Mark Flekken: Seit diesem Jahr niederländischer Nationaltorwart, mit dem Verein auf Erfolgskurs – für den Keeper des SC Freiburg läuft‘s! Und wenn man dann wie jetzt gegen den VfL Bochum nur einen einzigen nennenswerten Schuss parieren muss, dann ist das Torhüterleben ein schönes. So war Flekken hauptsächlich beim Torabstoß oder im Kurzpassspiel mit den Vordermännern gefragt, da ist er sowieso firm. - Note: 2

Lukas Kübler: Und rumms! Da hatte ihm Nicolas Höfler den Ball mit einem tollen 40-Meter-Pass in den Lauf gelegt, schon ließ sich Freiburgs Rechtsverteidiger nicht zweimal bitten und hämmerte die Kugel mit Urgewalt zm 1:0 in den Winkel. Bis zur Auswechsung nach 65 Minuten eine rundum gelungene Vorstellung. - Note: 2

Philipp Lienhart: Ein exzellenter Innenverteidiger erledigt einen Teil seiner Arbeit durch ein gutes Auge und entsprechend starkes Stellungsspiel. Das hat der österreichische Nationalspieler in seinem Repertoire. Und sollten Auge und Intuition nicht genügen, darf‘s auch mal ein strammer Antritt sein. So schön zu sehen beim Abwehrchef der Freiburger gegen Bochum. Stark! - Note: 2

Nico Schlotterbeck: Da gibt‘s mal wieder nichts zu mäkeln. Beherrschte VfL-Stoßstürmer Polter nach Belieben, gefiel erneut mit weiten Diagonalpässen und beherzten Antritten im Spiel nach vorne, sobald sich eine Möglichkeit bot. Hätte sogar ein Tor erzielen können, wenn nicht gar müssen. In der 60. Minute kam Schlotterbeck aus Nahdistanz zum Abschluss, kickte die Kugel aber genau in die Arme von VfL-Torhüter Riemann. Wäre das 4:0 gewesen, das dann auch später nicht mehr fiel. – Note: 1

Christian Günter: Sehr aktiv das gesamte Spiel über, in der Anfangsphase nicht nur mit den Beinen, sondern auch mit dem Mund. War einige Male nicht einverstanden mit Pfiffen von Schiedsrichter Stegemann und teilte das diesem prompt auch mit. Neben vielen guten Szenen gab es auch ein paar, in denen es nicht so klappte wie gewünscht. – Note: 2,5

Nicolas Höfler: Grätschte, wenn es erforderlich war, und dann immer mit dem richtigen Timing. Lief aber noch öfter Bälle einfach ab und nervte so die Gegenspieler. Und der Mittelfeldlenker der Freiburger bereitete das 1:0 von Lukas Kübler mit einem sensationellen 40-Meter-Pass vor. Besser geht‘s nicht, nach 80 Minuten durfte „Chicco“ vorzeitig runter und den donnernden Applaus der Fans genießen. - Note: 1

Maximilian Eggestein: Er wollte oft – und konnte nicht immer. Der Mittelfeldackerer war gut eingebunden ins Freiburger Spiel und wären ihm nicht ein paar Stockfehler bei der Ballannahme unterlaufen, es hätte ein glänzender Nachmittag für den Ex-Bremer werden können. Schon nach drei Minuten hatte Eggestein nach Vorarbeit von Sallai und Petersen das 1:0 auf dem Schlappen, aber Riemann wehrte mit dem rechten Fuß ab. Läuferisch top! - Note: 3

Vincenzo Grifo: War links, war rechts, war in der Mitte, war hinten, war vorne. Der „Wintsche“ hatte richtig Bock aufs Spiel, gefiel mit etlichen klugen Pässen und starkem Laufpensum. Alleine beim Abschluss verzettelte sich der feine Fuß zweimal. Anstatt schnörkellos abzuschließen endeten dann die Dribblings in den gegnerischen Beinen. - Note: 2,5

Roland Sallai: Nach dem Spiel schlurfte ein Sportclub-Fan im SC-Trikot, das mit der Nummer 22 und dem Namen des ungarischen Nationalspielers beflockt war, Richtung Zäpflehütte, um offensichtlich noch ein Siegerbier zu trinken. „Bochum-Schreck, Bochum-Schreck“ skandierten andere SC-Anhänger – und das hatte seinen Grund. Schon beim 2:1-Pokalsieg der Freiburger in Bochum traf Sallai, diesmal steuerte er sogar zwei Treffer bei. Ganz klar, die Formkurve des Angreifers zeigt steil nach oben. - Note: 1

Wooyeong Jeong: Wenn man unbedingt etwas bekritteln wollte, dann dies: Im Abschluss hat der Koreaner noch Luft nach oben. Aber das schmälert seine Leistung trotzdem nicht, den Jeong bereitete beide Treffer von Roland Sallai vor. Herausragend dabei seine Finte vor dem 3:0, mit der er Gegenspieler Gamboa alt aussehen ließ: ein Hakenschlag wie ein (Oster-)Hase, eine präzise Flanke in die Mitte des Strafraums und Sallai musste nur noch den Schädel hinhalten. Herrlich! Auch lobte später Trainer Christian Streich zurecht noch die Laufarbeit seiner Nummer 29: „Er kann 13 Kilometer laufen und 110, 120 Tempoläufe machen, das ist überragend.“ - Note: 1,5

Nils Petersen: Freiburgs Fußballgott kam nur einmal zum Abschluss. Nach 24 Minuten köpfte er nach einem von Grifo getretenen Eckball den Ball aus zehn Metern Entfernung links am Tor vorbei. Sein Trainer hatte aber mehr gesehen als alle anderen im Europa Park-Stadion. Christian Streich: „Der Nils war vielleicht nicht so auffällig, aber er war an einigen guten Aktionen beteiligt.“ Machte nach 65 Minuten für Lucas Höler Platz. - Note: 3

Jonathan Schmid: Durfte nach 65 Minuten für Lukas Kübler ran. Brachte sich sofort auf der rechten Seite ein. Viel Zug nach vorne, defensiv nicht gefordert. - Note für 25 Minuten: 2

Lucas Höler: Ersetzte nach 65 Minuten Nils Petersen. Hatte 20 Minuten später das 4:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Bochums Schlussmann Riemann. - Note für 25 Minuten: 3

Ermedin Demirovic: Kam nach 65 Minuten für Jeong. Seine stärkste Szene hatte der Stürmer im eigenen Strafraum, als er nach einem Bochumer Eckball gekonnt im Fünfmeterraum klärte. Als er auf der anderen Seite aus Nahdistanz zum Abschluss kam, war VfL-Keeper Riemann auf dem Posten. – Note für 25 Minuten: 2

Noah Weißhaupt: Ab der 73. Minute durfte der Jungspund für Doppeltorschütze Sallai ran. Hatte keine Berührungsängste, fügte sich nahtlos ein ins gute Freiburger Spiel. - Note für 17 Minuten: 2,5

Janik Haberer: Kam in Minute 81 für Nicolas Höfler. Da war freilich die meiste Luft schon raus angesichts des klaren 3:0-Vorsprungs für den Sportclub. Konnte keine Akzente mehr setzen, bleibt deshalb ohne Wertung.