Handball, Testspiel

HSG Konstanz

HBW Balingen-Weil. II

31:24 (13:13)

Gegen die Kadetten Schaffhausen wirkte die HSG Konstanz nach einem intensiven Trainingslager in den letzten 15 Spielminuten noch ziemlich ausgelaugt und kraftlos und musste nach relativ ausgeglichenem Spiel noch abreißen lassen. Ganz anders gegen die Reserve des HBW Balingen-Weilstetten. Gerade in der zweiten Halbzeit und gegen Ende der Partie wirkte Konstanz wesentlich frischer und deutlich überlegen, setzte sich bis auf acht Tore ab und distanzierte den Drittliga-Rivalen, der am 1. September Gegner im ersten Heimspiel der neuen Saison sein wird, mit 31:24 (13:13).

Mit einem guten Rückhalt in Person von Torwart Simon Tölke vor einer guten Deckungsreihe konnte die HSG ihr schnelles Spiel nach vorne aufziehen – und nutzte dies zu teils herrlichen Spielzügen und Toren. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen war dennoch „nicht super zufrieden“. Die etwas überraschende Analyse des A-Lizenzinhabers: „Es gibt doch noch einige Dinge, die uns Mühe machen.“ Größtes Manko aus Sicht des 43-Jährigen war, dass die Spieler „verständlicherweise“, wie er anmerkte, jetzt jeder für sich in den Wettkampfmodus kommen und gefährlich sein wollen. „Wir gehen aber den umgekehrten Weg und wollen uns als Mannschaft gefährlich zeigen, damit dadurch jeder Einzelne zu seinem Spiel findet.“ Bislang wurde viel im mannschaftstaktischen Bereich gearbeitet. Eins-gegen-Eins-Situationen stehen nun noch als Schwerpunkt bevor. „Es fehlt noch einiges, wir brauchen noch etwas Geduld“, bremst Eblen, der auf Kreisläufer Michel Stotz verzichten musste. Dessen Platzwunde überm Auge wurde mit vier Stichen genäht, die Fäden sollen am Mittwoch gezogen werden. Ob er dann wieder im Aufgebot für das DHB-Pokalspiel am Samstag steht, ist noch offen.

Doch auch, wenn die kritische Analyse des Konstanzer Übungsleiters noch viel Arbeit für die kommenden zwei Wochen bis zum Ligastart verspricht: Den HSG-Fans hat der Auftritt ihrer Mannschaft gegen die Gäste von der Schwäbischen Alb viel Spaß gemacht. In den ersten Minuten gab es auf beiden Seiten noch viel Leerlauf, nach 5:8-Rückstand fanden die Hausherren jedoch immer besser zu ihrem Spiel. Richtig auf Touren kam der HSG-Motor aber erst direkt nach dem Seitenwechsel, als die Konstanzer binnen Minuten von 13:13 auf 16:13 stellten und sich nach kurzem Aufbäumen des HBW (21:19) sukzessive absetzten bis zum 31:24-Endstand. „Wir konnten in der ersten Halbzeit den Gegner müde spielen“, meinte Daniel Eblen. „Die Energie hat dieses Mal am Ende für uns gesprochen.“ In der kommenden Woche stehen vor dem Pflichtspiel-Auftakt am Samstag im DHB-Pokal gegen Erstligist Göppingen noch drei Testspiele von Dienstag bis Donnerstag auf dem Programm.

HSG Konstanz: M. Wolf, Tölke (Tor); Schlaich (3), T. Wolf (3), Wiederstein (4), Kaletsch (3/2), Krüger (4), Maier-Hasselmann (2), Braun (5), Jud (1), Keupp (1), Wendel (1), Schwarz (4), Löffler.