Die Erfolgsserie des SC Freiburg geht auch nach der Länderspielpause weiter. Durch den 2:1 (2:0)-Heimsieg in der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 rückte der Sport-Club am Samstag auf den zweiten Rang vor. Nur die schlechtere Tordifferenz verhinderte die Zurückeroberung der Tabellenführung, die Freiburg schon nach dem fünften Spieltag innegehabt hatte. Mainz blieb dagegen zum dritten Mal nacheinander sieglos und befindet sich im Mittelfeld.

Nur eine Niederlage in elf Pflichtspielen für Freiburg

Ausgestattet mit viel Selbstvertrauen dominierten die Freiburger über weite Strecken das Spiel. Bei den Rheinhessen fehlte vor allem in der ersten Halbzeit die Durchschlagskraft. Die beiden Neuzugänge Michael Gregoritsch (3.) und Daniel-Kofi Kyereh (37.) sicherten dem Europa-League-Teilnehmer die nächsten drei Punkte. Für die Rheinhessen war Aaróns Anschlusstreffer nach der Pause zu wenig (52.).

Die Freiburger kassierten in elf Pflichtspielen nur eine Niederlage. Im DFB-Pokal kamen sie gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Runde weiter und auch auf europäischer Bühne startete das Team von Christian Streich mit zwei Siegen.

Keine Veränderung in der Aufstellung

Dementsprechend forsch gingen es die Gastgeber auch diesmal in der heimischen Arena an. Und obwohl sechs Englische Wochen bis zur WM-Pause bevorstehen, veränderte SC-Coach Streich seine Mannschaft zum vierten Mal nacheinander nicht. So etwas gab es in der Amtszeit des 57-Jährigen zuvor noch nie.

Sein Gegenüber, Bo Svensson, sah nach den zurückliegenden eher mutlosen Auftritten seines Teams Handlungsbedarf. Gleich viermal baute der Däne seine Anfangself um. Jonathan Burkardt kehrte nach überstandener Verletzung zurück und Anthony Caci, der mit seinem Treffer zumindest einen Zähler vor der Pause gegen Hertha BSC (1:1) gerettet hatte, feierte sein Startelf-Debüt. Zudem sollte Anton Stach das Offensivspiel ankurbeln und Danny da Costa die starke linke Angriffsseite der Freiburger in den Griff bekommen.

Streich sichtlich zufrieden mit seiner Mannschaft

Über Langeweile konnte er sich nicht beschweren, denn Vincenzo Grifo und Christian Günter präsentierten sich – wie gewohnt – spielfreudig. Ihr Trainer hatte sich schon vor der Partie auf „glückliche Fans und gute Jungs“ gefreut, nach zwei Minuten verbesserte sich der Gemütszustand der Anhänger noch mehr. Nachdem Ritsu Doan den Ball clever durchgelassen hatte, traf Gregoritsch.

Dem SC-Coach gefiel der Auftritt seiner Mannschaft. Immer wieder nickte er nach gelungenen Situationen an der Seitenlinie. Svensson suchte dagegen häufig den Kontakt zu Linienrichter Sascha Thielert und zu seinen Spielern.

Mainz fehlte in den entscheidenden Situationen das Glück

Auch nach der Führung strahlten die Freiburger weiter Gefahr aus. Nach einer sehenswerten Kombination verpasste Gregoritsch seinen zweiten Treffer. Besser machte es Kyereh. Es war sein Premieren-Tor im SC-Dress.

Der Wille war den Mainzern nicht abzusprechen. Jedoch fehlte ihnen in den entscheidenden Situationen oft das Glück. Erst nach dem Seitenwechsel sollte sich das ändern, als Aarón traf. SC-Torwart Mark Flekken musste zum ersten Mal nach zuvor drei Partien ohne Gegentor mal wieder hinter sich greifen. Die Mainzer erhöhten in der Schlussphase den Druck, dem die Freiburger mit großer Mühe standhielten. (dpa)