Tennis, 2. Damen-Bundesliga: TC GW Luitpoldpark München – TC Radolfzell (Samstag), TC Radolfzell – TC Olympia Lorsch (Montag, jeweils am 11 Uhr). – Ein intensives Wochenende steht für die Spielerinnen der 2. Bundesliga auf dem Programm. So reisen die Radolfzellerinnen am Samstag nach München und empfangen am Pfingstmontag den TC Olympia Lorsch, den TCR-Trainer Norman Bingeser durchaus zum Kreis der Titelanwärter zählt.

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spieltagen steht der TC Radolfzell als Aufsteiger an der Tabellenspitze und profitiert dabei vom Ausrutscher des Lorscher Teams in Offenbach. Nun ist es zwar nicht so, dass man sich beim Deutschen Meister der Jahre 2010 und 2011 nach dem Durchmarsch durch die Regionalliga im Vorjahr ein ähnliches Ziel für die 2. Bundesliga gesetzt hat. Bingeser möchte aber mit seinem Team zumindest die Gunst der Stunde nutzen: „Wir werden jetzt versuchen, so lange wie möglich oben mitzuspielen!“ Und dabei kann er wohl auf das erfolgreiche Team der ersten beiden Spieltage setzen, das ergänzt wird durch Nicole Melchiar, die in der Doppel-Weltrangliste auf Position 70 geführt wird. „Sie wird uns gehörig verstärken!“, ist sich Bingeser sicher, nun weitere Optionen, vor allem bei der Zusammensetzung der Doppel, zu haben. Zwar gibt es das eine oder andere kleinere Fragezeichen durch Turniereinsätze einiger Spielerinnen, aber Bingeser ist guter Dinge, in beiden Spielen auf bewährte Kräfte setzen zu können.

Auf Position 1 überzeugte bisher Karolina Muchova, ansonsten liegt die Stärke der Mettnauer vor allem in der zweiten Hälfte des Teams, wo Neuzugang Caroline Werner und die langjährigen Stammspielerinnen Zuzana Kucova und Lenka Tvaroskova konstant punkten.

Was die Zielsetzung angeht, ist Zurückhaltung Trumpf, denn offiziell geben der TC Luitpoldpark und der TC Olympia Lorsch ebenso wie Radolfzell als Ziel den Klassenerhalt an. Nach zwei Niederlagen steht Luitpoldpark schon etwas unter Druck, so dass die Münchnerinnen wohl versuchen werden, mit einer starken Aufstellung über Pfingsten Punkte zu sammeln, um nicht bis zum Schluss zittern zu müssen.

Beim TC Olympia Lorsch hingegen schiebt man Radolfzell die Favoritenbürde zu, stufte man den Aufsteiger schon vor Saisonbeginn als Titelanwärter ein. Doch Bingeser ist da skeptisch mit Blick auf den Olympia-Kader: „Die haben nach Ludwigshafen die beste Meldeliste“, weiß er, welches Potenzial abgerufen werden könnte, da drei Spielerinnen im Lorscher Kader unter den Top 300 der Weltrangliste sind.