den Ball, legte für Blank auf, der sich diese Chance nicht nehmen ließ. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen die Gastgeber die Konzentration zunächst etwas vermissen, Dettingen kam etwas besser ins Spiel, ohne jedoch zu klaren Möglichkeiten zu kommen. Als Welte (61.) Kuczkowski mustergültig bediente und dieser das 3:0 erzielte, war die Partie gelaufen. In der 66. Minute schloss Blank mit einem Heber einen schönen Spielzug zum vierten Überlinger Treffer ab. Die Gäste waren zwar noch um Ergebnisverbesserung bemüht, die an diesem Tag spielerisch überzeugenden Gastgeber brachten den Sieg jedoch mühelos über die Zeit. (gh)

Tore: 1:0 (15./FE) Kuczkowski, 2:0 (38.) Blank, 3:0 (61.) Kuczkowski, 4:0 (66.) Blank. – SR: Faller (Buxchenbach). – Z: 150.

SV Obereschach

FC RW Salem

0:2 (0:1)

Der Gast vom Bodensee begann furios und schloss schon nach 60 Sekunden ab. Obereschach hielt dagegen und kam (3. Minute) zum ersten Eckball. Das Bemühen um einen konstruktiven Spielaufbau war beim Gastgeber erkennbar, das Zuspiel in die Spitze fand selten einen Abnehmer. So überraschte es nicht, dass Salem nach einem Befreiungsschlag kurz vor dem Obereschacher Strafraum etwas glücklich an den Ball kam und über zwei Stationen aus kurzer Distanz durch den aufgerückten Gütt das 1:0 markierte. Nach 15 Minuten Spielzeit forderte der Gast einen Strafstoß, der Schiedsrichter hat die Situation genau gesehen und anders entschieden. In der 22. Minute schlenzte Senn einen Freistoß am rechten Torwinkel vorbei, immer wieder versuchten die Obereschacher, den Ball nach vorn zu bringen. Aber Torchancen blieben Mangelware. Der Versuch, spielerisch zum Erfolg zu kommen, kam Salem gerade recht. In der zweiten Halbzeit kamen auf Obereschacher Seite für die angeschlagenen Yildiz, Rottler und Duffner drei neue Spieler. Dies machte sich im druckvolleren Spiel nach vorn bemerkbar. Heringer, Hayn und Storz hatten bis zur 58. Minute den jetzt verdienten Ausgleich auf dem Fuß, Salem lebte nur noch von Einzelaktionen, konnte aber geschickt sein Tor sauber halten. Das Spiel nahm an Härte zu, Dank des souveränen Schiedsrichters blieb es bis zum Schluss ruhig. Nachdem Obereschach alles nach vorn geworfen hatte, gelang Salem durch Gut das 2:0 nach einem Eckball.

Tore: 0:1 (11.) Gütt, 0:2 (92.) Beck. – SR: Heilig. – Z: 190.

FC 07 Furtwangen

SC Markdorf

3:2 (1:1)

Nach der unglücklichen Niederlage der Grün-Weißen in Villingen wollten sie unbedingt das Heimspiel gewinnen, um den Anschluss ans vordere Tabellendrittel zu halten. Markdorf versteckten sich jedoch nicht, versuchte, über den Kampf zum Erfolg zu kommen. Die ersten 15 Minuten verliefen ausgeglichen, ohne große torgefährliche Aktionen wogte das Spiel hin und her. Aber beide Abwehrreihen standen recht gut. Dann die plötzliche Führung (37.) für die Gäste. Der Furtwanger Torhüter Christoph Wehrle wurde von der tief stehenden Sonne geblendet, verschätzte sich, ließ den Ball über die Hände gleiten: Der hinter ihm stehende Ensslin brauchte die Kugel nur noch ins leere Tor schieben. Die Gastgeber waren geschockt. Dann schnappte sich Jens Fichter die Kugel, tanzte zwei Abwehrspieler aus und erzielte das 1:1. Nach der Pause erwartete man nun eine engagierte Heimelf. Doch die Gäste versteckten sich nicht und führten nach vier Minuten wieder. Nach einem tollen Angriff über die Flügel leistete sich die FC-Abwehr einen Leichtsinnsfehler, Marchoud bedankte sich mit dem 2:1. Su hatte sogar (50.) das 3:1 auf dem Fuß, sein Schuss ging knapp übers FC-Gehäuse. Dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Immer wieder angetrieben vom überragenden Martin Willman lief nun Angriff auf Angriff auf das Markdorfer Tor. Nach einem klaren Handspiel ließ Torjäger Jan Meier dem SC-Torwart keine Abwehrmöglichkeit beim Strafstoß. Nun ließen die Kräfte der Gäste deutlich nach, die Einheimischen verstärkten den Druck. SCM-Torhüter Alexander Koch stand immer wieder im Mittelpunkt. Dreimal verhinderte er das 2:3, das Jan Meier (71.) doch noch machte. In den letzten zehn Minuten zwang ihn zweimal der überragende Willmann zu einer Glanzparade.

Tore: 0:1 (37.) Ensslin, 1:1 (42.) Fichter, 1:2 (49.) Marchoud, 2:2 (54./FE) Meier, 3:2 (71.) Meier. – SR: Huber (Oberkirch). – Z: 150.

FC Hilzingen

FC Schonach

1:1 (0:0)

Die Gäste begannen erwartet druckvoll, ließen von Beginn an spüren, dass sie der abstiegsbedrohten Heimelf alle Punkte entführen wollten. Aber die Hilzinger Elf war gut eingestellt, antwortete entschlossen auf die gradlinige Spielweise des FC Schonach. Die ersten Spielminuten fanden im Mittelfeld statt, dort wurde um jeden Ball gekämpft. Dukart hatte (15.) die erste nennenswerte Torchance, die aufmerksame Gästeabwehr klärte zur Ecke. Auch die Gäste kamen zu Möglichkeiten. Mitte der ersten Spielhälfte hatte German eine gute Chance, Müller im Hilzinger Tor war zur Stelle. Nun hatte der FC Schonach Feldvorteile, das Spiel verlagerte sich Richtung Hilzinger Spielhälfte. Die Abschlüsse der Gäste waren jedoch zu ungefährlich, oder sie wurden entschärft. Die zweite Hälfte begann ereignisreicher. Schon nach drei Minuten riss die Schonacher Abwehr Holzreiter nieder, den Strafstoß verwandelte Hägele souverän. Jetzt hatte die Heimelf klare Feldvorteile, drückte auf das von Pfau gehütete Tor. Der Ausbau der Führung war möglich. Dukart hatte die beste Gelegenheit, bei seinem Alleingang von der Mittellinie fehlte der letzte Wille und ein wenig das Glück, um den Ball am herauslaufenden Pfau vorbeizuschieben. Ein weiteres Tor für die Sick-Truppe hätte der Partie eine Wende geben können. Aber die Gäste gaben sich nicht geschlagen und drehten auf. German sorgte stets für Gefahr, sein Kopfball streifte das Aluminium, war nur eine der aussichtsreichen Schonacher Situationen. Im Hin und Her auf beiden Seiten gab es gute Möglichkeiten, die von zwei starken Abwehrreihen erfolgreich bekämpft wurden. Obwohl sich die Gäste (73.) nach einer Tätlichkeit selbst dezimierten, wussten sie dies mit Einsatz und Kampf zu kompensieren. Und dann (80.) fiel doch noch der Ausgleich, nach einem Foulspiel in Strafraumnähe verwandelte Reiner direkt. Jetzt durchlebten die Hilzinger Zuschauer spannende Schlussminuten, es blieb bei der Punkteteilung. (de)

Tore: 0:1 (47./FE) Hägele, 1:1 (80.) Reiner. – Bes. Vork.: Rot für Schneider (FC Schonach). – SR: Schmidt (Haslach). – Z: 95.

SC Konstanz-Wollmatingen

FC 08 Villingen II

0:2 (0:2)

Schon in der Anfangsphase war erkennbar, dass die Gäste diese Begegnung als Sieger beenden wollten. Die Abwehr des SC Konstanz-Wollmatingen stand jedoch gut und so waren nur Distanzschüsse und Freistöße die Villinger Ausbeute. Nach gut 20 Minuten keimte bei den SC-Anhängern Hoffnung auf, das Gastteam hatte sich durch die Übermotivation eines Spielers dezimiert. Aber auch mit zehn Mann war es das offensivere Team. Die Villinger waren zwar nicht in der Lage, die Konstanzer Abwehr auszuspielen, aber das 1:0 nach etwas mehr als einer halben Stunde war verdient. Mauro Chiurazzi hatte im Strafraum den größten Willen gezeigt und den Ball über die Torlinie gedrückt. Auch das zweite Villinger Tor resultierte nicht aus einem genialen Spielzug, es entstand nach einem Missverständnis des Heimteams in der eigenen Hälfte. Fabio Chiurazzi setzte sich durch, sein Schuss wurde von Torspieler Pascal Bisinger flach abgewehrt und landete direkt auf dem Fuß von Justin Hynes. Von dort prallte der Ball ins leere Tor ab. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Defensivabteilungen im Vorteil. Kurz nach der Pause hatte Chiurazzi eine Möglichkeit, die Pascal Bisinger vereitelte. Der SC hatte nur eine wirklich gute Tormöglichkeit (74.). Adel Grimm hatte sich durch-, Nicolas Gamp in Szene gesetzt. Dessen Schuss wurde von Torhüter Mathias Demmer zur Ecke gelenkt. Kurz vor dem Abpfiff wurde ein SC-Spieler für seine Übermotivation mit Rot bedacht. Festzuhalten bleibt, dass der Gast verdient gewann, dass trotz der Roten und vielen Gelben Karten nach dem Spiel ein freundschaftlicher Umgangston herrschte. (wied)

Tore: 0:1 (31.) Chiurazzi, 0:2 (45.+1) Hynes. – Bes. Vork.: Rot für Morreale (FC/23.) und Sultani (SC/87.). – SR: Wintermantel (Seitingen-Oberflacht). – Z: 70.

SpVgg F.A.L.

FC Löffingen

2:2 (1:1)

Die Gäste starteten erfolgreich aus der Winterpause, haben vier von sechs Punkten eingefahren. Bei der Spielvereinigung dagegen steht eine Niederlage zu Buche. Das Spiel vergangene Woche musste witterungsbedingt abgesagt werden. Zu Beginn tasteten sich die Mannschaften ab. Aber gleich mit der ersten Chance (9.) erzielte F.A.L. durch Krasniqi das 1:0. In der Folge hatte die Heimmannschaft das Spiel im Griff, ohne jedoch weitere Chancen generieren zu können. In der 27. Minute erhielt der FC Löffingen einen Eckball, den die Gastgeber nicht klären konnten. Gaudig glich zum 1:1-Halbzeitstand aus. In die zweite Hälfte starteten die Löffinger besser, der F.A.L. hätte sich über einen weiteren Gegentreffer nicht beschweren können. In der 57. Minute ließ der Schiedsrichter einen Vorteil weiterlaufen, Sebastiani setzte sich auf der rechten Seite durch und passte in den Strafraum. Mark Burgenmeister schob ohne Probleme zur erneuten Führung ein. Die Gäste nutzten (76.) erneut einen Eckball zum 2:2, Gaudig hatte ihn eingeköpft. Zum Ende des Spieles hin hatten die Hausherren noch durch zwei gut getretene Freistöße die Möglichkeit, die Partie zu gewinnen. Sie gingen knapp neben das Tor. (mm)

Tore: 1:0 (9.) Krasniqi, 1:1 (27.) Gaudig, 2:1 (57.) M. Burgenmeister, 2:2 (76.) Gaudig. – SR: Schillinger (Gernsbach). – Z: 180.

DJK Donaueschingen

FV Walbertsweiler-Rengetsw.

6:0 (2:0)

Die Duelle mit dem FVWR versprechen stets Spannung und Tore. Auch dieses Mal war’s ein offener Schlagabtausch, wobei die DJK präziser und schneller spielte. So vergab Max Schneider (3.) eine Einhundertprozentige, vier Minuten später fiel das 1:0. Einen Kopfball von Raphael Schorpp wehrte der Keeper kurz ab, Stephan Ohnmacht hatte leichtes Spiel. Beide technisch guten Teams versuchten das Tempo hoch zu halten, der FV kam gegen die gut verteidigende DJK kaum zu nennenswerten Chancen. Die erste (34.) schoss Bach übers Tor. Bezeichnend: Innerhalb zweier Minuten hatte die DJK das 2:0 auf dem Fuß, im Gegenzug der FVW das 1:1, im direkten Gegenzug die erneute Chance zum 2:0. In der tollen Partie bediente Max Schneider (42.) mit einem Traumpass Raphael Schorpp – 2:0. Nach dem Wechsel kam früh (48.) das Aus für die Gäste. Sauter hämmerte den Ball unhaltbar ins kurze Eck. Ab dem 3:0 war die DJK noch dominanter, ließ Ball und Gegner nach Belieben laufen. Schon in der 57. Minute das 4:0 durch Max Schneider, sieben Minuten später die nächste Einhundertprozentige für die DJK. Raphael Schorpp setzte sich entschlossen gegen Gegenspieler und Torwart durch, verfehlte aber das leere Tor. Ohnmacht gelang (66.) das 5:0 auch nicht, erst Schorpp. Und Ohnmacht (78.) setzte den 6:0-Schlusspunkt. Die Heimelf spielte das Tempo bis zur 90. Minute begeisternd durch, mit einer Klasseleistung. (tw)

Tore: 1:0 (7.) Ohnmacht, 2:0 (43.) Schorpp, 3:0 (48.) Sauter, 4:0 (57.) Schneider, 5:0 (71.) Schorpp, 6:0 (78.) Ohnmacht. – SR: Spinner (Oberkirch). – Z: 200.