Florian Müller: Der SC-Torwart sah beim 0:1 nicht gut aus. Anstatt konsequent herauszulaufen, zog sich der Freiburger Keeper zurück und fuhr zu allem Unglück bei Embolos Schuss auch noch das linke Bein nicht richtig aus. Machte seinen Fehler wieder gut, als er in den Schlussminuten gegen Patrick Herrmann den Punkt festhielt. – Note: 3,5

Jonathan Schmid: Den Fragebogen in der Stadionzeitung hatte diesmal der Franzose vorgehalten bekommen. Mit „harte Arbeit“, beantwortete er darin die Frage, was einen Fußballspieler besser mache. Einsatz und Fleiß stimmten dann auch gegen Gladbach. Dennoch war es in Summe erneut ein mäßiger Auftritt des Rechtsverteidigers, dem in der Vorwärtsbewegung die Überzeugung und im Passspiel die Präzision fehlt. – Note: 3,5

Philipp Lienhart: Eine starke Partie des Österreichers – und das nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Der Abwehrchef zeigte sich sachlich und konzentriert im Zweikampf, war aufmerksam beim Stopfen der Löcher im Defensivverbund. Und dazu gewohnt gut im Spielaufbau, das reicht allemal für eine richtig gute Zensur. - Note 2

Keven Schlotterbeck: Erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit er sich im dritten Saisonspiel ins abwechselnde 3-4-3 respektive 5-2-3-System der Freiburger integrierte. Kam in der 34. Minute frei zum Kopfball und vergab eine von unzähligen guten Freiburger Chancen. Einen Notenabzug gibt es aber deshalb nicht. – Note: 2,5

Manuel Gulde: Gewohnt stark im Kopfballspiel, gewohnt zuverlässig, gewohnt unauffällig. Der zurückhaltende Verteidiger wird in diesem Leben kein fußballerischer Exzentriker mehr werden. Aber vielleicht schätzt ihn sein Trainer gerade deshalb. – Note: 3

Christian Günter: Der Kapitän konnte in dieser Spielzeit noch nicht an die Auftritte aus der vergangenen Saison anknüpfen. War diesmal aber vor allem bei den Standards deutlich verbessert und strahlte wieder das Selbstvertrauen aus, das die Mannschaft derzeit gerade von den Führungsspielern dringend benötigt. – Note: 3

Jean-Baptiste Santamaria: Dem Franzosen gelang vor dem Freiburger 1:1-Ausgleichstreffer ein echtes Kabinettstückchen, als er einen hohen Ball mit links stoppte und mit dem rechten Fuß direkt per Fallrückzieher aufs Tor schoss. So ermöglichte er dem Kollegen Lienhart den Torerfolg, der im Fünfmeterraum nur noch einnicken musste. Starke erste, eher durchwachsene zweite Hälfte. - Note: 3

Nicolas Höfler: Und wieder ein Elfmeter, an dem Freiburgs Sechser beteiligt war! Nur dass Höfler diesmal nicht foulte, sondern selbst von Gladbachs Laimer gefoult wurde und so den Strafstoß bekam. Insgesamt ein starker Auftritt des Mannes, der in dieser Spielzeit schon oft zurecht kritisiert wurde. Hätte sein einziger Fehler, der Herrmann am Schluss eine Großchance eröffnete, zur Niederlage geführt, es wäre nach Höflers starkem Auftritt tragisch gewesen – und unverdient. - Note: 2,5

Lucas Höler: Die Nummer neun hatte in der 15. Minute die große Chance zur Führung, als er – von Günter und Demirovic prima freigespielt – auf Torwart Sommer zulief, erst den Pfosten traf und dann vom Abpraller überrascht wurde. Es war seine stärkste Szene in einem Spiel, in dem er ansonsten nur mit seiner Basisarbeit auffiel: unermüdliches Arbeiten und Fighten. Machte nach 74 Minuten Platz für Roland Sallai. - Note: 3,5

Vincenzo Grifo: Sicherer Elfmeterschütze zum zwischenzeitlichen 2:1, das allerdings nur 80 Sekunden Bestand hatte. In in der 78. Minute hatte der italienische Nationalspieler das 3:2 auf dem Fuß und scheiterte am Pfosten. Eine gute Partie, in der einer der Begabtesten im Kader auch Fleißpunkte sammelte. Grifo rannte und ackerte, bis er in der 85. Minute erschöpft ausgewechselt wurde. Widmete sein Tor einem Freund, der einen Todesfall in der Familie zu beklagen hatte. - Note: 2,5

Ermedin Demirovic: Gut im Anlaufverhalten, enorm fleißig und mannschaftsdienlich – für Trainer Christian Streich ist das die Grundvoraussetzung, um in Freiburg Stürmer zu sein. Knipser-Qualitäten konnte er nicht nachweisen. Diese könnte der Sportclub freilich gut gebrauchen. Ob Demirovic sie hat? Eine interessante Frage, auf die sie im Schwarzwald gerne eine positive Antwort hätten. Raus in der 74. Minute. - Note: 3,5

Nils Petersen: Der beste Joker der Bundesliga kam nach 74 Minuten für Ermin Demirovic – und hatte sofort die Riesenchance zum 3:2. Petersen aber schoss, ungewohnt für ihn, aus wenigen Metern über den Kasten. Dass er diese Gelegenheit ausließ, ärgerte ihn so sehr, dass er nach dem Schlusspfiff so aussah, als müsse ihn jetzt dringend jemand in den Arm nehmen. – bleibt ohne Bewertung.

Auch die anderen beiden Einwechselspieler, Roland Sallai (ab 74. Minute) und Guus Till (ab 83.) bleiben ohne Bewertung.