Bodo Illgner

Bodo Illgner.
Bodo Illgner. | Bild: dpa

Der jüngste deutsche Weltmeister-Torwart. Der Kölner war beim Triumph in Rom gerade 23. Seine Stunde schlug im Halbfinale mit dem parierten Elfmeter des Engländers Stuart Pearce. Feierte später mit Real Madrid große Club-Erfolge. Nach der Karriere nicht mehr im großen Fußball-Business, sondern Buch-Autor und TV-Experte.

Klaus Augenthaler

Klaus Augenthaler.
Klaus Augenthaler. | Bild: dpa

Ein Libero alter Prägung. Verabschiedete sich mit dem größtmöglichen aller Erfolge aus der Nationalmannschaft. Seine Trainer-Karriere reichte vom Bayern-Interimscoach bis hinab in die Landesliga zum SV Donaustauf. Legendär die Pressekonferenz 2007 in Wolfsburg, bei der er die Fragen zu seinen Antworten selber stellte.

Thomas Berthold

Thomas Berthold.
Thomas Berthold. | Bild: dpa

Das Finale fand in seinem damaligen Heimstadion statt. Von AS Rom ging es für den gebürtigen Hessen zum FC Bayern. Später war Berthold unter anderem Manager bei Fortuna Düsseldorf. Heute ist er als Experte für Print- und TV-Medien aktiv.

Stefan Reuter

Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FC Augsburg.
Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FC Augsburg. | Bild: dpa

Der Rechtsverteidiger kam in Rom in der 74. Minute für Berthold ins Spiel. Es war die einzige Auswechslung Beckenbauers. Gewann auch noch die EM und mit Dortmund die Champions League. Reuter ist seit 2012 Sport-Geschäftsführer beim FC Augsburg.

Jürgen Kohler

Jürgen Kohler vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im Jahr 1996.
Jürgen Kohler vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im Jahr 1996. | Bild: dpa

Das Privatduell mit Holland-Stürmer Marco van Basten konnte er im Achtelfinale für sich entscheiden. Gewann mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund alle möglichen Club-Titel. Nach der aktiven Karriere als Trainer ohne Fortune. Die letzten Stationen hießen SC Hauenstein und Viktoria Köln.

Guido Buchwald

Guido Buchwald bei einem Partie der DFB-All-Stars gegen Italien 2019.
Guido Buchwald bei einem Partie der DFB-All-Stars gegen Italien 2019. | Bild: dpa

„Diego“. Seinen Spitznamen verdiente sich der fürs Grobe bekannte Stuttgarter mit der erfolgreichen Sonderbewachung von Maradona. 1992 mit dem VfB deutscher Meister, dann in Japan eine Ikone. Als Trainer später kaum erfolgreich. Sein Griff nach dem Präsidentenamt in Stuttgart misslang.

Andreas Brehme

Andreas Brehme mit dem WM-Pokal im Arm.
Andreas Brehme mit dem WM-Pokal im Arm. | Bild: Frank Kleefeldt

Der glorreiche Siegtorschütze. Acht Jahre nach dem Titel beendete er seine Karriere als Sensationsmeister mit Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern, den er auch später noch trainierte. Als Coach ähnlich glücklos wie Augenthaler oder Kohler – letzte Station Unterhaching.

Thomas Häßler

Thomas Häßler
Thomas Häßler | Bild: dpa

Durfte im Finale ran, weil er Deutschland gegen Wales überhaupt erst zur WM geschossen hatte. „Icke“ wurde später unter anderem Assistenztrainer in Nigeria, gründete mit Partnern ein Musiklabel und ist Werbefigur für Fußball-Wetten. Seit 2019 trainiert der Pferdeliebhaber den Berliner Landesligisten BFC Preussen.

Lothar Matthäus

Lothar Matthäus
Lothar Matthäus | Bild: dpa

Die WM war sein persönliches Sommermärchen. Der Kapitän und Anführer feierte in seiner Wahlheimat Italien den Karrierehöhepunkt. Erst zehn Jahre später trat er als Rekordspieler des DFB ab. Als Trainer in vielen Ländern von Bulgarien bis Brasilien glücklos. Als TV-Experte bei Sky mit geschätzten Analysen.

Zum WM-Kader gehörten außerdem

Pierre Littbarski

Pierre Littbarski
Pierre Littbarski | Bild: dpa

Nach zwei Finalniederlagen 1982 und 1986 klappte es für Litti im dritten WM-Anlauf. Nach dem Abschied aus Köln in Japan verehrt und privat im Glück. Als Trainer nie ganz groß im Rampenlicht, mittlerweile Markenbotschafter beim VfL Wolfsburg.

Jürgen Klinsmann

Jürgen Klinsmann (oben) jubelt mit seinem Kollegen Guido Buchwald nach dem Sieg über die Niederlande im WM-Achtelfinalspiel 1990 in Mailand.
Jürgen Klinsmann (oben) jubelt mit seinem Kollegen Guido Buchwald nach dem Sieg über die Niederlande im WM-Achtelfinalspiel 1990 in Mailand. | Bild: dpa

Machte im Achtelfinale gegen Holland als Racheengel für Rudi Völler sein bestes Länderspiel. Reformierte für das Sommermärchen 2006 die Nationalmannschaft. Als Club-Trainer beim FC Bayern ziemlich erfolglos und bei seinem kurzen Hertha-Engagement an den eigenen hohen Ansprüchen schnell gescheitert.

Rudi Völler

Nicht die feine Art: Der Niederländer Frank Rijkaard (r) bespuckt Rudi Völler im WM-Achtelfinale 1990 in Mailand.
Nicht die feine Art: Der Niederländer Frank Rijkaard (r) bespuckt Rudi Völler im WM-Achtelfinale 1990 in Mailand. | Bild: dpa

Gegen Holland das Opfer von Lama Frank Rijkaard. Holte den Final-Elfmeter geschickt heraus. Wurde als DFB-Teamchef mit dem Vize-Titel 2002 zur sympathischen Legende. Nach Intermezzo bei AS Rom bis heute als Sportdirektor von Bayer Leverkusen mitten drin im großen Fußball-Geschäft.