Handball, Testspiel

HSG Konstanz

Kad. Schaffhausen

19:27 (11:11)

Im vierten Testspiel musste Konstanz die erste Niederlage hinnehmen. Weil vor allem „die Frische fehlte“ (Trainer Daniel Eblen), wurde aus einem 19:23 noch ein 19:27. Die erste Hälfte war ausgeglichen verlaufen. Der junge Kreisläufer Michel Stotz wird nach einer Platzwunde an der Augenbraue im nächsten Test am Freitag, 19.30 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle gegen Balingen fehlen. Für Daniel Eblen war es das Testspiel, in dem sich seine Mannschaft körperlich am schwächsten präsentiert hat – gegen den bislang stärksten Gegner. „Wir waren nach dem Trainingslager etwas angeschlagen“, erklärte er. „Dann kann es gegen ein Team wie Schaffhausen schwierig werden. Das ist passiert.“

In der Anfangsphase erspielte sich Konstanz gute Torchancen, ließ diese aber reihenweise ungenutzt. Der Schweizer Serienmeister und Champions-League-Dauergast Schaffhausen nutzte dies eiskalt aus (3:0, 7:3). Tim Jud: „Wir hatten schlechte Phasen und gute. Insgesamt müssen wir konzentrierter sein und den Ball besser laufen lassen.“ Das Potenzial sei da. „Auch gegen diese Teams können wir eine gute Abwehr stellen und Tempo machen, darauf müssen wir aufbauen. Wichtig sind die Lehren daraus, nicht das Ergebnis der letzten Minuten“, stellt der Schweizer in Diensten der HSG fest.

Die Kadetten, verstärkt durch den serbischen Nationalspieler Zarko Sesum, wirkten wesentlich frischer und nutzten die HSG-Fehler zu vielen einfachen Toren. Als Konstanz so langsam zu seinem Spiel fand (4:8, 8:8), war die Partie völlig offen. Vor allem Samuel Löffler empfahl sich durch eine starke Leistung. Ein weiterer Garant für die furiose Aufholjagd bis zur Halbzeit war Torwart Simon Tölke. Der Neuzugang brachte mit sehenswerten Paraden seine Abwehr richtig ins Spiel und das schnelle Umschaltspiel der HSG mächtig auf Touren. „Dann bekommt auch Schaffhausen Probleme“, freute sich Eblen.

Seine Freude währte nicht lange. Im zweiten Durchgang hatte eine völlig entkräftet wirkende HSG nichts mehr zuzusetzen, tat sich im Angriff enorm schwer und musste nach sich häufenden technischen Fehlern Gegenstoß über Gegenstoß über sich ergehen lassen. „Insbesondere bei den Abschlüssen aus dem Rückraum hat man die Belastung der vergangenen Tage gesehen“, sagte Eblen. „Das Trainingslager steckte uns in den Knochen. Wir müssen nun sehen, wie wir die Intensität steuern bei unserem umfangreichen Programm.“ Angesichts dessen und der vielen Wechsel sei am Ende „nichts mehr drin gewesen“.

HSG Konstanz: M. Wolf, Tölke (Tor); Stotz (2), Schlaich, T. Wolf (4/2), Wiederstein, Kaletsch, Krüger (4), Maier-Hasselmann (1), Braun (2), Jud (3), Keupp, Wendel (2), Schwarz, Löffler (1).