Fußball, Verbandsliga: 1. FC Rielasingen-Arlen – SC Pfullendorf (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Talwiese). – Spannung pur vor dem ersten Derby in dieser Saison auf der Talwiese. Der 1. FC Rielasingen-Arlen konnte am vergangenen Spieltag den Abstand auf Platz zwei bis auf drei Punkte verringern. Nach dem Fehlstart ist die Mannschaft in den vergangenen Wochen durchgestartet. Die Hegauer stellen mit 32 erzielten Toren die beste Offensive der Liga. Die beiden Ex-SCP-Spieler Nedzad Plavci und Silvio Battaglia trafen jeweils zehn Mal. Somit geht die Mannschaft von Michael Schilling und seinem Co-Trainer Claudio Lettieri zuversichtlich in die Partie. Das Team setzt die Philosophie des Trainers schon nach wenigen Wochen um. Außerdem überzeugte die Mannschaft immer wieder mit ihrer Spielweise, obwohl wichtige Spieler mit teils langfristigen Verletzungen ausfielen. Dennoch bleibt die Situation durchaus angespannt. Vergangenes Wochenende standen gerade noch drei Einwechselspieler (plus ein Torhüter) auf der Bank zur Verfügung. Diese Woche hat sich dann auch noch Silvio Battaglia krank abgemeldet, die Sorgen sind also nicht kleiner geworden. Das Trainerteam hofft zumindest auf eine Rückkehr der kranken Spieler.

Nachdem es beim SC Pfullendorf vor dem Heimspiel gegen den FC Auggen kräftig geknirscht hatte und Teile der Mannschaft vom Präsidium aufgrund ihrer Einstellung kritisiert worden waren, zeigte der Aufsteiger gegen den Tabellendritten beim 3:0-Heimsieg eine starke Reaktion. Nach einer Minikrise mit zwei Niederlagen in Folge sowie drei Heimniederlagen in Serie, beendete das Team von Trainer Marco Konrad seine kleine Durststrecke. Dies unter den Augen von Michael Schilling, der eine Pfullendorfer Mannschaft sah, die ihm sehr gut gefiel. Entsprechend werde er die eigene Mannschaft auf die schwere Aufgabe vorbereiten. Die Punkte sollen auf der Talwiese bleiben. Die Hegauer möchten die Bilanz (16 Punkten aus den vergangenen sechs Spielen) weiter aufbessern. (te)

Der SC Pfullendorf atmete nach dem Erfolg durch. „Jeder Sieg tut natürlich gut. Wir konnten uns endlich mal belohnen für ein starkes Spiel“, analysiert der Pfullendorfer Coach Konrad.

„Rielasingen wird sehr offensiv und nach vorne orientiert spielen. Sie werden früh attackieren und haben eine sehr hohe Qualität. Das wird für uns eine knifflige Aufgabe, denn seit ihrem Trainerwechsel haben sie einen sehr guten Lauf“, sagt Konrad. Er fordert von seiner Mannschaft „eine hohe Laufbereitschaft und eine gute Einstellung. Wir müssen den Ball laufen lassen und auf unsere Grundtugenden setzen. Natürlich benötigen wir auch ein Quäntchen Glück, aber das müssen wir uns erarbeiten. In neun unserer zehn Spiele konnten wir unsere Leistung abrufen, daher bin ich optimistisch.“

Dass die Partie aufgrund der Platzsperrung auf dem Kunstrasen stattfindet , sieht der SCP-Trainer nicht als Nachteil: „Darüber mache ich mir keine Gedanken. Wir haben in der Vergangenheit gute Spiele auf Kunstrasen gemacht. Die Umstellung wird kein Problem für uns sein.“

Personell sieht die Lage gut aus. Bis auf den Langzeitverletzten Marco Aicher stehen alle Spieler zur Verfügung. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir bis auf Marco keine angeschlagenen Spieler haben. Das zeigt, dass wir im Training hart arbeiten und fit sind“, so der SCP-Trainer. (stl)

Radolfzell beim Tabellendritten

FC Auggen – FC 03 Radolfzell (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Auggen). – Der FC Auggen liegt weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz. Nach einer starken Siegesserie ist der Motor allerdings ins Stottern geraten. In den beiden vergangenen Spielen in Freiburg und Pfullendorf gab es kein Erfolgserlebnis für die Gastgeber. Die Offensive um Bastian Bischoff und Nils Mayer blieb dabei torlos. Trainer Marco Schneider wird die Mannschaft daher sicherlich an die erfolgreicheren Spieltage erinnern und die letzten Eindrücke aus dem Auswärtsspiel in Pfullendorf verarbeiten, damit die Mannschaft im Heimspiel die richtige Antwort geben kann.

Beim FC Radolfzell sind bis auf den am Knie verletzten Robin Niedhardt alle Spieler einsatzfähig. Das gibt Trainer Steffen Kautzmann die Möglichkeit, die beste Elf auf den Platz zu schicken, um dem kampfstarken FC Auggen Paroli bieten zu können. Da der FC Radolfzell auswärts bisher mit Ausnahme in Offenburg immer punktete, ist das Team in Auggen nicht chancenlos. In einem harten und schwierigen Heimspiel gegen Kuppenheim wurde durch den knappen Sieg die derzeitige Form untermauert. Die Platzierung in der Tabelle ist keine Überraschung mehr, sodass die Mannschaft selbstbewusst auftreten kann.

An der Einstellung der jungen Radolfzeller Mannschaft wird es nicht fehlen, um mit einem positiven Ergebnis an den Bodensee zurückzureisen. (rg)