Fußball, Landesliga: Der erste Spieltag der Landesligasaison 2018/19 konnte mit einigen Überraschungen aufwarten, etwa mit dem 3:1-Sieg des SC Markdorf beim hoch gehandelten FC Furtwangen. So erstaunlich der Erfolg, so spektakulär war der dritte Treffer, den Mergin Hasanmetaj aus nahezu 70 Metern erzielte – die Vorentscheidung in dieser Partie. Zwei Mal hieß es am ersten Spieltag Bezirksliga-Aufsteiger gegen Verbandsliga-Absteiger. Hochverdient kam dabei der VfR Stockach zu einem Remis gegen den ambitionierten FC Neustadt. Getoppt wurde dies allerdings vom 2:0-Sieg des SV Denkingen über den FC Singen 04. Wie wenig das Singener Team allerdings mit dem Verbandsligisten der letzten Runde zu tun hat, zeigt sich an der Startformation, die FCS-Trainer Wolfgang Stolpa ins Rennen schickte. Vergleicht man die Singener Aufstellung im letzten Verbandsligaspiel der Saison 17/18 mit jener, die in Denkingen auflief, dann stellt man fest, dass mit Marco Serratore und Gianpierre Notarpietro nur noch zwei Akteure vom Anpfiff weg mitmischten.

Im Gegenzug dazu konnte oder musste SVD-Trainer Helmut Wunderlich auf Kontinuität setzen. „Notgedrungen“, so Wunderlich, betont aber: „Das hat nicht nur Nachteile, denn die Mannschaft ist eingespielt und entwickelt sich.“ Im Vergleich zur Startelf, die zum Saisonende auflief, gab es nun nur auf zwei Positionen Änderungen. „Entweder es reicht, oder eben nicht!“, so Wunderlichs Einschätzung seines Kaders unmittelbar vor dem Auftaktmatch gegen den FC Singen 04. Und es hat gereicht. „Es war mir klar, dass beim FC Singen die Automatismen noch nicht passen können. Daher war es mir recht, dass wir so früh gegen ihn gespielt haben, und die Rechnung ist ja nun auch aufgegangen.“

Zunächst aber benötigten die Gastgeber eine gehörige Portion Glück, denn in der Anfangsphase endeten zwei Singener Angriffe am Pfosten. Dann aber bekam die Denkinger Defensive das Spiel zunehmend in Griff. Pech hatten die Gastgeber, dass ein Tor nicht gegeben wurde, „obwohl der Ball zurückgespielt wurde, wie soll das Abseits sein?“ (Wunderlich). Doch der Denkinger Coach musste sich nach dem Abpfiff nicht mehr wegen dieser Entscheidung aufregen. Denn nach dem Seitenwechsel ließ seine Elf keine Gefahr mehr vor dem eigenen Tor zu, versäumte es allenfalls, nach der Führung die sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen.

„Wir haben verdient verloren, denn Denkingen war als Mannschaft geschlossener“, fasst der Singener Coach Wolfgang Stolpa zusammen und ergänzt: „Wir haben in allen Mannschaftsteilen versagt, ein klassischer Fehlstart.“ Stolpa weiß nun: „Bis Mittwoch werden wir uns steigern müssen!“ Denn dann geht es im Pokal gegen den Bezirksligisten Hegauer FV. Eine ganz andere Hürde hat da der SV Denkingen vor sich. Der Oberliga-Vizemeister FC 08 Villingen kommt in den Linzgau. „Das wird für uns ein Spiel zum Lernen – nicht mehr und nicht weniger. Denn die werden uns unsere Grenzen und Schwächen schon aufzeigen!“, erwartet Wunderlich weitere Erkenntnisse, um die Entwicklung seiner Mannschaft vorantreiben zu können.

Bereits am kommenden Wochenende kommt es erneut zum Duell mit Derbycharakter gegen den SC Markdorf. Im SBFV-Pokal vor wenigen Tagen war es mit einem 5:1-Erfolg noch eine klare Sache für den SV Denkingen, nun aber wird es zum frühen Spitzenspiel, wenn der Tabellenzweiten den Vierten empfängt.