Handball: „Julius wollte kurzfristig wieder mehr Einsatzzeiten“, erklärt Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz. „Diese konnten wir ihm aufgrund der großen Konkurrenz im linken Rückraum nicht garantieren.“ Der 21-Jährige war dabei auch von einer fast zweimonatigen Verletzungspause zurückgeworfen worden und hatte neben drei bis vier weiteren Spielern mit Mathias Riedel den Konstanzer Co-Kapitän und absoluten Leistungsträger vor sich. „Er hat zudem einige Zeit benötigt, um in unser Spielsystem hineinzufinden“, erklärt Andre Melchert die wenige Einsatzzeit von Julius Heil mit neun Toren in zwölf Spielen.

Da kurzfristig nicht mit wesentlich mehr Spielanteilen zu rechnen war, löste man den Vertrag auf Wunsch des 1,90 Meter großen Rückraumakteuers zum Jahresende auf. Melchert: „Es nützt ja nichts, einen Spieler zu halten, wenn er unglücklich ist. Uns hätte er so nicht helfen können.“

Julius Heil begründet seine Entscheidung neben der geringen Spielzeit, die er in der Rückrunde unbedingt wieder steigern wollte, mit der Nähe zur Heimat. „Ich wollte wieder mehr Einsätze und auch wieder näher an Familie und Freunden sein.“ Trotz des sportlich unglücklich verlaufenen Halbjahres in Konstanz blickt er positiv auf die Zeit bei der HSG zurück. „Ich hatte ein tolles Umfeld und wurde super aufgenommen“, betont der in Bad Salzungen geborene ehemalige Rostocker. „Es war alles sehr harmonisch und trotz der angespannten Tabellensituation immer positiv.“ (joa)