In bester „weiter, immer weiter“-Mentalität eines Oliver Kahns trieb die Deutsche Fußball-Liga (DFL) trotz Kritik – auch aus den eigenen Reihen – die Fortsetzung der Bundesliga voran und konnte mit dem eigens dafür erstellten Hygiene-Konzept die Politik überzeugen.

Disziplin ist notwendig

Nun müssen Spieler, Vereine und die Liga-Verantwortlichen beweisen, dass die nötige Disziplin vorhanden ist, um den Neustart erfolgreich zu gestalten. Ein zweiter Fall Salomon Kalou, der nur kurz vor der Entscheidung in einem Video die Hygiene-Regeln der DFL der Lächerlichkeit preisgab, sollte sich nun nicht mehr wiederholen.

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Denn Kritiker werden nach dieser Entscheidung erst recht auf die Bundesliga schauen. Ein verpatzter Neustart könnte die Liga deutlich mehr kosten als nur TV-Gelder. Andererseits hat der Fußball nun die einmalige Chance zu zeigen, wie der Sport mit der Corona-Krise umgehen kann.

Auch die Fans sind gefordert

Damit das Ganze aber auch zu einem Erfolg wird, sind nicht nur die Bundesligisten in Form von Verantwortlichen und Spielern, sondern auch die Fans selbst gefordert. Versammlungen vor dem Stadion oder Nachrichten über Infektionen wegen einer unbedachten gemeinsamen Bundesliga-Party im heimischen Wohnzimmer können jeden Erfolg schnell zunichtemachen.

Es geht um die Zukunft des deutschen Fußballs

Das Projekt Geisterspiele in der Bundesliga ist also auch ein Gesellschaftsprojekt, das die aktuelle Corona-Diskussion gut widerspiegelt. Lockerungen oder keine? Sinn oder Unsinn? Der Ausgang dieses Versuchs wird über die Zukunft des deutschen Fußballs entscheiden, auch über die aktuelle Saison hinaus. Doch zuerst geht es für den Fußball vor allem erst einmal weiter.

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