Handball: Neuzugang Nummer vier der HSG Konstanz nach Fabian Wiederstein (22, Kreisläufer vom HBW Balingen-Weilstetten), Tim Keupp (23, Rückraum) und Torwart Simon Tölke (25) vom TV Neuhausen ist Michel Stotz. Der Kreisläufer kommt ebenfalls vom Drittligisten TV Neuhausen an den Bodensee und hat einen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2020 unterzeichnet. Zusammen mit Wiederstein soll das 19-Jährige Talent das Gespann am Kreis bilden. Somit steht der 16-köpfige Kader der HSG für die nächste Saison, zu dem auch die eigenen Nachwuchstalente Samuel Löffler und Joschua Braun zählen.

„Unsere Philosophie und unser Ziel ist es“, erklärt Andre Melchert, „auf jeder Position einen erfahrenen und einen jungen Spieler zu haben.“ Auf der Kreisläuferposition ist Junioren-Europameister Fabian Wiederstein, auch erst 22 Jahre alt, mit jeder Menge Erfahrung in den Nachwuchs-Nationalteams ausgestattet. Michel Stotz bekam bereits als A-Jugendlicher erste Einsätze im damaligen Zweitligateam des TVN. In der aktuellen Drittliga-Spielzeit vollzog der gebürtige Reutlinger vor allem in der Rückrunde große Schritte und erzielte in den letzten elf Spielen 32 seiner 43 Tore. „Dazu ist er in der Abwehr überall einsetzbar“, hebt Melchert eine der großen Stärken des 1,93 Meter großen und 94 Kilogramm schweren Kreisspielers hervor.

Das junge Talent freut sich auf die neue Aufgabe. „Ich möchte mich weiter in der 3. Liga entwickeln“, sagt der ehrgeizige Blondschopf. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit Andre und denke, ich kann als junger, aber nicht unerfahrener Spieler meinen Teil dazu beitragen, dass wir kommende Saison wieder oben angreifen.“ Da mit 13 Spielern aus dem aktuellen Zweitliga-Kader das Grundgerüst erhalten bleibt, sieht er dieser Aufgabe optimistisch entgegen. „Die 3. Liga wird kein Selbstläufer“, warnt Stotz zwar vor einer starken Spielklasse, fügt jedoch hinzu: „Wir wollen aber oben mitspielen. Ich möchte möglichst viel Spielzeit ergattern und meinen Teil dazu beitragen.“

Besonders freut sich der Schwabe auf die „überragende Stimmung in der Schänzlehalle. Die Fans stehen voll hinter dem Verein, das Umfeld ist toll und die Jungs hier sind alle positiv.“ Neben der sportlichen Karriere beginnt auch im privaten Bereich ein völlig neuer Abschnitt. Erstmals wird er aus dem Elternhaus ausziehen und Chemie studieren. Dass er nun im Dreierpack mit seinen engen Freunden Simon Tölke und Tim Keupp an den Bodensee wechselt, lässt ihn schmunzeln. „Witzig, dass sich das so ergeben hat. Das ist sicher selten so. Vor allem, da Tim und Simon zugleich noch Topspieler sind.“