Handball, Südbadenliga: HCElgersweier – HSG Konstanz II (Samstag, 20 Uhr, Otto-Kempf-Sporthalle). – Nachdem sich die U23 langsam wieder an die Spitzenplätze herangekämpft hat, steht der jüngsten Mannschaft der Liga am Samstag eine echte Bewährungsprobe bevor. Der Gastgeber aus der Ortenau war in den vergangenen vier Spielen dreimal erfolgreich, die Konstanzer konnten sogar die zurückliegenden fünf Spiele für sich entscheiden. Es spricht alles für ein hochklassiges Duell, in dem die Zweitliga-Reserve unbedingt den Anschluss nach oben wahren möchte.

Doch Trainer Matthias Stocker warnt: „Gegen Kappelwindeck/Steinbach waren wir körperlich überlegen. In Elgersweier wird das nicht der Fall sein.“ Allen voran hat Stocker vor Christopher Räpple großen Respekt, der in der vergangenen Saison noch die Fäden im Spiel des damaligen Zweitligisten SG Leutershausen zog und nun Dreh- und Angelpunkt bei seinem Heimatverein ist. Er führte sein Team zum 29:21-Sieg in Sinzheim – ein echtes Ausrufezeichen, das der HSG zwar genutzt hat, nun aber Anlass für großen Respekt ist. „Wenn wir so spielen“, hatte sich Stocker sich nach dem 32:19 gegen Kappelwindeck/Steinbach am vergangenen Wochenende gefreut, „dann macht es Spaß. Wir müssen aber jeden Gegner ernst nehmen.“

Ziel sei es, sich im Vergleich zur Hinrunde deutlich weiterzuentwickeln und sich in jedem Duell besser als vor einem halben Jahr zu präsentieren. „Den Beweis dafür können und müssen wir auch in Elgersweier erbringen“, fordert der 30-Jährige. Zuletzt wurde diese Maxime mit bestmöglicher Ausbeute in der Rückrunde erfüllt, doch die Konstanz über einen längeren Zeitraum ist nach wie vor das Sorgenkind von Stocker. „Wir müssen zusehen, dass die extremen Ausschläge nach unten nicht mehr vorkommen, das wäre ein riesiger Fortschritt“, sagt der HSG-Coach. Gelingt dies, könnte man vielleicht sogar wieder im Titelrennen mitmischen.

Es gibt noch genug Arbeit

Doch der B-Lizenzinhaber fordert zunächst Taten von seinen Spielern. „Wir sind da, wo wir hinwollen“, hält er fest, „aber wir tun gut daran, nur auf uns zu sehen. Da gibt es genug Arbeit.“ Arbeit, die ihre ersten Früchte trägt. Das Ziel, sich besser als in der Hinrunde zu präsentieren, wurde bislang eindrucksvoll erfüllt. Die nächste Aufgabe hält er für besonders anspruchsvoll, auch weil Elgersweier im Hinspiel beim 22:36 deutlich unter seinen Möglichkeiten gespielt habe. „Elgersweier ist viel stärker, als es dieses Spiel vermuten lässt – vor allem daheim“, mahnt Stocker höchste Konzentration an. „Das wird richtig schwer.“

Dennoch ist sein Ziel, auch dort zu bestehen. Grundstein soll ein ebenso gutes Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhütern sein wie zuletzt. „Wir müssen unser Potenzial auf die Platte bringen, dann haben wir eine Siegchance“, ist Stocker überzeugt und lobt: „Es macht natürlich Spaß, wie sich die Jungs entwickeln und gerade auftreten.“ (joa)