Florian Müller: Beim Gegentor durch Kramaric war Freiburgs Torhüter chancenlos, weil Hoffenheims Torjäger im Fünfmeterraum unbedrängt köpfen konnte. Dessen ersten Versuch zehn Minuten davor hatte Müller glänzend pariert. Gewohnt zuverlässig und absolut fehlerlos, deshalb hatte er sich das Glück auch verdient, als Skovs fulminanter Schuss an die Latte krachte. – Note: 2

Freiburgs Torwart Florian Müller
Freiburgs Torwart Florian Müller | Bild: Tom Weller /dpa

Jonathan Schmid: Von Beginn an wie schon zuletzt gegen Schalke auf Betriebstemperatur. An vielen guten Angriffsaktionen über die rechte Seite beteiligt. Nicht alles klappte, aber das Meiste. – Note: 3

Jonathan Schmid (Freiburg)
Jonathan Schmid (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Philipp Lienhart: Vor dem 0:1 überlistete Kramaric den Freiburger Innenverteidiger mit einer blitzschnellen Absatzbewegung. So konnte der Blondschopf dem erfolgreichen Kopfball des Hoffenheimers nur nachschauen. In Summe aber eine zufriedenstellende Partie. – Note: 3

Philipp Lienhart (Freiburg)
Philipp Lienhart (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Keven Schlotterbeck: Vier Tage vor seinem 24. Geburtstag klappte beim Linksfuß wenig. Fahrig im Abspiel, mit Mängel im Zweikampfverhalten – und dazu noch in ein paar Szenen schlicht einen Tick zu langsam. Vor dem 0:1 entwischte ihm Bebou, der dann präzise flankte und seinem Kollegen Kramaric den krönenden Kopfball leicht machte. Und in Halbzeit zwei wurde Schlotterbeck von Adamyan abgehängt, sein Foulkspiel brachte ihm zurecht die gelbe Karte ein. Nach 68 Minuten gegen Gulde ausgewechselt. – Note: 4,5

Keven Schlotterbeck (Freiburg)
Keven Schlotterbeck (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Dominique Heintz: Auch er mit einigen Unkonzentriertheiten, die sich in ungenauen Pässen ausdrückten. Im Spiel nach vorne konnte Heintz keine akzente setzen. Defensiv allerdings stabil. – Note: 3,5

Dominique Heintz (Freiburg)
Dominique Heintz (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Christian Günter: Der Kapitän war in den Heimspielen gegen Augsburg und Schalke überragend. An diesen Leistungen gemessen war Günters Auftritt gegen Hoffenheim einer aus der Kategorie Durchschnitt. Gegen Schalke zweifacher Torschütze aus der Distanz kam der Linksverteidiger diesmal nur einmal zu einem Abschluss, der allerdings geblockt wurde. – Note: 3

Christian Günter (Freiburg)
Christian Günter (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Yannik Keitel: Der 21-Jährige rückte für Jean-Baptiste Santamaria, der gelb-gesperrt passen musste, in die Startelf. Das war keine Überraschung, sondern hatte sich nach dem Lob, das Trainer Christian Streich zuletzt für den jungen Mann parat gehabt hatte, angedeutet. Einiges ging schief, anderes klappte, ist sicher noch einige Luft nach oben. Nach 68 Minuten rauf für Tempelmann. – Note: 3,5

Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa kämpfen um den Ball.
Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa kämpfen um den Ball. | Bild: Friso Gentsch /dpa

Nicolas Höfler: Ganz klar bester Freiburger! Hatte mal wieder alles Hand und Fuß, was Höfler anpackte. Geschickt und im Zweifel auch giftig im Zweikampfverhalten, mit gutem Auge für freie Räume, vielen intelligenten Pässen. Mit etwas Glück hätte es sogar den Torschützen Höfler gegeben. Doch in der Nachspielzeit wurde sein Schuss von der Stafraumgrenze aus von einem Hoffenheimer Bein zur Ecke abgefälscht. – Note: 1,5

Nicolas Höfler (Freiburg)
Nicolas Höfler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Roland Sallai: Oh ja, der Ungar war zuletzt ein rechter Wirbelwind. Daran schien er direkt anknüpfen zu wollen, in der Anfangsphase lief es noch ordentlich. Doch zu bald fand auch der erfolgreichste Freiburger Saisontorschütze kein Schlupfloch mehr im Deckungsverbund der Hoffenheimer. Nach 68 Minuten war Schluss, für Sallai kam Grifo. – Note: 4

Roland Sallai (Freiburg)
Roland Sallai (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Ermedin Demirovic: Der Angreifer leistete sich mehrere fehlerhafte Abspiele, einmal sogar in so lässiger Manier, dass draußen an der Seitenlinie SC-Trainer Streich kurz vor einem mittleren Tobsuchtsanfall stand. Seine beste Szene war ein starker Schuss nach 70 Minuten, doch Oliver Baumann, der frühere Freiburger im Tor der Kraichgauer, machte Demirovic einen Strich durch die Rechnung. Zehn Minuten später war Demirovic reaktionsschnell vor Gegenspieler Vogt am Ball und wurde so von dem gefoult. Elfmeter nach Videobeweis, Tor durch Grifo, das 1:1 – und Assist für Demirovic. – Note: 4

Ermedin Demirovic (Freiburg)
Ermedin Demirovic (Freiburg) | Bild: Uwe Anspach /dpa

Lucas Höler: Schwacher Auftritt. Nur ein einziges Mal richtig im Spiel, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß frei zum Schuss kam und den Ball an die Latte setzte. Allerdings stand Höler abseits, weshalb der erfolgreiche Nachschuss von Demirovic keinen Eingang in die Wertung fand. Der Mann mit dem Zopf schien auch etwas müde, vielleicht sprang ihm ja deshalb oft die Kugel vom Fuß. Musste nach 77 Minuten Platz machen für Petersen, das war eindeutig zu spät. – Note: 5

Lucas Hoeler (Freiburg)
Lucas Hoeler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Manuel Gulde: Der Verteidiger ersetzte ab der 68. Minute den Kollegen Schlotterbeck und machte seine Sache in der ihm eigenen Unaufgeregtheit gut. – Note für den kurzen Auftritt: 2,5

Manuel Gulde (Freiburg)
Manuel Gulde (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Lino Tempelmann: Kam nach 68 Minuten für Keitel und überzeugte mit guter Lufarbeit und generell viel Einsatz. – Note für den Kurzauftritt: 3

Lino Tempelmann (Freiburg)
Lino Tempelmann (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Vincenzo Grifo: Der italienische Nationalspieler kam erstmals nach seiner Corona-Erkrankung wieder zum Einsatz. Nach 68 Minuten löste er den glücklosen Sallai ab. Und das erfolgreich in jeder Hinsicht: Grifo war es, der endlich richtig Schwung ins Freiburger Spiel brachte, und er war es auch, der den Elfmeter unhaltbar für Baumann in den linken Winkel zimmerte. – Note für den gelungenen Kurzauftritt: 1,5

Vincenzo Grifo (Freiburg)
Vincenzo Grifo (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Die beiden anderen Eingewechselten, Nils Petersen (77. für Höler) und Wooyeong Jeong (90. für Demirovic), bleiben ohne Bewertung.