Handball, Südbadenliga

HC Elgersweier

HSG Konstanz II

21:26 (10:12)

Die Serie geht weiter: In Elgersweier gelang mit dem 26:21 der sechste Sieg hinereinander. Als Tabellendritter hat die Stocker-Equipe jetzt nur noch einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und drei auf den Spitzenreiter.

In einer Begegnung, die von Beginn an von zwei guten Abwehrreihen dominiert wurde, zauberte das jüngste Team der Liga einen furiosen Start aufs Parkett. Nach neun Minuten stand es bereits 4:1. Näher als auf zwei Tore kam Elgersweier danach nicht heran, bis Philipp Hackl zum 8:9 traf (22.). Doch der sehr agile und gefährliche Joshua Braun stellte kurz vor der Pause wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her. „Beide Mannschaften haben gut verteidigt“, erklärte HSG-Trainer Matthias Stocker und war voll des Lobes: „Bei uns war das die beste Saisonleitung in der Defensive.“ Wenn er überhaupt etwas zu bemängeln hatte, dann dass sich sein Team im ersten Durchgang dafür noch nicht belohnt habe.

Vor allem Beachhandball-Jugendnationaltorwart Moritz Ebert zeigte nach seiner Einwechslung nach 15 Minuten sein Können und stellte zusammen mit der Abwehr einen kaum zu überwindenden Abwehrriegel. Was fehlte, war die genauso konzentrierte und konsequente Chancenverwertung. „Aber“, so Stocker, „das wurde nach der Pause viel besser.“ Konstanz zog auf vier Tore Abstand davon und brachte bald sechs Treffer zwischen sich und den Gegner. Das erneut gute Zusammenspiel mit dem Kreis – drei Tore besorgte Marius Oßwald, fünf Manuel Both – führte zum 19:13 (45.). Stocker: „Wir konnten uns in dieser Phase absetzen und diesen Vorsprung bis zum Ende halten, weil jeder seinen Teil zu einer guten Gesamtleistung beigetragen hat.“ Vor allem zeigten sich die Gelb-Blauen nun auch in der Offensive wesentlich effizienter und hielten einen starken Gegner erfolgreich auf Abstand.

„Das war ein verdienter Sieg bei einem Gegner, der es uns vor allem mit seiner Abwehr sehr schwer gemacht hat“, zeigte sich der HSG-Coach zufrieden. Zwar sei die Defensivleistung herausragend gewesen, Stocker wollte aber die Vorstellung im Angriff nicht negativ beurteilen. „Durch lange Standzeiten in der eigenen Abwehr“, erklärte er und verwies gleichzeitig auf die erste und einzige Zeitstrafe für seine Talente in der 59. Spielminute, „gab es weniger Angriffe. Zehn Fehlwürfe sind nicht überragend, aber ich kann damit leben, wenn wir uns dies durch die Deckungsleistung erlauben können.“ Dennoch war die Offensive der HSG sehr variabel, ausgeglichen und von jeder Position gefährlich. „Wir haben viele Lösungen gefunden“, befand der 30-Jährige. Einen Wunsch hatte er dennoch: „Im Vergleich zu den vergangenen Partien haben wir da noch Luft nach oben. Vor allem das Tempospiel hat wenig stattgefunden.“

Die enorme Defensiv-Stabilität sei zudem das Ziel für die entscheidenden Wochen im Titel- und Aufstiegskampf.

HSG Konstanz II: Gemeinhardt, Ebert (beide Tor); Hadlich, Oßwald (3), Gottesmann (1), Mack, Volz (2), S. Löffler (2), Fehrenbach, J. Löffler (3), Merz (1), Both (5), Braun (7/3), Wendel (2).