Mark Flekken: Der Niederländer war in dieser Saison noch ohne Fehl und Tadel, nun aber hat seine weiße Weste einen ersten Flecken. Bei der Niederlage gegen Frankfurt sah der SC-Torhüter beim zweiten Tor der Gäste schlecht aus. Den aus fast 40 Metern Entfernung getretenen Freistoß von Filip Kostic hätte Flekken schnappen müssen, so aber war das 0:2 ein echter Nackenschlag. – Note: 4

Lukas Kübler: Der „Kübi“ bemühte sich – wie immer. Es zeigten sich aber Schwächen – wie meist. Und dann hatte der Rechtsverteidiger vor dem 0:1 auch noch Pech, als sein Abwehrversuch in einen Querschläger mündete, der von Lindström prompt zum 0:1 genutzt wurde. Kübler hatte viele offensive Freiheiten, die er aber nicht nutzen konnte. – Note: 4,5

Philipp Lienhart: Der Österreicher hatte 103 Ballkontakte und damit die meisten aller Kicker. War defensiv tadellos und stets auch um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht. An ihm lag‘s nicht, dass es am Ende schiefging für den Sportclub. – Note: 3

Rafael Borré und Philipp Lienhart
Rafael Borré und Philipp Lienhart | Bild: Philipp von Ditfurth

Nico Schlotterbeck: Es war nicht sein Tag, der außerdem nach 45 Minuten endete. Kein Wunder freilich, denn der Einsatz des 21-Jährigen war bis zuletzt fraglich gewesen. Und so war der Auftritt dann auch: Wenig zu sehen von seinem enormen Selbstvertrauen, unerklärliche Ballverluste, ungenaue Pässe, wenig Offensivakzente. Aber da kann man angesichts seiner generell tollen Entwicklung auch mal sagen: Schwamm drüber! – Note: 4

Manuel Gulde: Der Innenverteidiger tauchte nach dem Spiel im offiziellen Statistikbogen auf, der unter den anwesenden Reportern verteilt wird. Es war eine positive Nachricht: Gulde war mit 73 Prozent gewonnener Zweikämpfe in dieser Disziplin nicht nur bester Freiburger, sondern überhaupt der überragende Akteur auf dem Rasen. Dafür gibt‘s die Note 2,5.

Manuel Gulde und Frankfurts Rafael Borré kämpfen um den Ball.
Manuel Gulde und Frankfurts Rafael Borré kämpfen um den Ball. | Bild: Philipp von Ditfurth


Christian Günter: Der SC-Kapitän war wie immer viel unterwegs und wurde auch einige Male erfolgversprechend auf die Reise geschickt. Allerdings waren seine Flanken und Pässe diesmal nicht von der von ihm bekannten Güte. So verpufften leider all die guten Ansätze. Das kann der „Günni“ besser und das weiß er auch selbst. – Note: 3,5

Nicolas Höfler: Hatte etliche gute Szenen, so als er Jeong mit einem gefühlvollen Heber eine große Chance auflegte, die der Südkoreaner aber vergab. So als er nach einem Grifo-Freistoß mit seinem Kopfball am Pfosten des Frankfurter Tores scheiterte. Zwischendurch unterliefen dem Spielgestalter aber auch einige Fehler, die den in Summe positiven Eindruck schmälerten. – Note: 3

Maximilian Eggestein: Ein Auftritt mit Licht und Schatten. Emsig, kampf- und laufstark, aber im Zweikampf nicht immer der Geschickteste. Und irgendwie wird man beim Ex-Bremer den Eindruck nicht los, dass mit jedem Meter näher zum gegnerischen Tor die Wirkung nachlässt. Machte nach 69 Minuten Platz für Janik Haberer. – Note: 3,5

Maximilian Eggestein und Frankfurts Evan Ndicka
Maximilian Eggestein und Frankfurts Evan Ndicka | Bild: Philipp von Ditfurth

Vincenzo Grifo: Wuselig und einsatzfreudig wie zuletzt immer. Klappen wollte indes bei Weitem nicht alles. Als SC-Trainer Christian Streich in seiner ersten Analyse davon sprach, dass „die Standards diesmal nicht so gut“ waren, da war auch Grifo gemeint. Seine Ecken und seine Freistöße erzeugten nicht die gewünschte Wirkung, sieht man mal von Höflers Pfostentreffer nach Freistoß ab. Pech hatte der „Wintsche“ in der 57. Minute, als Tuta seinen Schuss vor der Torlinie wegdrosch. – Note: 3

Lucas Höler: Tolle erste Halbzeit. War immer anspielbar, machte die Bälle fest, wie das in der Fußballersprache heißt, wenn ein stürmer die Bälle, die ihm zugepasst werden, behauptet. Eine Torerfolg verhinderte Eintracht-Torwart Kevin Trapp, als er einen Flachschuss Hölers reaktionsschnell blockte. Die zweite Halbzeit war dann nicht mehr so stark, aber noch lange nicht schlecht. - Note: 2

Wooyeong Jeong: Hätte nach 36 Minuten die gerade mal zwei Minuten alte Frankfurter Führung nach einem gescheoten Höfler-Pass egalisieren und damit alles wieder auf null stellen können. Aber der Südkoreaner zögerte einen Augenblick zu lange, weg war die Chance. War viel zu viele Minuten nicht hundertprozentig im Spiel drin. Nach 69 Minuten für Roland Sallai raus. – Note: 4,5

Kevin Schade: Der junge Mann, der nächsten Sonntag seinen 21. Geburtstag feiert, kam zur zweiten Halbzeit für Schlotterbeck aufs Feld und machte von Anfang an viel Dampf. Konnte zweimal nur mit rüden Fouls von Chandler und Tuta am Eindringen in den Strafraum gehindert werden, was beiden Frankfurtern die gelbe Karte einbrachte, aber eben auch mögliche Torchancen der Freiburger vereitelte. Kam zweimal zu Möglichkeiten, sein erstes Bundesligator für den Sportclub wollte jedoch nicht fallen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. – Note: 2,5

Janik Haberer: Kam in der 69. Minute für Maximilian Eggestein in die Partie, konnte aber keine wesentlichen Akzente setzen. – für den Kurzeinsatz Note: 3,5

Roland Sallai: Kam auch in der 69. Minute für Wooyeong Jeong ins Spiel. Lief und rackerte, blieb aber ohne große Wirkung. – für den Kurzeinsatz die Note 3,5

Roland Sallai und Freiburgs Trainer Christian Streich
Roland Sallai und Freiburgs Trainer Christian Streich | Bild: Philipp von Ditfurth

Noah Weißhaupt (85.) und Ermedin Demirovic (89.) kamen für Lukas Kübler und Vincenzo Grifo spät zum Einsatz, sie bleiben ohne Bewertung.