Damentennis2. Bundesliga

TC BW Würzburg

TC Radolfzell

3:6

Mit einem Blitzstart, zwei Siegen innerhalb von vier Tagen, hat der Aufsteiger TC Radolfzell als nun einziges ungeschlagenes Team auch gleich die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Bei den Radolfzellerinnen, die zweimal in identischer Aufstellung antraten, holten die üblichen Verdächtigen, Zuzana Kucova und Lenka Tvaroskova, wie schon beim Saisonauftakt, drei Matches, zwei weitere steuerten erneut Karolina Muchova und Caroline Werner bei, die in Würzburg gemeinsam auch ihr Doppel gewinnen konnten. Und das, obwohl die Gastgeber ihre beiden stärksten Spielerinnen, die unter den Top 300 der Weltrangliste platziert sind, aufgeboten hatten.

Während die hinteren Positionen beim TC Radolfzell sozusagen eine Bank sind, war das Spiel der Nummer eins Muchova eine Zitterpartie, denn beide Sätze wurden knapp im Tiebreak entschieden. Vor diesem Spieltag hatte die von Pavel Snobel gecoachte Muchova noch nie gegen die in der Weltrangliste etwa 70 Ränge besser platzierte Russin Ekaterina Alexandrova gewinnen können, am Sonntag aber unterstrich die 19-Jährige ihre starke Form.

Auch wenn die hinteren Spiele deutlich verliefen, so wäre ein 3:3 nach den Einzeln durchaus möglich gewesen, stand das Spiel lange auf der Kippe und erst nach fast sechs Stunden waren die Einzel beendet. So aber ging es mit einer 4:2-Führung in die Doppel und wieder einmal machten Kucova/Tvaroskova mit einem klaren und schnellen 6:1/6:0-Erfolg alles klar. „Der Spielstand sieht teils deutlich aus, drückt aber in keinem Fall die Dramatik des Spieltags aus“, bilanzierte Trainer Norman Bingeser. Erst auf der Heimfahrt erfuhr das Team, dass Lorsch überraschend in Offenbach verloren hatte und dass man damit an der Spitze steht.

Der Doppelspieltag über Pfingsten – der TC Radolfzell tritt zunächst in München beim TC GW Luitpoldpark an, am Montag dann kommt mit dem TC Olympia Lorsch einer der Titelanwärter auf die Mettnau – wird dann sicherlich Klarheit liefern, ob der TCR schon gleich wieder um den Titel mitmischt, wie vielfach spekuliert wird, oder ob es für den Aufsteiger zunächst nur um den Klassenerhalt geht. Auf jeden Fall dürften die Teams so kurz vor den French Open gut besetzt sein.

ErgebnisseEinzel: Alexandrova – Muchova 6:7/6:7, Lukas – Bachofer 7:5/6:3, Alves – Domachowska 7:5/6:2, Staudt – Werner 1:6/2:6, Boha – Kucova 2:6/1:6, Raevskaia – Tvaroskova 1:6/3:6.Doppel: Lukas/Alves – Bachofer/Domachowska 6:2/6:4, Alexandrova/Staudt - Muchova/Werner 1:6/1:6, Boha/Raevskaia - Kucova/Tvaroskova 1:6/0:6.