Volleyball, Bundesliga: VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg (Samstag, 19.30 Uhr, ZF Arena). – „Sie spielen in einer anderen Liga.“ So heißt es in einer Pressemitteilung der SVG Lüneburg zu ihrem Auswärtsmatch beim VfB Friedrichshafen am Samstag. Dass der VfB die Gegner nicht überrenne, sondern konstant spiele, steht dort. Die SVG müsse „ohne die Aufs und Abs“ der letzten Spiele agieren und die Häfler „einen schlechten Tag“ erwischen, um den Lüneburgern Punkte zu bescheren. Dass die Nordlichter sich aber doch Hoffnungen machen, am Bodensee zu bestehen, weiß VfB-Zuspieler Tomas Kocian. Sein Bruder Adam verteilt die Bälle bei der SVG und hat mit den Häflern „noch eine Rechnung offen“.

Die Rechnung besteht noch aus dem Pokalspiel Ende vergangen Jahres. Damals gingen bis dato recht erfolgreiche Lüneburger mit 0:3 in Friedrichshafen unter. „Da hat vor allem die Annahme bei Lüneburg nicht funktioniert“, sagt Tomas Kocian. „Und irgendwie war dieses Spiel bei denen auch ein bisschen der Knackpunkt“. Nach gutem Start setzte es dann nämlich einige Niederlagen. Erst zuletzt gab es gegen die Netzhoppers und gegen den Pokalfinalisten aus Bühl wieder zwei Siege in Folge.

Als Schlüssel für das Häfler Spiel sieht Kocian den Aufschlag, den Block und die Feldabwehr. Den Grund dafür erklärt der Zuspieler am Spiel gegen die AlpenVolleys aus Haching vom vergangenen Mittwoch. „Wir haben den ersten Satz nicht wegen unserer schlechten Annahme verloren“, sagt er. „Nur unser Blockspiel und die Feldabwehr haben nicht so gut funktioniert, und der verlorene Satz war dann das Ergebnis.“ 19 Blockpunkte waren es am Ende beim 3:1 gegen Haching – ein starker Wert. 13 Fehler im Angriff waren Kocian aber auch noch ein Dorn im Auge. „Auch daran müssen wir arbeiten. Das machen wir normalerweise in zwei Spielen.“

Auch die Volleyball-Bundesliga fragte sich in den sozialen Medien in dieser Woche, ob die Häfler in diesem Jahr überhaupt zu schlagen seien. Aber selbst wenn dies bereits am Samstag passieren sollte, wird es in der Tabelle nicht nach unten gehen. Ungeschlagen führen die Häfler das Tableau mit fünf Punkten Vorsprung vor Berlin an. (gek)