Herr Stotz, haben Sie das spielfreie Wochenende genossen?

Wir konnten uns alle erholen und kurz durchatmen, das war gut. Danach sind wir umso fokussierter in das Training gestartet. Über die fast alle für uns gelaufenen Ergebnisse war ich teilweise sehr überrascht. Der Spieltag hat uns in tabellarischer Sicht in die Karten gespielt. Jetzt kommt es zu einem echten Topspiel Erster gegen Zweiter.

Sind Sie zufrieden mit 10:4 Punkten nach dem anfangs etwas holprigen Saisonstart?

Wir kommen immer besser in Fahrt, sind aber noch lange nicht dort, wo wir sein wollen und auch müssen, um oben mitzuspielen. Die drei Siege in Folge waren jedoch eine Bestätigung für uns in der Hinsicht, dass wir zwar noch nicht über 60 Minuten, aber große und immer größer werdende Teile des Spiels zeigen konnten, was in uns steckt. Mit der Punktausbeute können wir insgesamt schon zufrieden sein, mit einigen Spielen allerdings nicht. Wir haben, selbst verschuldet, Punkte liegen gelassen.

Wo waren zu Saisonbeginn die Probleme und was machte die Mannschaft zuletzt so erfolgreich?

Gegen Pfullingen haben wir uns im Angriff extrem schwer getan. In der Abwehr hat, natürlich auch bedingt durch die neue Aufstellung, die Abstimmung noch nicht hundertprozentig gepasst. Nun kommt es uns zugute, dass Simon Tölke und Maximilian Wolf immer besser mit den Blockspielern harmonieren und uns viele wichtige Bälle halten.

Sind Sie nun richtig angekommen bei der HSG Konstanz, nach zuletzt starken Leistungen und vier Toren gegen Zweibrücken?

Es ist mir schnell gelungen, mich im neuen Umfeld und der Mannschaft einzuleben. Das Team hat es den Neuzugängen sehr leicht gemacht. Jetzt habe ich auch mein Informatikstudium aufgenommen. Als neuer Spieler ist es als Kreisläufer zunächst nicht so leicht, die Abstimmung mit dem Rückraum zu finden. Das läuft nun immer besser und ich bin guter Dinge, dass dies so weitergeht.

Jetzt steht das Duell Erster gegen Zweiter bevor. Mehr Topspiel geht nicht.

Ich spreche hier nicht nur für mich: Jeder freut sich riesig darauf – und jeder will unbedingt gewinnen. Wir wissen, dass dies gerade auswärts nicht leicht wird. Aber wir können wieder wie schon in Kornwestheim auf unsere überragenden und zahlreichen HSG-Fans bauen. Es kribbelt schon ein wenig, wir sind alle heiß.

Heilbronn steht nach sieben Siegen in Folge mit 14:0 Punkten an der Spitze. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Heilbronn verfügt über einen durchweg guten Kader, in dem jeder ein Spiel entscheiden kann. Wir müssen uns auf alles gefasst machen. Der TSB setzt auf aggressiven, schnellen Handball. Da müssen wir uns dagegenstellen. Das heißt, es muss klar sein, dass wir den Sieg zu 100 Prozent wollen und mit diesen Emotionen spielen. In gleichem Maße heißt es, kühlen Kopf vor dem Tor zu bewahren und die Chancen zu nutzen.

Begleitet wird die HSG erneut von einem Fanbus. Wie wichtig ist die Unterstützung durch die Fans?

Die Fans sind in jedem Spiel extrem wichtig. Es macht einfach Spaß, auf dem Spielfeld zu stehen, wenn so viele Anhänger mitfiebern und dich anpeitschen. Das kann in engen Spielen mitentscheidend sein.

Fragen: Andreas Joas