Florian Müller: Freiburgs Torhüter hätte mit den nebenan hinter der Torauslinie sich in Bewegung haltenden Freiburger Ersatzspielern fast ununterbrochen Mau-Mau spielen können, so wenig zu tun hatte er gegen den Tabellenletzten. Erst in der 85. Minute musste Müller zeigen, was er drauf hat, als Schalkes Stürmeroldie Huntelaar im Fünfmeterraum zum Abschluss kam. Und Müller hat‘s drauf, er parierte den Schuss des Holländers und verteidigte die Null. – Note: 2

Freiburgs Torwart Florian Müller
Freiburgs Torwart Florian Müller | Bild: Tom Weller/dpa

Jonathan Schmid: Es war mal wieder einer der besseren Tage des Franzosen. Von Anfang an kampflustig, engagiert, mit Vorwärtsdrang. Viele gute Szenen im Zusammenspiel mit Santamaria oder Sallai oder Demirovic. Schnupperte zudem am zweiten Saisontor, doch S04-Keeper Fährmann boxte Schmids formidabel getretenen Freistoß in der 55. Minute über den Querbalken. – Note: 2

Jonathan Schmid (Freiburg)
Jonathan Schmid (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Philipp Lienhart: Der österreichische Abwehr-Haudegen spielt eine prima Saison. Immer Herr der Lage im Abwehrzentrum, mit gutem Auge und feinem Fuß stark im Aufbauspiel. Der Auftritt gegen die Schalker war so gut, dass man dem Burschen zum Dank eigentlich eine original Wiener “Eitrige mit oan Scharfn“ hätte spendieren müssen. Doch woher nehmen eine Käsekrainer mit scharfem Senf in einer Region, wo sie wurstkulinarisch eher zur französischen Merguez neigen... – Note: 2

Philipp Lienhart (Freiburg)
Philipp Lienhart (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Keven Schlotterbeck: Gelassen, gelassener, Schlotterbeck! Der junge Verteidiger, der am 28. April seinen 24. Geburtstag feiert, bewegt sich mit gutem Gespür für gegnerische Angriffszüge einigermaßen cool über dne Rasen. Und wenn‘s sein muss, ist sich der Herr auch nicht zu schade für einen veritablen Befreiungsschlag ins Seitenaus. – Note: 2,5

Dominique Heintz: Komplettierte neben Lienhart und Schlotterbeck die Freiburger Innenverteidigung. Stets Herr der Lage, zuverlässig, laufstark, zielsicher im Passspiel. Sah seine dritte gelbe Karte in dieser Spielzeit, natürlich ohne Folgen. – Note: 2,5

Dominique Heintz (Freiburg)
Dominique Heintz (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Christian Günter: Der Kapitän, schon im Heimspiel gegen Augsburg der beste Mann auf dem Platz, überraschte diesmal auf besondere Weise als “Hammer-Chris“. Gleich zweimal zog der Tennenbronner aus der Distanz ab, und zweimal rauschte die Kugel am sich streckenden Fährmann vorbei ins rechte Eck. Diese Treffsicherheit, gepaart mit der bei ihm selbstverständlichen Dynamik im Vorwärtsgang, dürfte den zuguckenden Bundestrainer beeindruckt haben. Wer weiß, vielleicht kriegt der gerade in Topform aufspielende Günter doch noch mal eine Chance in der Nationalelf. – Note: 1,5

Christian Günter (Freiburg)
Christian Günter (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Jean-Baptiste Santamaria: Gegen die Königsblauen kickte der Franzose so, wie man es sich beim Sportclub immer erhofft hat. Ständig anspielbar, stark im Zweikampf, lauffreudig, mit klugen Pässen und einer überragenden Vorarbeit zum frühen 1:0 durch Höler – das war klasse, weshalb Santamaria auch nach 60 Minuten vom Rasen durfte. Einziger Wermutstropfen: Er sah die fünfte gelbe Karte und muss deshalb im nächsten Spiel am kommenden Samstag gegen Hoffenheim zuschauen. – Note: 1,5

Baptiste Santamaria
Baptiste Santamaria | Bild: Uwe Anspach/dpa

Nicolas Höfler: In Bielefeld fehlte der Mittelfeldlenker wegen der Geburt des fünften Kindes – und schon stockte es im Aufbauspiel der Freiburger. Gegen Schalke begnügte sich Höfler mit solider Defensiv- und zuverlässiger Offensivarbeit. Den Glanz ließ er diesmal Nebenmann Santamaria. – Note: 3

Nicolas Hoefler (Freiburg)
Nicolas Hoefler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Roland Sallai: Als ob er dem Gallier Obelix gleich in Zaubertrank gefallen wäre, war der Ungar in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu stoppen. Nicht von den Schalkern, die er reihenweise umkurvte, und auch nicht von seinen Teamkollegen, denn als in der 19. Minute Ermedin Demirovic ganz gerne den von Schiedsrichter Reichel nach Videobeweis verhängten Elfmeter geschossen hätte, erbat sich Sallai den Ball. Er bekam ihn und schoss ihn mitten ins Tor zum 2:0. Mit Tor Nummer acht ist der 23-jährige Angreifer jetzt bester Bundesligatorschütze des Sportclubs in dieser Saison. – Note: 2

Roland Sallai (Freiburg)
Roland Sallai (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Ermedin Demirovic: Freiburgs zentraler Stürmer machte die Erfahrung, dass Schalker Kicker anno 2021 öfter mal den Gegner denn den Ball treffen. Zweimal musste der getretene bosnische Nationalspieler eine kurze Auszeit am Boden nehmen, zweimal auch beschwerte er sich bei Schiri Reichel. War eine knappe Stunde gut eingebunden in die Angriffe seiner Mannschaft, seine beste Torchance nach 27 Minuten machte Fährmann zunichte. – Note: 3

Archivbild: Ermedin Demirovic
Ermedin Demirovic (Archivbild) | Bild: Uwe Anspach/dpa

Lucas Höler: Erzielte bereits nach sieben Minuten sein viertes Saisontor. Von Santamaria mit einem perfekten Querpass durch den Fünfmeterraum maßgerecht bedient, beförderte Höler die Kugel ungehindert zum 1:0 in den Schalker Kasten. Der Rest war gutes Mittelmaß, mehr nicht mehr. – Note: 3

Lucas Hoeler (Freiburg)
Lucas Hoeler (Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Yannik Keitel: Nach einer Stunde schickte SC-Trainer Christian Streich den 21-Jährigen für Santamaria zu seinem siebten Bundesligaeinsatz aufs Feld. Zu diesme Zeitpunkt stand es freilich schon 4:0, die Messe war gelesen und der zuvor beständige Offensivdrang der Freiburger abgeflaut. Da gab es nurmehr wenig Lorbeer zu ernten. – Note: 3

Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa kämpfen um den Ball.
Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa kämpfen um den Ball. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Die anderen Eingewechselten, Wooyeong Jeong (77. für Höler), Changhoon Kwon (77. für Sallai), Nils Petersen (77. für Demirovic) und Lukas Kübler (79. für Schmid) bleiben ohne Bewertung.