Freiburgs Torwart Florian Müller
Freiburgs Torwart Florian Müller | Bild: Tom Weller/dpa

Florian Müller: Beim 0:1 nach sieben Minuten hatte Freiburgs Torhüter noch Pech, weil er zwar den Schuss von Didavi stark parierte, Wamangituka aber abstauben konnte. Anschließend war Müller erste Sahne – und das Glück ihm hold. Beim Elfer von Gonzalez blieb er so lange stehen, auf dass der Argentinier prompt seine Selbstsicherheit verlor und den Ball fast in Zeitlupe aufs von ihm aus rechte Eck beförderte – und genau da war der SC-Keeper parat. In der zweiten Halbzeit mehrfach bärenstark, vor allem gegen Mavropanos, dessen Schuss aus Nahdistanz Müller per Fußabwehr unschädlich machte. – Note: 1

Jonathan Schmid
Jonathan Schmid | Bild: Patrick Seeger/dpa

Jonathan Schmid: Nach Verletzungspause wieder zurück. Hatte auf seiner rechten Seite mit Stuttgarts Bestem, Silas Wamangituka, einige Probleme. Vor dem 0:1 ließ der VfB-Angreifer ihn einfach stehen und auch danach sah Schmid einige Male den Rücken des wuseligen Kongolesen. Im Spiel nach vorne sah‘s besser aus für den Franzosen. Nach 74 Minuten war Schluss für ihn, Lukas Kübler ersetzte ihn. – Note: 3,5

Philipp Lienhart erkämpft sich den Ball
Philipp Lienhart erkämpft sich den Ball | Bild: Patrick Seeger/dpa

Philipp Lienhart: Gegen Frankfurt hatte der Österreicher im Mittelfeld aushelfen müssen, was ihm nicht so behagte. Seine ihm eigene Ballsicherheit habe er da etwas verloren, hatte SC-Trainer Christian Streich erkannt – und das setzte sich nun auch auf der gewohnten Verteidigerposition in der Anfangsphase noch fort, in der Lienhart einige ungenaue Pässe spielte. In Halbzeit zwei, als Stuttgart alles oder nichts spielte, hatte er oft ein Bein dazwischen. – Note: 3

Keven Schlotterbeck gegen Robert Lewandowski
Keven Schlotterbeck gegen Robert Lewandowski | Bild: Lukas Barth-Tuttas/afp

Keven Schlotterbeck: Gegen Frankfurt unterlief dem jungen Burschen ein Eigentor mit dem Po, was seiner Meinung natürlich für den A... war. Gegen Stuttgart mit überragendem Stellungsspiel und in Kopfballduellen geradezu riesig. Für so einen Auftritt wurde die Formulierung Fels in der Brandung erfunden. Klasse! – Note: 1

Manuel Gulde am Ball.
Manuel Gulde am Ball. | Bild: Guido Kirchner/dpa

Manuel Gulde: Abgeklärt, abgeklärter, Gulde! Der Innenverteidiger, der sich seinen Stammplatz redlich verdient hat, lässt sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen. Auch gegen stürmische Stuttgarter nie in einer Paniksituation. Und siehe da: diesmal auch im Spielaufbau mehrfach mit Ideen und starken Pässen. – Note: 2

Christian Günter
Christian Günter | Bild: Patrick Seeger/dpa

Christian Günter: So und nicht anders wünscht man sich den Kapitän des Sportclubs auf der linken Seite. In Halbzeit eins liefen mehrere schnelle Freiburger Angriffe über den 27-jährigen Linksfuß. Der Tennenbronner mit dem eingebauten Turbolader bereitete das 1:1 durch Demirovic vor. Hätte Demirovic nach seineem Eckball getroffen oder kurz vor der Pause Haberer nach einem grandiosen Spielzug über Günter und Grifo die Chance zum 3:1 genutzt, wären es sogar noch mehr Assists gewesen. In Halbzeit zwei war Wamangituka, der die Seite wechselte, der Gegner. Ein tolles Duell, das Günter verbissen führte – und gewann. Stark! – Note: 1

Nicolas Höfler
Nicolas Höfler | Bild: Patrick Seeger/dpa

Nicolas Höfler: Nach seiner Gelbsperre gegen Frankfurt natürlich wieder zurück. Diesmal nicht ganz so auffällig wie zuletzt, aber stets präsent. Gewohnt gute Ballsicherheit, kluges Aufbauspiel. Beim Ausgleich zum 1:1 mit einem wie an der Schnur gezogenen Steilpass auf Flankengeber Günter beteiligt. – Note: 2,5

Janik Haberer
Janik Haberer | Bild: Uwe Anspach/dpa

Janik Haberer: Eine schöne Geschichte ist das, dass der Mittelfeldakteur nach langer Verletzungspause urplötzlich wieder mitmischt. Erst als Einwechselspieler in München, dann gegen Frankfurt und nun Stuttgart von Beginn an. Gewohnt laufstark hätte Haberer seine passable Leistung nach 43 Minuten mit dem 3:1 krönen können, sein Schuss geriet aber zu schwach. Zwei Minuten später stand er Wamangituka im eigenen Strafraum auf den Fuß – Elfmeter für den VfB. Den aber parierte ja sein Kumpel Müller zwischen den Pfosten. – Note: 3

Vincenzo Grifo
Vincenzo Grifo | Bild: Uwe Anspach/dpa

Vincenzo Grifo: Im ersten Durchgang mehrfach im Duett mit Christian Günter überzeugend. Vorlagengeber zu drei Freiburger Chancen, selbst zum Abschluss kam der italienische Nationalspieler nicht. Nach einer Stunde durfte der 27-Jährige mal vorzeitig Schluss machen. – Note: 2,5

Wooyeong Jeong
Wooyeong Jeong | Bild: Tom Weller/dpa

Wooyeong Jeong: Auftritt mit Licht und Schatten. Strahlender Höhepunkt war das Tor zum 2:1 nach 38 Minuten, das am Ende auch der Siegtreffer war. Hier ging der Südkorener nach toller Hacken-Vorarbeit von Demirovic und einem Fehler des Stuttgarters Stenzel entschlossen zu Werke, in anderen Szenen dagegen nicht, sonst hätten es zwei oder gar drei Treffer sein können. Technisch starker Kicker, der sich durch gelegentliche Hektik in Ballnähe noch selbst etwas im Weg steht. Nach 80 Minuten war Jeong platt, für ihn kam Til. – Note: 3

Ermedin Demirovic
Ermedin Demirovic | Bild: Uwe Anspach/dpa

Ermedin Demirovic: Prima Auftritt des Vollblutstürmers. Das 1:1 erzielte er selbst, das 2:1 durch Jeong bereitete er mit einem sensationellen Hackentrick vor. In der 28. Minute hämmerte er nach einem Eckball von Günter die Kugel aus spitzem Winkel aufs Tor, doch VfB-Schlussmann Kobel parierte mit den Füßen. Der 22-Jährige ist derzeit der beste Torvorbereiter der Liga. Erst mal am Ball, schirmt er diesen clever ab. Nach etwa 75 Minuten mit seinen Kräften aber sichtlich am Ende, durfte er kurz darauf raus. – Note: 2

Lucas Höler
Lucas Höler | Bild: Patrick Seeger/dpa

Lucas Höler: Kam in der 60. Minute für Vincenzo Grifo, konnte aber wenig Entlastung inszenieren für die stark beanspruchte Freiburger Defensive. Stattdessen mit einigen leichten Ballverlusten. Für 30 Miuten nur die Note 4.

Yannik Keitel: Der 20-Jährige ersetzte nach einer Stunde Janik Haberer und brauchte nur sechs Minuten, um sich für ein Foul an Klimowicz die gelbe Karte abzuholen. War bis zum Schluss mit reiner Defensivarbeit beschäftigt und behielt klaren Kopf. Dafür gibt‘s die Note 3.

Die in der Schlussviertelstunde eingewechselten Lukas Kübler (74.), Nils Petersen und Guus Til (beide 80.) bleiben ohne Bewertung.