Motorsport: Am legendären Sachsen-Ring erlebten die Zuschauer am Wochenende spektakuläre Rennen in den beiden Wertungsläufen zur ADAC TCR Germany. 28 Teilnehmer waren am Start, wobei Luca Engstler beide Wertungsläufe für sich entschied. Im Wertungslauf am Samstag belegte Mike Halder aus Meßkirch den zweiten Platz, seine Schwester Michelle gewann als Fünfte die Rookie-Wertung. Es war in diesem Jahr das erste Mal, dass die Halder-Geschwister gemeinsam auf dem Siegerpodest standen.

Am Sonntag, beim zwölften Wertungslauf, war Michelle Halder wieder auf dem Podium. Sie wurde Zweite und gewann erneut die Rookie-Wertung. Die junge Messkircherin zeigte dabei zwei beherzte Rennen und konnte mächtig Punkte gutmachen. Mike Halder hatte dagegen Pech, er schied nach einem Massencrash in der ersten Kurve mit einem Reifenschaden aus. Für ihn war es also ein Rennwochenende mit Höhen und Tiefen.

Wie auch die Jahre zuvor wird die Entscheidung in der Meisterschafts-und Rookiewertung in der ADAC TCR Germany auf die letzten beiden Endläufe am Hockenheimring vertagt. Dabei hat Mike Halder immer noch die Chance, den Meistertitel zu gewinnen. Er liegt in der Gesamtwertung weiter auf dem vierten Platz, allerdings hat sich der Punkteabstand durch seinen Ausfall vergrößert. Michelle Halder hat die Möglichkeit, die Rookie-Wertung für sich zu entscheiden. Ihr fehlen nur noch 12,5 Punkte auf den ersten Platz.

Über den Ausfall am Sonntag hat sich Mike Halder verständlicherweise geärgert. „Das Pech im zweiten Rennen so kurz vor Saisonende tut schon richtig weh. Der Ausgang des ersten Rennens ging soweit in Ordnung. Luca Engstler war da einfach schneller. Mit den drei Safety Car Phasen konnte er den Re-Start bestimmen“, bilanzierte der Messkircher sein Rennwochenende. Aufgeben ist für ihn dennoch keine Option. „In Hockenheim sind noch 85 Punkte zu holen.“

Für seine Schwester hätte es dagegen kaum besser laufen können. „Das war einfach ein perfektes Wochenende für mich am Sachsenring“, freute sich Michelle Halder. „Zweimal die Rookie-Wertung zu gewinnen, ist der Hammer. In der ADAC TCR Germany auf dem Podium zu stehen, mit lauter Männern, war ein unglaublicher Moment.“ (meh)