Frauenhandball, 3. Liga: TuS Metzingen II – SV Allensbach (Sonntag, 17 Uhr, Sportzentrum Ösch). – Nach zwei Niederlagen, beim Tabellenzweiten TSV Haunstetten und zuletzt gegen den Spitzenreiter SG Bietigheim II, warten die Handballerinnen des SV Allensbach noch immer auf den ersten Punktgewinn in der Rückrunde. Mit dem Tabellendritten TuS Metzingen II erwartet den SVA am Sonntag die nächste schwere Aufgabe.

Die Mannschaft aus Metzingen ist mit zwei Unentschieden nach der Winterpause ebenfalls noch ohne Sieg, und wird in eigener Halle keine Gastgeschenke verteilen wollen. Zudem hat die erste Mannschaft der TuS, die in der Bundesliga den dritten Rang belegt, spielfrei, was den Einsatz der einen oder anderen Erstligaspielerin bedeuten könnte. „Ich gehe davon aus, dass Spielerinnen aus dem Bundesligakader auflaufen werden“, sagt der Allensbacher Teamchef Oliver Lebherz. „Dieser Aufgabe werden wir uns stellen müssen.“

Doch auch ohne den Einsatz der Bundesligaspielerinnen ist die Mannschaft von der Schwäbischen Alb ein starker Gegner, wie Lebherz weiß. „Die Metzingerinnen sind individuell unheimlich stark ausgebildet, und ihre technischen Fähigkeiten erlauben es ihnen, jede Abwehr auszuspielen. Wir müssen sehr konsequent in der Deckung agieren.“ Sorgenfalten bereitet dem Allensbacher Teamchef die Tatsache, dass sich Sarah Rothmund im Training am Sprunggelenk verletzt hat und ihr Einsatz fraglich ist. Schließlich ist das Allensbacher Urgestein mit 44 Toren nicht nur die drittbeste Torschützin der Mannschaft vom Bodensee, sondern auch in der Defensive ein wichtiger Baustein. Die restlichen Spielerinnen stehen jedoch gegen Metzingen zur Verfügung, wenn nicht gerade „die Fasnacht Folgeerscheinung für den Sonntag bereithält“, wie Lebherz schmunzelnd ergänzt.

Dass seine Mannschaft bereit für ein Erfolgserlebnis in der Rückrunde ist, hat sie bereits in den ersten 30 Minuten gegen Bietigheim bewiesen. Da spielten die Handballerinnen vom Bodensee befreit auf und zeigten ihr Potenzial, bevor dann die Leistung – wie auch zuvor gegen Haunstetten – einbrach. Solche „Durchhänger“ dürfe man sich laut Lebherz gegen eine Mannschaft wie Metzingen ebenfalls nicht erlauben. „Am Sonntag werden Kleinigkeiten den Ausschlag geben“, ist sich der Teamchef sicher.

Dementsprechend muss der Kopf von den beiden vergangenen Niederlagen befreit sein, um die Aufgabe in Metzingen konzentriert anzugehen. Dass der Tabellendritte zu schlagen ist, haben die Allensbacherinnen in der Hinrunde bereits gezeigt. Mit 22:19 konnte sich der SVA in einer hart umkämpften Partie durchsetzen, auch dank der starken Torhüterin Stephanie Lukau, die wichtige Siebenmeter parierte – vor allem aber, weil die Mannschaft in den Schlussminuten die Nerven behielt. „Im Hinspiel haben Kleinigkeiten das Pendel in unsere Richtung ausschlagen lassen“, erinnert sich Lebherz an die Partie und hofft, dass seine Mannschaft am Sonntag erneut die Kleinigkeit besser als Metzingen sein wird.