Fußball, Landesliga: Drei Siege in Folge haben dafür gesorgt, dass der FC Hilzingen vom letzten Rang auf Position elf springen konnte. Der lange fast schon nicht mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga ist wieder greifbar, zumal die Formkurve der Elf von Trainer Jochen Sigg nach oben geht. Hilzingen belegt in der Rückrundentabelle Rang vier.

Der 2:1-Sieg beim Rivalen SC Konstanz-Wollmatingen war nicht unverdient. Ein frühes Tor – die Gastgeber hatten einen Freistoß und waren beim schnellen Konter anfällig – spielte den Hegauern dabei in die Karten. „Das war unser Matchplan, der voll aufgegangen ist: Die Konstanzer das Spiel machen lassen, da wir wussten, die stehen hinten gut, und dann kontern“, verrät Sigg seine Erfolgsstrategie und hebt dabei vor allem die Effektivität seiner Akteure heraus. In der ersten Hälfte konnte man von einer nahezu hundertprozentigen Chancenauswertung der Gäste reden.

Auch sein Gegenüber, SC-Interims-Coach Philip Weidmann, räumt ein: „Hilzingen hatte mehr Strom und war cleverer als wir und hat sich dadurch irgendwie das Glück auch verdient.“ Dennoch wurmt ihn natürlich, dass beide Gegentore vermeidbar waren.

Zweifelsfrei war es kein berauschendes Fußballfest, die Bedeutung des Spiels sorgte für reichlich Nervosität und nur selten planvoll vorgetragene Spielzüge. Die Gäste agierten jedoch überaus konzentriert und sahen nicht wie Absteiger aus. Der SC Konstanz-Wollmatingen hingegen muss versuchen, das Aufbäumen der letzten Spielminuten in den folgenden wichtigen Spielen vom Anpfiff weg auf den Platz zu bringen. Denn es geht jetzt Schlag auf Schlag, und bei noch sieben ausstehenden Partien reduzieren sich zunehmend die Möglichkeiten, Ausrutscher auszubügeln.

Noch sind die sechs Teams im Tabellenkeller eng beieinander, der FC Hilzingen ist noch lange nicht gerettet, der SC Konstanz-Wollmatingen noch lange nicht abgestiegen, aber die Spiele haben zunehmend Endspielcharakter. Schon am kommenden Wochenende tritt die Elf von Philip Weidmann beim Tabellennachbarn und Schlusslicht SV Obereschach an. „Vor zehn Tagen, als ich angefangen habe, waren zwölf Mann im Training, wir hatten elf Punkte und keiner hat mehr an uns geglaubt. Jetzt sind 20 Mann im Training, alle ziehen mit, punktemäßig ist wieder alles offen, und die Zuschauer glauben wieder an uns!“, fasst Weidmann die Lage zusammen.

Auch Jochen Sigg freut sich über den positiven Trend und eine spannende Endphase. „Nach der Vorrunde war klar, dass das bis zum Schluss eng bleiben wird. Aber ich bin jetzt schon stolz, was die Mannschaft geleistet hat, zuletzt die drei Siege in Folge“, sagt der Hilzinger Trainer.