Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – TSV Weinsberg (Samstag, 17.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Der Saisonauftakt ist geglückt, doch Trainer Matthias Stocker hebt vor dem ersten Heimspiel den Zeigefinger: „Mit Weinsberg wartet ein schwererer Gegner auf uns.“

Nach Rang fünf vergangene Saison und mit einem hochkarätig besetzten Kader mit Alexej Prasolov, Jan und Sven König, Yannick Hölzl und dem Ex-Konstanzer Alexander Ruck steht Trainer Stefan Fähnle „viel individuelle Qualität zur Verfügung“, wie Stocker erklärt. Damit zeigt sich Weinsberg in der Defensive sehr stabil, bringt sehr viel Erfahrung auch aus höheren Ligen mit. Vergangenes Wochenende setzte es mit dem 29:28 gegen Köndringen-Teningen die erste Duftmarke. Das gelang der HSG-Talentschmiede ebenfalls mit einem 27:24 beim TV Plochingen. Stocker: „Ich bin zufrieden und positiv gestimmt, wie sie dies gemeistert haben.“ Doch gleichzeitig sagt er: „Nicht überbewerten!“ Über die Abwehr müsse seine junge Mannschaft gegen die ausgebufften Weinsberger wieder versuchen, gut ins Spiel zu kommen. Die technischen Fehler müssten deutlich reduziert werden, denn die Schwaben verfügten über eine sehr gefährliche Flügelzange, die Fehler eiskalt bestraft.

„Für mich sind das die schönsten Spieltage, mit der A-Jugend-Bundesliga vor und dem Drittligaspiel direkt nach uns“, sagt Stocker und lacht. „Wir freuen uns auf die Unterstützung des Fanclubs. Jetzt sind wir alle heiß auf den Oberliga-Heimauftakt.“ Mit dem gleichen Engagement, Kampf und Wille wie in Plochingen soll um die Chance zur nächsten Überraschung gearbeitet werden. „Wir brauchen die Emotionen und das Kämpferherz, dann sehen wir, ob wir eine Siegchance bekommen“, meint Stocker. „Wir müssen unsere Chancen besser ausnutzen, sonst wird es gegen diesen Gegner nicht reichen.“

TSV Blaustein – TuS Steißlingen (Samstag, 20 Uhr, Blaustein). – Nach der Auftaktpleite gegen Bittenfeld II will der TuS einen Fehlstart vermeiden und gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Blaustein die ersten Zähler einfahren. Dazu bedarf es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung.

Der TSV startete im Vergleich zum TuS besser, ergatterte in einem wahren Offensivspektakel gegen Zizishausen beim 34:34 einen wichtigen Auswärtspunkt. Demnach liegt der Druck am Samstag ein wenig mehr auf der Steißlinger Seite. Zudem hat Blaustein noch eine Rechnung mit dem TuS offen. Insbesondere das Hinspiel dürfte den Hausherren nicht allzu gut in Erinnerung geblieben sein, führte der TSV doch knappe zehn Minuten vor dem Ende mit 27:24, ehe die Hegauer mit einem starken Schlussspurt gewannen. Nachdem Blaustein erst in der Relegation den Klassenerhalt fix gemacht hatte, will das Team von Trainer Tim Graf nun besser abschneiden und hat sich verstärkt. Mit Samuel Beha kam ein starker Torhüter vom Lokalrivalen TSG Söflingen, dazu Abwehrspezialist Adrian Wowra und mit Jan-Philipp Terbeck ein großer und massiger Kreisläufer.

Also wird das kein Selbstläufer für die Mannschaft von Trainer Jonathan Stich, zeigte sich Blaustein besonders in der Offensive stark verbessert. Entsprechend wird es auf die Defensive ankommen, die gegen Bittenfeld noch nicht wirklich funktionierte. Im Angriff spielte der TuS im ersten Spiel eigentlich souverän, allerdings vergaben die Hegauer reihenweise klarste Chancen. „Wir haben die Auftaktniederlage analysiert und abgehakt. Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung von allen Spielern“, nimmt Stich seine Mannen in die Pflicht. (mw)