Mark Flekken: Fliegen musste der Holländer nicht, einmal aber in die Höhe springen, um einen schönen Kopfball des VfB-Sturmführers Sasa Kalajdzic über die Latte boxen zu können. Obwohl die Stuttgarter immer wieder versuchten, in den Freiburger Strafraum zu kommen, sie schafften es nicht. Und so hatte Flekken wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Was bleibt, ist die Ruhe, die er ausstrahlt, und das ist ja generell was wert. – Note: 2

Torwart Mark Flekken (SC Freiburg)
Torwart Mark Flekken (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Lukas Kübler: Wurde im Vorfeld der Partie ausdrücklich von seinem Trainer gelobt für eine Verbesserung in Sachen Stabilität. Früher sei der „Kübi“ leider immer wieder mal für ein schlechteres Spiel gut gewesen, jetzt aber sei er konstant zuverlässig. Eine Schrecksekunde hatte er freilich zu überstehen. Nach 35 Minuten wertete Schiedsrichter Tobias Stieler seinen Einsatz gegen Tibidi als Foul und zeigte auf den Elfmeterpunkt, doch Video-Referee Sven Jablonski korrigierte: Kein Foul, kein Strafstoß, Aufatmen bei Kübler und dem SCF. – Note: 3

Lukas Kuebler (SC Freiburg)
Lukas Kuebler (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Philipp Lienhart: Der österreichische SC-Abwehrchef hatte es immer wieder mit seinem Landsmann Kalajdzic zu tun, der ihn vor allem in der Luft forderte. Immerhin ist der Sasa auch 12 Zentimeter länger als der Philipp. Nur einmal kam Kalajdzic mit einem Kopfball durch, da aber war SC-Torhüter Flekken aufmerksam. Defensiv stabil, hatte Lienhart im Aufbauspiel den ein oder anderen ungewohnten Patzer. – Note: 3

Philipp Lienhart (SC Freiburg)
Philipp Lienhart (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Nico Schlotterbeck: Beim Pokalsieg in Hoffenheim war der 22-Jährige in Topform, gefiel defensiv wie im Vorwärtsgang. Gegen den VfB sah man Schlotterbeck nur selten in des Gegners Hälfte, dafür war er in seinem Hauptaufgabenbereich „Abwehr“ absolut sicher. Einige seiner weiten Pässe landeten allerdings in den falschen Füßen. – Note: 3

Nico Schlotterbeck (SC Freiburg)
Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Christian Günter: Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo hatte in den Tagen vor dem Spiel die Seinen ausdrücklich vor der „starken linken Seite“ des Sportclubs gewarnt. Ausschalten kann man das Duo Vincenzo Grifo/Christian Günter eigentlich nie so ganz, aber zumindest gelang es den Schwaben, den Vorwärtsdrang der SC-Kapitäns einigermaßen zu unterbinden. So blieb es bei einem soliden Auftritt Günters, mehr war nicht. – Note: 3

Nicolas Höfler: Der „Chicco“ war der beste Freiburger. Als habe er Teleskopbeine und zudem Klebstoff an den Füßen zog er die Bälle fast magisch an. Vor allem in Halbzeit zwei eine großartige Bilanz im Zweikampf und in der Balleroberung. Zudem brachte Höfler den Sportclub mit seinem 1:0 nach 37 Minuten auf die Siegerstraße. Ungerechterweise wurde der Treffer dann als Eigentor des VfB-Japaners Ito gewertet – von uns nicht! Auf jeden Fall top Leistung! – Note: 1,5

Nicolas Hoefler (SC Freiburg)
Nicolas Hoefler (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Maximilian Eggestein: In den ersten 30 Minuten missrieten dem geschickten Zweikämpfer einige gut gemeinte Pässe. In Halbzeit zwei allerdings neben dem glänzenden Höfler im Mittelfeld ebenfalls eine strahlender Punkt. War am 2:0 durch Kevin Schade beteiligt. Alles zusammen: stark . – Note: 2

Vincenzo Grifo: War der bessere des linken SC-Duos Grifo/Günter. Zeigte viel Einsatz, kreative Ideen, auch stark in Sachen Kilometerfressen. Trotz Chancen gab es diesmal aber keinen Grifo-Treffer. Wurde nach seinem vorzeitigen Abgang in der 74. Minute zurecht von Trainer Chritian Streich geherzt. – Note: 2

Vincenzo Grifo (SC Freiburg)
Vincenzo Grifo (SC Freiburg) | Bild: Hahne

Kevin Schade: Was soll man noch sagen über das Riesentalent? Erneut war der 20-Jährige voll im Spiel, erneut überzeugte er mit seinem Selbstvertrauen, seiner Schnelligkeit und seinem Spielverständnis. Und natürlich auch mit seinen Abschlussqualitäten: Nach Vorarbeit von Eggestein und Ermedin Demirovic sorgte Kevin allein vor dem VfB-Tor mit kompromisslosem Schuss zum 2:0 für die Entscheidung. – Note: 2

Lucas Höler: Er ist der Bundesligastürmer mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen. Er gehört auch zu den laufstärksten Angreifern der Liga. Und laut dem Fachmagazin Kicker war Höler in der Hinrunde sechstbester Stürmer im Oberhaus – und damit der beste mit deutschem Pass! Gegen Stuttgart verdiente er sich wieder einen imaginären Orden für Ballgewinne und Ballabsicherung. – Note: 2,5

Lucas Hoeler (FC Freiburg)
Lucas Hoeler (FC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Ermedin Demirovic: Im Netz geisterten zuletzt Informationen kreuz und quer, wonach der Stürmer den Sportclub verlassen und Hertha BSC ihn ausleihen wolle. Wer die innige Umarmung von Trainer Streich und dem „Demi“ nach der Partie gesehen hat, mag daran allerdings nicht glauben. Demirovic hat sich hart reingearbeitet ins Team und ist wieder absolut Startelf-tauglich. Lieferte die Kopfballvorlage zum 2:0 durch Schade. – Note: 2,5

Manuel Gulde: Kam nach 67 Minuten für den verletzten Lukas Kübler aufs Feld und erledigte seinen Job mit der ihm eigenen Ruhe und Gelassenheit. Guter Eindruck, solide, zuverlässig. – Note: 3

Wooyeong Jeong: Der Koreaner kam in der 74. Minute für Demirovic, war durchaus schnell im Spiel drin, konnte aber dennoch keine Akzente mehr setzen. – Note 3

Woo-Yeong Jeong (SC Freiburg)
Woo-Yeong Jeong (SC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Roland Sallai: Kam ebenfalls nach 74 Minuten zum Einsatz und ersetzte kurz nach dessen 2:0 Jungspund Schade. Wie es die Art des Ungarn ist, wuselte er gleich munter übers Feld. In der Nachspielzeit kam er nach einem Günter-Freistoß noch zu einer Kopfballchance, konnte den Ball aber nicht drücken. – Note: 3

Roland Sallai (FC Freiburg)
Roland Sallai (FC Freiburg) | Bild: Hahne, Joachim

Nils Petersen und Yannick Keitel: Die beiden wurden in der 86. Minute für Höler und Eggestein eingewechselt, für Heldentaten war da freilich keine Zeit mehr. Sie bleiben deshalb ohne Bewertung.