Fußball, Verbandsliga

SC Pfullendorf

Kehler FV

1:3 (0:0)

16 Monate blieb der SC Pfullendorf in der Geberit-Arena unbesiegt, nun setzte es gegen den Kehler FV eine Niederlage. Dabei war ein Punktgewinn möglich. Allerdings verpasste es die Elf von Trainer Marco Konrad, vor der Pause die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Bereits nach zwölf Minuten die erste dicke Chance für die Linzgauer: Alessandro Sautter hatte von der Grundlinie quergelegt, aber Jonas Keller brachte den Ball aus drei Metern nicht im Tor unter. Noch vor der Torlinie klärte ein Abwehrspieler. Der SCP zeigte in der Folge das reifere Angriffsspiel, jedoch kam der letzte Pass zu selten an. Glück hatten die Hausherren drei Minuten vor der Pause, als David Assenmacher den Ball von Bounatouf aufgelegt bekam, Marena dessen Schuss auf der Torlinie aber klärte (42.).

Beinahe wäre dem Pfullendorfer Trainer Marco Konrad zur zweiten Hälfte ein Glücksgriff gelungen. Den Volleyschuss des 20 Sekunden zuvor eingewechselten Faruk Erdem konnte der Kehler Schlussmann Daniel Künstle jedoch entschärfen. Und der zweite Versuch von Daniel Abdulahad fand nicht den Weg ins Tor, Stefan Laifer klärte in höchster Not (46.). Effektiver präsentierte sich das Team von Ex-Profi Karim Matmour drei Minuten später. Einen Freistoß aus 30 Metern jagte David Assenmacher ins Torwarteck – 1:0 (49.). Der SCP tat sich schwer, den Schalter umzulegen. Einen Zwölf-Meter-Schlenzer von Stützle lenkte der Gästegoalie mit einer Flugeinlage zur Ecke (58.). Statt des Ausgleichs folgte 21 Minuten vor Schluss das 0:2 – und damit die Vorentscheidung. Erneut versuchte sich David Assenmacher per Freistoß. Seinem perfekten Schlenzer schaute Willibald regungslos hinterher, die Mauer war wie angewurzelt stehen geblieben. In der Schlussviertelstunde waren die Gäste dem dritten Tor näher als der Sportclub dem 1:2. Den Eckball köpfte Abwehrchef Stefan Laifer allerdings knapp über den SCP-Querbalken (74.). Sekunden später verhinderte Willibald gegen Göser im Eins-gegen-eins das 0:3. Quasi aus dem Nichts fiel doch das 1:2. Joker Luca Gruler legte für den ebenfalls eingewechselten Esref Su quer, der per Direktabnahme traf. Die Pfullendorfer Hoffnungen auf einen Punktgewinn waren aber nur von ganz kurzer Dauer. Nach Assenmachers Eckball traf Anis Bouziane unbedrängt mit einem wuchtigen Kopfball (83.). Das Ende der Pfullendorfer Serie gegen einen routinierten Verbandsligisten, der mit geringem Aufwand den Chancenwucher der Gastgeber eiskalt bestrafte. (stl)

SC Pfullendorf: Willibald (Tor), Behr,
S. Steinhauser, Kahl, Marena, Fischer (77. Huber), Keller (46. Erdem), A. Sautter, Abdulahad, Akgün (67. Gruler), Stützle (77. Su). – Tore: 0:1 (49.) D. Assenmacher, 0:2 (69.) D. Assenmacher, 1:2 (82.) Su, 1:3 (83.) Bouziane. – SR: Gerspacher (Heitersheim). – Z: 360.

FC 03 Radolfzell

FSV Rot-Weiß Stegen

1:1 (1:1)

Nach den tollen Spielen der vergangenen Tage gegen Pfullendorf und Rielasingen war wieder Alltag im Mettnaustadion. Aber auch das dritte Heimspiel gewann der FC 03 nicht.

Die Partie begann wie erwartet: Radolfzell war feldüberlegen, die Gäste warteten ab. Dabei begann es sehr schlecht für Stegen: In der vierten Minute köpfte Hlavacek nach Flanke von Krüger das 1:0. Wer nun dachte, das Spiel wäre gewonnen, sah sich getäuscht. Die Gäste standen weiter kompakt mit zwei Abwehrreihen und setzten auf Konter. In der siebten Minute ihre erste Möglichkeit: Ein Pass in die Schnittstelle der FCR-Abwehr fand Rohrer. Frei stehend war sein Abschluss zu harmlos für Torhüter Tkacz. In der zwölften Minute wieder eine Möglichkeit für die Gastgeber. Stricker setzte sich auf der Außenbahn durch, sein Pass kam flach vor das Tor und wurde gerade noch geklärt. In der 15. Minute kam Niedhardt im Mittelfeld an den Ball, nahm Tempo auf, ließ die Gegner wie Slalomstangen stehen, scheiterte aber im letzten Moment am guten Gästetorhüter Rammo. Radolfzell hatte zwei Minuten später die nächste Chance. Nach einem langen Ball auf Stricker blieb der FSV-Torhüter wieder Sieger. In der 21. Minute wurde ein Gästespieler im Strafraum durch ein Foul gestoppt: Fischer verwandelte den Strafstoß zum 1:1. In der 36. Minute hatte Stricker eine dicke Chance für Radolfzell, aber er brachte den Ball nicht im Tor unter. Kurz vor der Pause versuchte Fischer, nach einem Konter den FCR-Torhüter zu überlupfen, was aber nicht gelang.

In der zweiten Halbzeit nichts Neues: Radolfzell war feldüberlegen, die Gäste lauerten. In der 60. Minute die größte Möglichkeit der Mettnauer: Niedhardt bekam den Ball in den Lauf gespielt, scheiterte aber im Eins-gegen-eins am Gästehüter. Zwingende Möglichkeiten gab es danach nicht mehr, zu kompakt stand Stegen und Radolfzell war nicht fähig, diese Abwehr auszuspielen. In der 82. Minute ging Wehrle im Mittelfeld etwas übermotiviert in einen Zweikampf, der gute Schiedsrichter zeigte dem Radolfzeller sofort Rot. Wer glaubte, die Gäste würden in Überzahl ihre Taktik ändern, sah sich getäuscht. Stegen war mit dem Punkt zufrieden, hatte in der 89. Minuten etwas Glück, dass Niedhardt am Torhüter scheiterte. (km)

FC 03 Radolfzell: Tkacz, Stricker, Niedhardt, Tsimba-Eggers (86. Francisco), Wehrle, Aichem, Berisha (45. Berger), Strauß (78.Erdmann), Krüger, Schmidt, Hlavacek. – Tore: 1:0 (4.) Hlavacek, 1:1 (21./FE) Fischer. – SR: Zielbauer (Steinmauern). – Z: 103. – Bes. Vork.: Rot (82.) für Wehrle (FC Radolfzell).

1. FC Rielasingen-Arlen

FC Auggen

2:3 (1:1)

Der 1. FC Rielasingen-Arlen bleibt ohne Heimpunkte. Dabei begannen die Gastgeber gegen den FC Auggen nicht schlecht, die beste Möglichkeit bot sich Benjamin Winterhalder nach zehn Minuten, dessen Kopfball nach einer Ecke noch vor der Torlinie geklärt wurde. Die Gäste gingen nach 15 Minuten etwas überraschend in Führung, als Musu Jaiteh eine lange Ecke am langen Pfosten verwandelte. Die Gastgeber benötigten einige Minuten, bis sie den Rückstand verarbeitet hatten, doch ab der 25. Minute wurden die Aktionen vor dem Tor zwingender. Einen Schuss von Christoph Matt wehrte Elias Kiefl zur Ecke ab. In der 27. Minute ein schöne Kombination über Sebastian Stark, Tobias Bertsch und Matt, der mit einem Foul am Abschluss gehindert wurde. Den Strafstoß verwandete Nedzad Plavci zum 1:1.

Die Gastgeber wurden nach der Pause kalt erwischt. Einen umstrittenen Freistoß verwandelte Axel Imgraben über die Mauer zum 1:2. Fast im Gegenzug verfehlte Denis Hoxha per Kopf das Gästetor knapp. Nach 54 Minuten parierte Elias Kiefl einen Flachschuss von Plavci aus 18 Metern. Die Gäste vertändelten ihre Führung nach einem Missverständnis zwischen Kiefl und Andreas Hein. Der gefoulte Plavci traf per Strafstoß zum 2:2 (58.). Doch die Freude währte nicht lange, denn als sich der clevere Bastian Bischoff im Zweikampf gegen Hoxha geschickter verhielt, gab es auch hier Strafstoß, den Idrissa Khan verwandelte (63.).

Die Gastgeber kamen noch zu Ausgleichsmöglichkeiten, die jedoch nicht verwertet wurden. So lief den Hegauern die Zeit davon, während die Gäste ein weiteres Tor durch Jonathan Ehret verpassten, der an Dennis Klose scheiterte (88.). Entsprechend enttäuscht war Jürgen Rittenauer, der sich Rückenwind aus den letzten beiden Siegen erhofft hatte. Aber seine Mannschaft sei zu fehlerhaft und in den Zweikämpfen vielfach zu weit vom Gegner entfernt gewesen. (te)

1. FC Rielasingen-Arlen: Klose, Bertsch, Greuter, Plavci, Winterhalder, Stark (76 .
Kunze), Hoxha, Leschinski (82. Herrmann), Berger, Matt, Fiore (66. Battaglia). – Tore: 0:1 (15.) Jaiteh, 1:1 (28./FE) Plavci, 1:2 (48.) Imgraben, 2:2 (58./FE) Plavci, 2:3 (63./FE) Khan. – SR: Pacher (Brigachtal). – Z: 350.