Volleyball, 3. Bundesliga

USC Konstanz

TV Radolfzell

3:0

Nach einer guten Stunde Spielzeit war das letzte Heimspiel der Saison Geschichte. Mit 25:11, 25:17 und 25:20 setzte sich der Favorit souverän gegen angeschlagene Radolfzeller durch. „Das war eines der schwersten Spiele der Saison“, sagte Spielertrainer Philipp Sigmund nach der Partie gegen den Abstiegskandidaten Radolfzell. „Wir wussten einfach nicht, was uns erwartet und konnten als Favorit eigentlich nur verlieren“, fügte Philipp Röhl hinzu. Denn die Radolfzeller spielten in den vergangenen Wochen in den unterschiedlichsten Formationen.

TV-Trainer Antonio Bonelli: „Wir mussten ohne gelernten Zuspieler agieren und somit mit einem völlig neuen System spielen. Das hat gegen eine gut eingespielte Konstanzer Mannschaft nicht gereicht. Das Duell war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Es ist uns nie gelungen, die Ausfälle adäquat zu kompensieren. Der USC Konstanz hat eine hervorragende Saison gespielt, er steht verdient da, wo er jetzt steht. Wir haben noch mal alles versucht, aber zu mehr hat es nicht gereicht!“ Radolfzell ohne Andreas Bender – vor allem das Blockspiel der Konstanzer profitierte davon enorm und erzielte viele einfache Punkte. Folgerichtig ging der erste Satz mit 25:11 an den USC. Im zweiten Durchgang wiederholte sich die Dominanz der Konstanzer. Dank guter Aufschläge und eigenem sicheren Sideout ließ der USC die Radolfzeller nicht zur Entfaltung kommen und gewann diesen Durchgang ebenfalls souverän. Der letzte Abschnitt des Abends wurde vor allem in der Anfangsphase etwas spannender. Co-Trainer Stephan Jehle: „Wir hatten gehofft, das Spiel enger gestalten zu können. Aber ohne Zuspieler haben wir einfach zu viele Eigenfehler produziert, um auf diesem Niveau etwas reißen zu können. Konstanz hat eine junge und gut eingespielte Mannschaft und sie haben verdient gewonnen.“ Radolfzell gelangen einige einfache Punkte, die Mannschaft gab sich nicht auf und erspielte sich Mitte des Satzes eine kleine Führung. „Da waren wir nicht mehr ganz so konsequent im Abschluss“, monierte Sigmund im Nachhinein, „trotzdem muss ich meine Mannschaft loben, dass wir dann nicht eingebrochen sind, sondern uns wieder gefangen haben und letztlich deutlich gewannen.“

Damit bleibt der USC Konstanz auf dem sehr guten sechsten Tabellenplatz und muss in der nächsten Woche beim Meister Mimmenhausen aufschlagen. Für den TV Radolfzell wird die Luft um einiges enger, er kann nächste Woche noch auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht werden. Kapitän Waldemar Stier: „Schade, dass es so eindeutig war. Wir haben es versucht, aber mehr ging nicht. Jetzt wollen wir mit unseren Fans am letzten Spieltag einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern.“ (pr/ab)

USC Konstanz: L. Weber, Sigmund, Weisigk, Hammer, Mundt, Schlag, Rodler, Kaltenmark, Heckel, Petry, Scheller, Röhl.

TV Waldgirmes

VfB Friedrichshafen II

0:3

Die Voraussetzungen vor der Partie waren für den VfB alles andere als optimal. Mit Dietrich Penner, Jakob Elsäßer, Niklas Stooß, Spielertrainer Jovan Markovic, Daniel Becker, Philipp Burkhardt, Libero Fabian Kohl und Axel Stöferle als Ersatz-Außenangreifer machten sich krankheitsbedingt gerade mal acht Spieler auf den Weg nach Hessen. Umso erfreulicher aus Friedrichshafener Sicht, dass sie die Hausherren mit 3:0 (25:23, 25:20, 25:23) besiegten, drei Punkte mit an den See nahmen und damit am vorletzten Spieltag das Abstiegsgespenst endgültig verjagt hatten. Die VfB-Mannen kämpften mit Spielfreude um jeden Punkt und gaben auch in engen Situationen nicht auf. „Die Mannschaft kann echt stolz auf sich sein. Sie hat eine tolle Leistung abgerufen und konzentriert gespielt“, freute sich der verletzte Mittelblocker Marc Moosherr. (gsc)

SV Fellbach II

TSV Mimmenhausen

1:3

Die Meisterschaft ist schon ausgefochten. Mimmenhausen spielt kommende Saison in der 2. Liga. Aber zu Spielbeginn war die Abstiegsfrage noch offen. Deshalb war absehbar, dass die Gastgeber um jeden Punkt kämpfen würden. Auf der anderen Seite wollte TSV-Spielertrainer Christian Pampel die komfortable Situation der vorzeitigen Meisterschaft nutzen, unter Wettkampfbedingungen seine Spieler schon für die kommende Saison zu testen. Aber beim Aufwärmtraining verletzte sich sein etatmäßiger Zuspieler Lukas Diwersy am Finger, Ersatz Michael Diwersy war krank und gar nicht dabei. Diagonalangreifer Kolja Hüther übernahm diese ungewohnte Aufgabe.

Trotz der kurzfristigen Umstellungen in der Mimmenhausener Mannschaft kamen die Fellbacher nicht gegen den Aufsteiger an. Die Linzgauer holten sich den ersten Satz knapp mit 25:23, im zweiten waren sie eingespielt und entschieden diesen mit 25:13. Als sich Pampel im dritten Durchgang eine Auszeit gönnte, bekam Fellbach Oberwasser und freute sich über das 25:18. Die Freude währte nur kurz. 17 Minuten später holte sich der TSV den entscheidenden Satz mit 25:17. (tav)

TSV Mimmenhausen: Pampel, Kaspr-zak, Schrempp, Birkenberg, Streibl, Ott, Hüther, Lu. Diwersy, M. Diwersy, Le. Diwersy, Hoffmann.