Fußball, Landesliga

SC Pfullendorf

FC Villingen II

1:1 (0:1)

In einem nicht immer schönen, dafür hart umkämpften Topspiel trennten sich der SC Pfullendorf und die Villinger Oberliga-Reserve 1:1. Voll auf ihre Kosten kamen die 370 Zuschauer in der Geberit-Arena. Vor allem Schiedsrichter Timo Fesenmeier hatte alle Hände voll zu tun, gleich fünfmal zückte er den Roten Karton.

Dabei hatte die Partie höchst attraktiv begonnen. Nach sechs Minuten schoss Heiko Behr dem Villinger Schlussmann Jannes Otto aus der Nahdistanz in die Arme. Auf der Gegenseite vereitelte SCP-Keeper Sebastian Willibald mit einem Blitzreflex gegen Fabio Chiurazzi die erste Großchance der Gäste (7. Minute). In der zehnten Minute hatten die heimischen Zuschauer schon den Torjubel auf den Lippen, der Scharfschuss von Erdem knallte aber nur an den Innenpfosten. Als Villingen die Hausherren besser in den Griff bekam, hatten die Gäste Glück, dass Amadou Marena aus drei Metern nur Otte anköpfte (24.). Dann aber stellten die Schwarzwälder mit einem Standard das Spielgeschehen auf den Kopf: Einen Freistoß schlenzte Timo Wagner aus halbrechter Position zum 1:0 in die Maschen (35.). Eine schmeichelhafte Gästeführung. Auch im zweiten Durchgang verdiente die Begegnung das Prädikat Topspiel nur selten. Der Sportclub versuchte es gegen mauernde Villinger fast nur mit Langholz. Pech hatte der SCP, als Fähnrich vergebens ein Handspiel der Villinger im Strafraum reklamierte. In der 72. Minute verhinderte Otte mit einem weiteren Glanzreflex gegen Akgün den Ausgleich.

Brisant wurde das Duell in den letzten zehn Minuten. Erst holte sich der Pfullendorfer Behr nach einem taktischen Foul die Ampelkarte ab (81.). Drei Minuten später rettete erneut Otte gegen Lukas Stützle (84.). Auf der Gegenseite hielt Willibald seine Mannen mit einer weiteren Glanztat im Spiel (85.). Drei Minuten vor Schluss brannten bei einigen Beteiligten die Sicherungen durch. Erst verlor SCP-Trainer Marco Konrad die Fassung, kickte einen Wassereimer aus Wut um. Dies erzürnte 08-Coach Marcel Yahyaijan, der sich mit Konrad anlegte, wodurch es zur Rudelbildung kam. Infolge dieser sahen die beiden auf dem Spielberichtsbogen als Spielertrainer aufgeführten Konrad (SCP) und Yahyaijan (Villingen), der bereits ausgewechselte SCP-Angreifer Mustafa Akgün sowie der Villinger Cevher Atar glatt Rot. Die Konrad-Elf warf in der Nachspielzeit noch mal alles nach vorn und wurde belohnt. Der angeschlagene Lukas Stützle köpfte mit letzter Kraft eine Flanke von Faruk Erdem an den Innenpfosten, Otte bekam die Kugel aber erst hinter der Torlinie zu fassen – 1:1 (95.). Somit bleibt das Rennen um die Tabellenspitze weiter spannend. (stl)

Tore: 0:1 (35.) Wagner, 1:1 (95.) Stützle. – SR: Fesenmeier (Freiburg). – Z: 370. – Bes. Vork.: Gelb-Rot (81.) für Behr (SCP); Rot (87.) für Akgün und Konrad (beide SCP) sowie Atar und M. Yahyaijan (beide Villingen).

SV Obereschach

SC Konstanz-Wollmatingen

0:3 (0:3)

Den Obereschachern schwammen im Kellerduell gegen den SC Konstanz-Wollmatingen früh die Felle davon. Bereits in der elften Minute fiel das 0:1. Die Gäste vom Bodensee zeigten sich bissiger und konsequenter. Da die Hausherren keine Mittel fanden, um die sich bietenden Chancen zu verwerten, fiel statt des Ausgleichs in der 32. Minute das 0:2. Und es kam kurz vor der Halbzeit noch dicker: Konstanz stellte auf 3:0 (43.). Die Obereschacher Köpfe gingen nach unten, die Moral war gebrochen. Zwar blieb die zweite Hälfte torlos, aber das Aufbäumen oder sogar ein Anschlusstreffer zur Aufholjagd blieben aus.

Tore: 0:1 (11.) Bienger, 0:2 (32.) Yaghoobi, 0:3 (43.) Völklein. – SR: Mera-Linz (Schopfheim). – Z: 200.

FV Walbertsweiler-Rengetsw.

SG Dettingen-Dingelsdorf

0:1 (0:1)

Bereits nach fünf Minuten gingen die Gäste in Führung. Huber hatte im Mittelfeld den Ball erobert, passte ihn auf Büttner, welcher nach einem Haken ins kurze Eck abschloss. Die SG agierte taktisch diszipliniert, machte die Räume im Zentrum eng und sorgte durch gezieltes Anlaufen dafür, dass der FV Walbertsweiler-Rengetsweiler seinen Spielaufbau immer wieder abbrechen, oder mit langen Bällen agieren musste, welche allesamt nicht für Gefahr sorgten. Die erste Möglichkeit für die Hausherren datierte aus der 21. Minute, doch Birsner konnte zur Ecke klären. In der 36. Minute wurden die Platzherren nach einer gelungen Ballstaffette im Strafraum gerade noch am gezielten Abschluss gehindert. Zu Beginn der zweiten Hälfte vergaben die Gäste einen Freistoß aus guter Position leichtfertig. Kurz darauf war Büttner schon alleine auf dem Weg zum Tor, doch ein knapper Abseitspfiff verhinderte womöglich seinen zweiten Treffer. In der 60. Minute scheiterte Bach nach einem tollen Sololauf knapp, kurz darauf fand nach einem Konter auf der anderen Seite der Querpass von Huber keinen Abnehmer. Wieder nur einen Moment später konnte Berg in höchster Not den Ausgleich verhindern. Mit einer Glanzparade fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Petersohn seiner Mannschaft den Sieg, als er den hervorragend getretenen Freistoß von der Strafraumgrenze zur Ecke klärte. Da auf der Gegenseite Huber aus spitzem Winkel an Torhüter Specker scheiterte, blieb es beim 0:1 und der ersten Niederlage des FV auf eigenem Platz in dieser Saison. (sb)

Tor: 0:1 (5.) Büttner. – SR: Bacher (Freiburg). – Z: 150.

FC Hilzingen

FC Furtwangen

0:2 (0:1)

Trotz der sommerlichen Temperaturen gingen Hilzingen und Furtwangen mit hohem Tempo in das Spiel. In der 24. Minute sorgt Willmann nach Vorlage von Kaltenbach nach einem schnellen Konter für das 1:0 der Gäste. Hilzingen fiel offensiv nicht sonderlich viel ein, besser machte es die Mannschaft von Gästetrainer Markus Knackmuß, welche mit guten Angriffen jederzeit gefährlich blieb. In der 35. Minute hatte Ganter die Möglichkeit zum 2:0, Abwehrspieler Metzger aber entschied in letzter Sekunde das Laufduell für sich und entschärfte so die Situation. Das einzig probate Mittel des Heimteams waren die guten Standards, mit denen Hilzingen für ein bisschen Gefahr vor dem Furtwanger Tor sorgen konnte. So entstand die beste Chance durch einen Eckball, den Kapitän Jeckl per Kopf nicht verwerten konnte.

Im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild: Dem FC Furtwangen gelang es trotz personell angespannter Situation, den FC Hilzingen in Schach zu halten und er sorgte in der 57. Minute durch Angreifer Steffen Holzapfel für das 2:0. In der Folge gelang es dem Heimteam besser, Chancen zu kreieren, jedoch ließen die Hegauer vor dem Tor Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit vermissen. Nach drei Siegen in Folge mussten sich die Gastgeber eingestehen, dass der FC Furtwangen den Sieg nicht unverdient aus dem Hegau entführte.

Tore: 0:1 (24.) Willmann, 0:2 (57.) S. Holzapfel. – SR: Dürnberger (Bad Krozingen). – Z: 180.

FC Überlingen

SC Markdorf

4:0 (2:0)

In einem besonders in der ersten Halbzeit temporeichen Derby musste der Überlinger Torhüter Negrassus bereits in der ersten Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Mauch zu entschärfen. Praktisch im Gegenzug verfehlte ein Schuss von Blank knapp das Markdorfer Tor. In der Folgezeit entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste stärker aufspielten, als dies ihr Tabellenplatz vermuten ließ. In der 36. Minute wurde Öhler von Blank uneigennützig in Szene gesetzt und der ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Die Gäste verloren kurzzeitig ihre Linie, sodass Blank (39.) mit einem gefühlvollen Heber den zweiten Überlinger Treffer erzielen konnte. Erneut Negrassus verhinderte (44.) einen Markdorfer Treffer, als er den frei auf ihn zulaufenden Mauch in aussichtsreicher Position stoppte.

In der zweiten Halbzeit mussten beide Mannschaften dem Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen, die Begegnung verlor etwas an Klasse. In der 47. Minute versäumte Blank die vorzeitige Entscheidung, als er aus einem Meter Distanz den Ball über das Gästetor setzte. Markdorf war bemüht, dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch die gut postierte Überlinger Hintermannschaft ließ keine Chance zu. In der 83. Minute konnte Temine nach einer schönen Einzelleistung nur durch ein Foul gestoppt werden. Den Strafstoß verwandelte Kuczkowski. Er schloss in der Schlussminute einen schönen Spielzug zum 4:0-Endstand ab. So kamen die Gastgeber zu einem verdienten, aufgrund der Spielanteile aber zu hoch ausgefallenen Sieg. (gh)

Tore: 1:0 (36.) Öhler, 2:0 (39.) Blank, 3:0 (83./FE) Kuczkowski, 4:0 (90.) Kuczkowski. – SR: Matosevic (VS-Schwenningen). – Z: 120.

SpVgg F.A.L.

FC Schonach

0:2 (0:1)

Am 24. Spieltag kam es nicht nur zur Begegnung des Siebtplatzierten gegen den Vierten Schonach, sondern auch zum Duell der Torjäger Mark Burgenmeister (19 Tore) gegen Manuel Passarella (21). Das Spiel in der Hinrunde hatte Schonach 3:1 gewonnen. Die 180 Zuschauer sahen von der ersten Minute an eine unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Schon in der sechsten Minute brachte Sebastiani einen Eckball auf Burgenmeister, der jedoch knapp neben das Tor köpfte. 60 Sekunden später kam Schonach zur ersten Chance, nachdem zwei F.A.L.-Spieler zusammengeprallt waren. Den Schuss von Frey parierte Hummel. In der 20. Minute setzte Gut einen Freistoß aus 25 Metern knapp neben das Schonacher Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kombinierten sich die Gäste schnell durchs Mittelfeld. Vor dem Tor hatte Passarella keine Mühe, den Angriff zum 1:0 abzuschließen. In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatte die Heimmannschaft durch Krasniqi, Sebastiani und Robin Karg mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß, konnte jedoch beste Chancen nicht nutzen. In der 71. Minute verschätzt sich der Frickinger Gut bei einem langen Ball. Der Schonacher Schneider schoss aber knapp am Tor vorbei. In der Nachspielzeit schlug Gästetorwart Pfau einen weiten Abschlag, der Romeo fand. Dieser nahm den Ball gekonnt mit und schob zum 2:0-Endstand ein. (mm)

Tore: 0:1 Passarella (44.), 0:2 Romeo (90.+1). – SR: Gerspacher (Heitersheim). – Z: 180.

FC Löffingen

FC Rot-Weiß Salem

7:0 (3:0)

Weitere drei wichtige Punkte sicherte Löffingen in einer zumeist einseitigen Begegnung. Mit verantwortlich für den hohen Heimsieg war die Lauffreudigkeit und ein starkes Zweikampfverhalten der Heimelf in fast der gesamten Partie. Die Gäste hatten der Spielfreude der Heimelf nur wenig entgegen zu setzen und machten es den Gastgebern meist zu einfach.

Vom eigenen Anspiel weg übernahmen die Platzherren die Initiative und berannten die Salemer Hälfte, in der die Rothosen schon in den ersten sechs Minuten drei starke Strafraumszenen verbuchen konnten. In der sechsten Minute strich der stramme Schuss von Kopp knapp am Pfosten vorbei, 60 Sekunden später versprang Schuler im Fünf-Meterraum der Ball. Im Gegenzug vergab der Salemer Müller eine einhundertprozentige Möglichkeit, er schoss den Ball alleine vor Torhüter Osek am Pfosten vorbei. Löffingen spielte munter nach vorn, und nachdem (17.) Weißenberger an Eköz noch gescheitert war, drückte er eine Gaudig-Flanke (19.) zum 1:0 ein. In der 24. Minute war wieder Weißenberger zur Stelle und traf zum 2:0. Salem schien überrumpelt, bot weiter große Lücken, geriet immer mehr in Nöte. In der 30. Minute verpasste Gaudig nach klugem Zuspiel einen weiteren Treffer, der Ball landete nur am Außennetz und Beha scheiterte (34.) an Gästetorhüter Kölle. In der 35. Minute stand es dann 3:0, Hirschbolz zog in der Nähe der Mittellinie ab und der Ball schlug über den Torhüter hinweg im Tor ein. Den ersten ernsthaften Einsatz hatte Torhüter Osek (40.), als er einen scharfen Freistoß von Ramos gerade noch über die Latte lenkte.

Nach der Pause zeigte Salem etwas mehr Engagement, investierte mehr in die Zweikämpfe. Ab und an entwickelten sich Konterchancen, die aber aufmerksam abgefangen wurden. In der 68. Minute nahm sich Sabino aus dem Rennen. Er sah nach einer Gelben und Diskussion mit dem Schiedsrichter die Ampelkarte. Salem in Unterzahl konnte sich noch weniger gegen die Offensivaktionen der Löffinger wehren. In der 72. Minute bremste Torhüter Kölle Hoheisel zu ungestüm und den Strafstoß verwandelete Hirschbolz zum 4:0 sicher. Eine Möglichkeit zur Resultatsverbesserung hatten die Gäste noch (75.), Notheis traf alleine vor Osek das Außennetz. Im Gegenzug markierte Gaudig das 5:0, Hoheisel scheiterte (84.) zunächst an Kölle, aber Schuler knallte den Abpraller zum 6:0 in die Maschen. Gaudig legte (89.) noch einen Treffer drauf zum für die Gäste frustrierenden Endstand.

Tore: 1:0 (19.) Weißenberger, 2:0 (24.) Weißenberger, 3:0 (35.) Hirschbolz, 4:0 (72., ET) Hirschbolz, 5:0 (75.) Gaudig, 6:0 (84.) Schuler, 7:0 (89.) Gaudig. – SR: Kolodziej (Rastatt). – Z: 150. – Bes. Vork.: Gelb-Rot (68. Sabino/Salem).

Stenogramm

DJK Donauschingen

DJK Villingen

4:1 (1:0)

Tore: 1:0 (35.) Schneider, 2:0 (71.) Schorpp, 3:0 (76.) Ohnmacht, 4:0 (77.) Albicker, 4:1 (79.) Avci. – SR: Holdermann (Karlsruhe). – Z: 280.