Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – TV Bittenfeld II (Sonntag, 14.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Nach einem furiosen Saisonstart ist die HSG Konstanz II endgültig auf dem harten Boden des Oberliga-Alltags angekommen. Nach einigen Negativerlebnissen in den vergangenen Wochen hofft Trainer Matthias Stocker mit der jüngsten Mannschaft der Liga am Sonntag auf den Befreiungsschlag. Dass die Erfolgsserie der HSG-Talente so lange andauerte, war für keinen absehbar. „Je länger die Erfolgsserie gedauert hat, desto schwerer ist es jetzt, aus der aktuellen Lage herauszukommen“, analysiert Stocker.

Der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart gelangen als Aufsteiger 9:3 Punkte in den ersten Spielen. Danach folgten vier Niederlagen und 0:8 Punkte am Stück. Die letzten drei Partien gewannen die Württemberger dann wieder. Vor Rundenbeginn kamen die ehemaligen Bundesligaspieler Daniel Sdunek und Martin Kienzle – aktuell bester Feldtorschütze der Oberliga – hinzu. Überdies können Kapitän Alexander Bischoff, die beiden Spielmacher Alexander Heib und Marvin Gille, Rückraumspieler Florian Burmeister, Torhüter Nick Lehmann und Abwehrchef Fabian Bohnert ebenfalls schon auf Bundesligaeinsätze zurückblicken. In punkto Erfahrung ist die HSG II im Duell der beiden einzigen Reserveteams der Oberliga im Hintertreffen. Der TVB verfügt mit 407 Treffern über die zweitbeste Offensive der Liga und ein brandgefährliches Tempospiel.

„Es zählen“, fordert Stocker, „gerade jetzt vor allem die Grundtugenden. Es kommt eine echte Hausnummer auf uns zu, da muss jeder wieder bei 100 Prozent sein.“ 22 Fehlwürfe und 14 technische Fehler wie in Ulm darf sich die HSG-Talentschmiede nicht noch einmal erlauben. Vor allem in Sachen Bereitschaft und Abwehrverhalten erhofft sich Stocker eine Reaktion von seiner Mannschaft. Zugleich traut er seinem Team zu, viel aus der vergangenen Partie gelernt zu haben und sagt: „Vor unserem Publikum wollen wir nach drei Auswärtsspielen hintereinander wieder ein anderes Gesicht zeigen.“ An das Leistungsniveau des Herbstes herankommen, alles reinwerfen und „das Maximale herausholen“, lautet der Appell des 30-Jährigen. (joa)

TuS Steißlingen – TV Plochingen (Sonntag, 16.30 Uhr, Mindlesthalhalle). – Nachdem der TuS weiterhin vom Pech verfolgt bleibt und das nächste knappe Spiel gegen TV Weilstetten verlor, wartet nun mit dem TV Plochingen ein weiterer starker Gegner.

Die Gäste werden trainiert von Ex-Bundesligaspieler Daniel Brack und gehen in ihre vierte Oberligasaison. Allerdings musste Plochingen sowohl Marcel Rieger als auch Johannes Hablizel vor der Runde ersetzen. Dies gelang dem TV durch die Verpflichtung von Ex-Zweitligaspieler Lukas Fischer. Für den TuS gab es im Aufstiegsjahr gegen Plochingen eine ausgeglichene Bilanz. Im Heimspiel besiegte er Plochingen mit 24:23, auswärts dagegen unterlag er deutlich mit 18:34. Derzeit liegt der TV auf dem fünften Tabellenplatz, hat 16:10 Punkte. So trotzten die Plochinger Tabellenführer TSV Blaustein am sechsten Spieltag ein Unentschieden ab, auch der 34:31-Auswärtssieg gegen die SG H2KU zeigt das Potenzial des TV. Zudem weist er auch mit 7:5 Punkten eine überzeugende Auswärtsbilanz auf und wird für den TuS ein weiterer harter Prüfstein.

Steißlingen will das Glück wieder auf seine Seite zwingen. Trotz guter Leistungen in den letzten zwei Spielen stand es wieder ohne Punkte da. Dies soll sich gegen Plochingen ändern. Allerdings machen die Verletzungen dem TuS weiterhin zu schaffen. Die Rückraumspieler Maurice Wildöer und Marvin Storz fallen verletzt aus, Matthias Biedermann geht angeschlagen in die Begegnung. Daher wird es gegen Plochingen vor allem auf die Abwehr ankommen, die insbesondere Lukas Fischer in den Griff bekommen muss. Der Rückraumspieler erzielte bereits 125 Treffer in zwölf Spielen. Nach vier Niederlagen in Folge möchten die Steißlinger, trotz Außenseiterrolle, punkten. „Wir müssen versuchen, das Beste aus der personell sehr schwierigen Situation herauszuholen. Es heißt noch enger zusammenstehen, defensiv härter arbeiten und vorne konsequenter werden“, sagt TuS-Trainer Jonathan Stich. (mw)