Fußball, Landesliga: SC Pfullendorf – FC 08 Villingen II (Samstag, 17.30 Uhr).

 

Blickt man auf die Tabelle, dann könnte man fasst von einem vorgezogenen Endspiel reden: Der Tabellenführer tritt beim Zweiten an, der FC 08 Villingen, der erst vor einer Woche die Tabellenspitze übernommen hat, muss nach Pfullendorf. Und blickt man auf die Statistik, so ist die Villinger Oberligareserve der logische Spitzenreiter, stellt er doch die stabilste Defensive, aber auch den treffsichersten Sturm.

Von einem vorentscheidenden Spiel möchte der Pfullendorfer Coach Marco Konrad jedoch nicht reden: „Das Spiel am Samstag ist eines von neun ausstehenden Spielen. Die Meisterschaft wird erst in den allerletzten Partien entschieden.“ Allerdings räumt er ein: „Ein Sieg gegen den Tabellenführer kann uns weiter Selbstvertrauen geben.“

Mit nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen hat der Titelanwärter aus dem Linzgau eine bessere Ausgangslage für dieses Gipfeltreffen aus der Hand gegeben. Da der FC 08 Villingen II in den sechs Spielen in diesem Jahr nur einmal nicht als Sieger vom Platz gegangen ist, spricht der Trend eher für die Gäste. Doch nach dem Gipfeltreffen stehen, wie Konrad treffend feststellt, noch weitere acht Spiele auf dem Programm, in einer Liga, in dem nahezu jeder jedem Punkte abnehmen kann. Verschärfend kommt hinzu, dass die Villinger in den letzten fünf Spielen durch die Stammspielerregelung nur noch stark begrenzt Spieler aus dem Oberligakader einsetzen können. Da die Villinger Oberligaelf am Samstag in Nöttingen ihre Chance auf die Regionalliga-Qualifikation wahren möchte, wird sich dies wohl auch auf die Gästeaufstellung in der Geberit-Arena auswirken. Dennoch erwartet Konrad: „Trotz vieler junger Spieler ist Villingen sehr abgeklärt und aggressiv.“ Und mit Blick auf seine Elf betont er: „Die letzten beiden Spiele sind längst abgehakt und aufgearbeitet.“

Und auch wenn Konrad den Druck von seiner Elf nehmen möchte – eine Heimniederlage und dann vier Punkte Rückstand sowie das deutlich schlechtere Torverhältnis wären eine ungünstige Ausgangslage für das Projekt Verbandsliga-Rückkehr.

Übringens: Vor zehn Jahren kämpfte der SC Pfullendorf mit seinem damaligen Spielführer Marco Konrad um die Qualifikation für die 3. Liga – vergeblich. Nun geht es um die Rückkehr in die Verbandsliga, und dabei sind in dieser Saison auch dem Zweitplatzierten in der Aufstiegsrunde gute Chancen einzuräumen.

 

Die weiteren Spiele in der Landesliga

  • SV Obereschach – SC Konstanz-Wollmatingen (Samstag, 13 Uhr). – Das Gegenstück zum Gipfeltreffen: Der Letzte empfängt den Vorletzten. Der Sieger darf weiter hoffen, für den Verlierer brechen schwere Zeiten an, und ein Remis hilft keinem so recht.
  • FC Hilzingen – FC Furtwangen (Samstag, 16 Uhr). – Der FC Hilzingen hat einen guten Lauf und möchte weitere Schritte hin zum Klassenerhalt machen. Doch der FC Furtwangen hat mit dem Sieg über Pfullendorf gezeigt, dass für die Hochschwarzwälder die Runde noch nicht gelaufen ist.
  • FV Walbertsweiler/Reng. – SG Dettingen-Dingelsdorf (Samstag, 16 Uhr). – Die Gastgeber möchten ihren dritten Rang absichern, die Gäste sind dicht davor, auch rechnerisch den letzten Schritt zu machen, so dass beide unverkrampft aufspielen können.
  • FC Überlingen – SC Markdorf (Samstag, 17.30 Uhr). – Auch der FC Überlingen muss allenfalls noch rein rechnerisch um den Klassenerhalt zittern. Wesentlich angespannter ist hingegen die Lage beim SC Markdorf, den nur noch das Torverhältnis von einem möglichen Abstiegsrang trennt.
  • FC Löffingen – FC RW Salem (Sonntag, 15 Uhr). – Salem ist nach einer katastrophalen Rückrunde auf einem Abstiegsrang angekommen und muss zum FC Löffingen, bei dem es zuletzt gut lief.
  • SpVgg F.A.L. – FC Schonach (Sonntag, 15 Uhr). – Ein Duell zweier Teams, die vorne nicht mehr eingreifen können und nach hinten abgesichert sind.
  • Ferner spielen: DJK Donaueschingen – DJK Villingen (Sonntag, 15 Uhr).