Dem SC Freiburg droht in der Europa League ein Auswärtsspiel ohne Fans. Wie die Europäische Fußballunion UEFA am Freitag mitteilte, darf der Bundesligist wegen des Zündens von Pyrotechnik seiner Anhänger Mitte Oktober in Nantes für die kommende Partie im Europapokal auf fremdem Platz keine Eintrittskarten verkaufen.

Allerdings entschied die UEFA, diese Strafe für zwei Jahre auf Bewährung auszusetzen. Bei einem weiteren gravierenden Vorfall würde sie jedoch vollzogen werden. Zudem muss der Sport-Club eine Geldstrafe in Höhen von 30.000 Euro bezahlen sowie weitere 15.000 Euro wegen eines offenbar provokanten Plakats seiner Fans.

Freiburg-Torwart versuchte Fans zu beruhigen

Beim 4:0-Sieg beim FC Nantes am 13. Oktober war in beiden Fan-Blöcken Pyrotechnik abgebrannt worden. Nach dem Tor zum 1:0 waren aus dem Freiburger Block auch Böller zu hören gewesen, SC-Torhüter Mark Flekken versuchte die Zuschauer mit Gesten zu beruhigen. Rund 2000 Freiburger Fans waren mit nach Westfrankreich gereist, ein geplanter Fanmarsch fand wegen des Nieselregens aber nicht statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier hatte die Leuchtraketen nach dem Spiel verurteilt. „Das ist ein No-Go“, sagte er. „Raketen und Böller sind extrem gefährlich.“

Natürlich sei es „überragend, wie groß der Zuspruch ist“, sagte Saier über die etwa 2000 mitgereisten Anhänger, „aber das tat heute schon weh. Pyro ist vom Verein abzulehnen. Das war eine andere Stufe, und die hatten wir bei uns bislang noch nicht“.

Gegen Gastgeber Nantes verhängte die UEFA eine Strafe in Höhe von 20.000 Euro sowie die Schließung eines Teils des Stadions. Letzteres ist jedoch ebenfalls für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. (dpa)