Fußball, Landesliga: „Für solche Spiele sind wir aufgestiegen! Das war spannend bis zum Schluss, und zudem konnten meine Spieler dabei viel lernen!“, fasst Helmut Wunderlich, Trainer des Landesliga-Neulings SV Denkingen, das Gastspiel beim FC Bad Dürrheim zusammen. Natürlich will jeder Trainer aus jedem Spiel etwas Zählbares mitnehmen. Auch beim Gastspiel beim Schwarzwälder Meisterschaftsfavoriten war, nicht zuletzt auch durch den aus Denkinger Sicht recht erfolgreich verlaufenen Saisonstart, das Ziel keineswegs nur Schadensbegrenzung. Am Ende hieß es 1:1, obwohl der Gast aus dem Linzgau in der Schlussphase in Unterzahl war – immerhin ein Punkt für den Aufsteiger aus dem Linzgau.

„Ich bin schon sehr zufrieden, die Mannschaft spielt im Moment recht gut. Denn wir holen unsere Punkte ja nicht nur mit Glück. Der 3:1-Sieg gegen den FC Neustadt war hochverdient und auch jetzt der Punkt in Bad Dürrheim. Sicherlich hatte der FC Bad Dürrheim in der Summe mehr Chancen, aber wir hatten die klareren“, so Wunderlichs Rückblick auf die beiden Spiele gegen die hoch gehandelten Verbandsliga-Absteiger. Und hinzu kommt ja auch noch ein 2:0-Erfolg über den FC Singen 04 zum Saisonauftakt. Der gute Stand, den der SVD aktuell in der Tabelle hat, ist daher nicht etwa einem leichten Auftaktprogramm zuzuschreiben.

Und auch der SVD-Coach wundert sich ein wenig: „Ich bin schon überrascht, wie schnell sich die Mannschaft nach dem Aufstieg in der Landesliga etabliert hat. Dass wir Qualität haben, war mir aber von Anfang an klar“, sagt Wunderlich. Und jetzt, nach der durchaus erfolgreichen Startphase, kommt auch noch Selbstvertrauen hinzu, während der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, ein wenig nachlässt.

Ein Beispiel, wozu das führen kann, ist SVD-Stürmer Jonathan Scheike, der auch in Bad Dürrheim wieder erfolgreich war. Im Vorjahr, in der Bezirksliga, brachte er es in der gesamten Runde auf 13 Treffer. Nun hat er nach nur sechs Spielen schon acht Tore erzielt und ist damit gleichauf mit dem Top-Torjäger der Liga, mit dem Überlinger Marc Kuczkowski.

Und auch wenn das Aufeinandertreffen der beiden Goalgetter am kommenden Wochenende mit Blick auf die Tabelle das Landesliga-Spitzenspiel ist, bremst Wunderlich die Euphorie ein wenig. „Das war bisher richtig gut – für unsere Verhältnisse. Aber das sind nur 13 Punkte für den Klassenerhalt. Es bleibt unser Ziel, möglichst früh die 40-Punkte-Marke zu erreichen“, betont der SVD-Trainer, dass man sich von der Tabellensituation – sowie der Punktabzug des FC 08 Villingen II in der Tabelle eingearbeitet ist, steht der SV Denkingen auf Rang zwei hinter Spitzenreiter FC Überlingen – nicht blenden lässt. Und er ergänzt: „Das ist eine Momentaufnahme, die man nicht überbewerten sollte. Aber dennoch wäre es schön, wenn wir den Schwung noch ein paar Wochen mitnehmen könnten.“