Fußball, Bezirksliga: Neun Punkte aus drei Spielen, dabei durchschnittlich sechs Tore pro Spiel geschossen: Besser hätte der Saisonstart für den BSV Nordstern Radolfzell nicht laufen können. Dabei hatte die Mannschaft mit dem Hegauer FV, dem FC Uhldingen und dem FC Öhningen-Gaienhofen alles andere als ein leichtes Auftaktprogramm. Für Mario Schwarz, den Sportlichen Leiter des BSV, spielt der Kameradschaftsgeist dabei eine entscheidende Rolle. „Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist überragend. Wir hatten keine höherklassigen Neuzugänge und mit Alessandro Fiore Tapia einen enorm wichtigen Spieler, der uns verlassen hat. Trotzdem spielt die Mannschaft noch besser zusammen als in der vergangenen Spielzeit.“

Nachdem das Team am vergangenen Wochenende einen fulminanten 10:0-Sieg gegen den FC Uhldingen gefeiert hatte, sicherte sich der BSV Nordstern Radolfzell am Samstag gegen den Titelaspiranten Hegauer FV einen souveränen 5:1-Erfolg. „Wir haben in der Vorbereitung extrem hart gearbeitet und sind dabei zu einer richtigen Einheit geworden. Die neuen Spieler haben sich super eingefügt“, betont Nordstern-Trainer Antonio Fiore Tapia und fügt hinzu: „Schon am ersten Spieltag gegen Öhningen wurde mir klar, dass wir uns weiterentwickelt haben. Normalerweise wären wir nach einem 0:2-Halbzeitrückstand tot. Die Mannschaft hat aber eine überragende Moral gezeigt und das Spiel zu unseren Gunsten gedreht. Wir haben uns zwar individuell nicht unbedingt verbessert, sind aber als Team deutlich stärker geworden.“

Auch der Trainer der gegnerischen Mannschaft, Ronny Warnick, zieht seinen Hut vor der Leistung des BSV. „Nordstern war extrem bissig und schnell. Es hat genau die Fehler von uns ausgenutzt, die wir unbedingt vermeiden wollten“, so Warnick. „Radolfzell ist momentan richtig gut unterwegs, wir hätten uns auch nicht beschweren können, wenn wir sechs oder sieben Gegentore bekommen hätten.“

Mit solch einem Saisonstart hatte selbst Fiore Tapia nicht gerechnet. „Wir wussten, dass wir stark sind. Dass es aber so gut läuft, war natürlich nicht zu erwarten.“ Trotzdem dürfe die Mannschaft jetzt nicht in Euphorie verfallen, bremst der Trainer. „Wir sind momentan in einer sehr guten Verfassung, bleiben da aber ganz entspannt. Vergangene Saison lief es genau anders herum. Die ersten Spiele haben wir kaum gepunktet und da sind wir auch ruhig geblieben. Wir wissen, wo wir herkommen.“ Auch an der Zielsetzung will beim BSV daher niemand schrauben. „Es ist zwar schön, von vielen als Geheimfavorit betitelt zu werden, aber unser Motto ist nach wie vor: noch 31 Punkte bis zu unserem Saisonziel“, stellt Mario Schwarz den Klassenerhalt weiterhin in den Vordergrund.