2. Handball-Bundesliga: TuSEM Essen – HSG Konstanz (Samstag, 18.30 Uhr, Arena am Hallo). – Noch einmal muss die HSG Konstanz in dieser Saison reisen. Am Samstag steht beim TuSEM Essen das vorletzte Spiel an, ehe am 2. Juni in heimischer Halle der Saisonabschluss folgt. Konstanz hat zwar weiter mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen, möchte aber den Aufwärtstrend der letzten Wochen fortführen und die magere Punktausbeute in der Fremde ausbauen.

Auswärts fand die HSG in dieser Spielzeit zu selten konstant zu ihrem Leistungsvermögen. Zwei Siege und ein Unentschieden in 18 Anläufen sind die magere Bilanz. Cheftrainer Daniel Eblen hofft, dass die Verbesserungen und kleinen Schritte nach vorne auch in Essen fortgesetzt werden. „21 Gegentore in der Zweiten Liga sind ein guter Wert“, sagt er über den 24:21-Heimsieg zuletzt gegen Dresden und freut sich: „Der Verbund aus Abwehr und Torwart hat wieder besser funktioniert.“ Endlich war es einmal sein Team, das in den „wichtigen Situationen den Schalter gefunden hat und cleverer war“. Zugleich schränkt er ein: „Es war ein kleiner Fortschritt zu sehen. Aber das Spiel war auch nicht so eng wie unsere Partien davor.“

Zumal noch mehr positive Erkenntnisse daraus gezogen werden konnten. Etwa jene, dass Tom Wolf, wie Eblen sich ausdrückt, „der entscheidende Mann war und die Abwehr sehr stark zusammengehalten hat“. Darüber hinaus glänzten Samuel Löffler und Samuel Wendel – Jahrgang 1998 und 1996 – und deuteten an, dass sie Verstärkungen sein können. „Das hat Spaß gemacht, die beiden haben sehr gut gespielt“, lobt Eblen, der nach dem Duell viele positive Rückmeldungen aus Fankreisen erhielt. „Das ist ganz wichtig für uns. Es wird gewürdigt, dass wir alles versucht und große Spiele daheim gemacht haben – auch wenn wir nicht alle gewonnen haben.“

Bei dem Vorhaben, auch auswärts wieder über die volle Distanz zu überzeugen, muss die HSG Konstanz jedoch neben zwei Langzeitverletzten erneut auf Kapitän Fabian Schlaich, Co-Kapitän Mathias Riedel und möglicherweise weitere angeschlagene Akteure verzichten. Immerhin steht die Ampel bei Michael Oehler wohl wieder auf grün. Die junge Garde freut sich indes auf weitere Chancen und Einsatzzeiten, obwohl es die Aufgabe beim dreifachen Deutschen Meister und Pokalsieger sowie ehemaligen Europapokalgewinner in sich hat. In den letzten zehn Spielen gab es nur zwei Remis und eine Niederlage – ansonsten gewannen die Nordrhein-Westfalen alles. Prunkstück des jungen Teams ist dabei der „tolle Angriff“, schwärmt Eblen.

„Es wird schwer“, sagt der Konstanzer Trainer, „aber wir wollen wieder gut Handball spielen, weiter an uns arbeiten und weitere Schritte vorwärts machen. Und wenn sich eine Chance bietet, gilt es, diese zu ergreifen.“ Die nötige Unterstützung von der Tribüne wird seine junge Mannschaft jedenfalls bekommen. Tom Wolf wird unweit seiner Heimat 65 Fans mitbringen. Der 23-Jährige hätte sicher nichts dagegen, in diesem Block eine Siegesfeier zu starten. Ganz so wie nach dem Hinspiel, als er beim 31:30 mit neun Toren zum Matchwinner avancierte.

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