Frauenhandball, 3. Liga: Es war ein rundum gelungenes letztes Heimspiel beim SV Allensbach. 59 Tore präsentierten die Gastgeberinnen und die HSG Freiburg den etwa 350 Zuschauern. Die hielten in der Mehrzahl zum SVA und feierten den 33:26 (19:13)-Erfolg gebührend, ehe der Vorhang fiel für diese Saison am Riesenberg.

Wie immer, bevor es in die wohlverdiente Sommerpause geht, wurden einige Personen gewürdigt, die auf dem weiteren Weg nicht mehr dabei sein werden. Die Abschiede fielen in diesem Jahr weniger tränenreich aus, da es wohl keine große Fluktuation beim Drittligisten vom Bodensee geben wird. So bekam die seit 2011 für den SVA aktive Rückraumspielerin Denise Lizureck, die den Verein aus beruflichen Gründen verlässt, einen Blumenstrauß, ebenso wie Sarina Müller, die seit 2015 eine Allensbacherin war. Zudem verabschiedet wurden die langjährige Physiotherapeutin Anna Tataranni und der frühere Sportliche Leiter und Torwarttrainer Peter Liebl. Der war zwar nicht in der Halle, hatte aber im Internet für Diskussionen gesorgt, indem er den möglichen Abschied seines früheren Schützlings Stephanie Lukau für diesen Sommer prophezeite.

Die Torhüterin, die ein starkes letztes Heimspiel gegen Freiburg absolvierte, war jedenfalls bei den offiziellen Verabschiedungen nicht dabei. Sowohl die Spielerin als auch der Verein wollten sich nicht zu den laufenden Vertragsverhandlungen äußern.

Die Mannschaft bleibt also in der kommenden Saison im Wesentlichen zusammen. Auch Spielmacherin Steffi Hotz, die vor fast genau einem Jahr in den vermeintlichen Handball-Ruhestand getreten war und in der Zwischenzeit zurückgekommen ist, gab bekannt, ein weiteres Jahr beim SV Allensbach dranzuhängen.

„Mit der Entwicklung der Mannschaft können wir zufrieden sein – besonders, wenn man sieht, was für Einflüsse von außen auf uns eingewirkt haben“, zog denn auch der Teamchef Oliver Lebherz ein positives Fazit der abgelaufenen Runde. „Wenn wir in zwei, drei Spielen nicht einen kleinen Hänger gehabt hätten, stünden wir weiter oben, aber das gehört zum Lerneffekt“, fügte er hinzu.

So beendet das Team eine turbulente Saison mit vielen Wechseln auf der Trainerbank und im Vorstand als Tabellenvierter. Das steht bereits vor dem letzten Spiel am Sonntag beim Schlusslicht FSG Waiblingen-Korb II fest. Der Grund dafür ist der gelungene Auftritt im letzten Heimspiel gegen die HSG Freiburg. Die ist der einzige Verein, der nach Punkten noch mit den Allensbacherinnen gleichziehen könnte, das Lebherz-Team hat jedoch den direkten Vergleich mit den Breisgauerinnen deutlich für sich entschieden.