Handball, 3. Liga Frauen

SV Allensbach

TS Herzogenaurach

25:20 (11:9)

Die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach haben gestern Nachmittag beim 25:20 gegen die TS Herzogenaurach ihren dritten Heimsieg der Saison gefeiert. Bis der Erfolg gegen den Aufsteiger aus Franken feststand, war jedoch erneut ein hartes Stück Arbeit nötig für das Team vom Bodensee, das sich nach einem Platz in der Spitzengruppe der Tabelle sehnt.

Der zähe Beginn des Spiels zwang den Allensbacher Teamchef Oliver Lebherz schon nach wenigen Sekunden dazu, seine Spielerinnen recht lautstark dazu aufzufordern, doch bitte etwas schneller zu spielen. Wie er, mussten auch die 310 Zuschauer in der Riesenberghalle knapp vier Minuten warten, bis sie den ersten Treffer zu sehen bekamen, ehe Steffi Hotz mit Hilfe der Latte das 1:0 erzielte. Immer wenn die Gastgeberinnen auf Oliver Lebherz hörten und das Tempo forcierten, lief es rund im Spiel des SV Allensbach, der sich ohne Julia Willauer, Julia von Kampen und Hanna Person über 3:1 (6.) auf 7:3 (18.) absetzen konnte.

Fortan entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen – immer wieder unterbrochen vom einen oder anderen sehr kleinlichen Schrittfehler-Pfiff. Die Allensbacherinnen ließen es im Angriff immer wieder am nötigen Druck fehlen, um sich entscheidend von den Gästen zu distanzieren. So war eine Minute vor der Halbzeit die TS Herzogenaurach wieder bis auf einen Treffer am SVA dran, ehe die treffsicherste Allensbacherin Nadja Greinert per Siebenmeter für den 11:9-Pausenstand sorgte.

Auch im zweiten Durchgang brauchten beide Teams einige Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nur zwei Treffer gönnten SVA und TSH den Fans in den ersten acht Minuten nach Wiederbeginn. Erst nach Sarah Rothmunds Doppelschlag zum 14:10 (40.) wurden die Fehler auf beiden Seiten weniger. Allensbach diktierte nun aus der sichtlich stabilisierten Defensive heraus das Geschehen und setzte sich vorentscheidend auf 19:13 (46.) ab. In den Schlussminuten wechselte der SVA munter durch und brachte den Vorsprung bis zum 25:20-Endstand über die Zeit.

„Die zwei Punkte sind für uns enorm wichtig“, sagte Lebherz, der bemängelte, dass der Sieg nicht höher ausgefallen war: „Wir müssen an unserer Wurfausbeute arbeiten und in dem Bereich deutlich cleverer agieren.“

SV Allensbach: Wörner, Lukau (Tor); Lizureck (6), Rothmund (4), Willauer, Müller (1), Bickel (1), Greinert (9/2), Hotz (2/1), Hoeppe, Gaus, Hübner (1), Scholl (1). – Z: 310.