Florian Müller: In Halbzeit eins bekam Freiburgs Keeper lediglich drei Schüsse auf seinen Kasten – und zwei davon waren drin, ein Albtraum für jeden Torwächter! Einmal parierte Müller in Volleyballmanier gegen Bailey, als er dessen Kracher wegbaggerte, zweimal hatte er das Nachsehen gegen Alario, der jeweils frei zum Abschluss kam. Auch bei den Gegentreffern drei und vier traf den SC-Schlussmann keine Schuld, weil er von seinen Vordermännern im Stich gelassen wurde. – Note: 3

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Lukas Kübler: Der Rechtsverteidiger kam neu in die Startelf und hatte gleich zwei große Auftritte. Erst blockte er Diaby im SC-Strafraum, dann lieferte er mit einem perfekten Steilpass die Vorlage zum 1:0 durch Lucas Höler. War antrittsschnell, wachsam – ein guter Auftritt, der nur deshalb schon nach 63 Minuten endete, weil Trainer Christian Streich beim Stand von 1:3 einen offensiven Akzent setzen wollte und Nils Petersen aufs Feld schickte. – Note: 2,5


Philipp Lienhart: Überzeugte vor allem in der ersten Halbzeit mit klugem Aufbauspiel. Defensiv da wenig gefordert, weil die Freiburger spielbestimmend waren. In der Schlussphase, als Leverkusen deutlich überlegen war, dann auch nicht frei von kleineren Fehlern. – Note: 3


Dominique Heintz: Der Innenverteidiger hatte die meisten Ballkontakte aller Freiburger Akteure. Gewohnt zweikampfstark, von mehreren Diagonalpässen wurde nur einer zum Rohrkrepierer, weil der Ball vom Gegner schon an der Mittellinie abgefangen wurde. Beim Tor von Tah zum 4:2 für die Werkself sah Heintz nicht gut aus – er sprang unter dem von Demirbay getretenen Eckball hindurch. – Note: 3,5


Christian Günter: Der Kapitän hatte ein paar gute Szenen in der Offensive, so etwa bei seinem Flankenball, den Jonathan Schmid per Kopf auf Vincenzo Grifo weiterlegte, der wiederum mit seinem Kopfball am großartig reagierenden Bayer-Torsteher Hradecky scheiterte – es wäre die 2:1-Führung für den Sportclub gewesen. Dafür sah Günter defensiv nicht immer glücklich aus, so etwa, als er Lars Benders Flanke ohne jegliche Gegenwehr passieren ließ, nach der dann Alario die 2:1-Führung für die Gäste erzielte. Mithin also Licht und Schatten. – Note: 3,5


Nicolas Höfler: Was für ein schwarzer Tag für den Mann, den Trainer Streich als seinen Mittelfeldstrategen bezeichnet. Begonnen hatte Höfler noch ganz gut, imponierte mit einigen gelungenen Tacklings, die zu Balleroberungen führten. Doch dann unterlief dem 30-Jährigen beim Stand von 1:0 ein katastrophaler Fehlpass, für den sich Alario prompt mit dem Ausgleich bedankte. Von da an ging‘s bergab beim Chicco. Noch ein Fehlpass vor der Pause, in dessen Folge Alario zum 1:2 trifft. In Halbzeit zwei ein weitere Ballverlust, der zum 1:3 durch Amiri führt. Der Trainer über Höfler, der nun tatsächlich an sechs von 13 Gegentoren aktiv beteiligt war: “Schlechte Phase, Hilfe geben, weitermachen.“ – Note: 5 minus


Baptiste Santamaria: Am zweiten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg debütierte der Franzose im SC-Trikot – und zwar stark. Doch danach war der 25-Jährige noch nicht die Verstärkung, die man sich von ihm erhofft hatte. Das Mittelfeldduo Höfler/Santamaria kriegt nicht die gewünschte Kontrolle über das Spiel hin. Immerhin einige gute Szenen, aber eben auch ein weniger Starkes Debüt des Franzosen im SC-Trikot. War von Anfang an im Spiel, hat eine gutes Defensivverhalten vor dem 1:3 durch Amiri, der Monsieur S. vor dem Schuss austanzte. - Note: 4


Jonathan Schmid: Rutschte durch die Hereinnahme von Kübler eine Position nach vorne. Der Franzose hatte mehrere sehr gefällige Aktionen, war an der Kombination, die zum 1:0 führte, beteiligt, legte Grifo das 2:1 auf, das der dann knapp verpasste. Und dann ballerte Schmid den Ball nach einer Flanke von Höler auch noch per Direktabnahme unhaltbar für Hradecky ins Tor, doch hatte sich der Vorlagengeber zuvor im Abseits befunden. Dasselbe Missgeschick hatte der 30-Jährige schon gegen Bremen erlebt. - Note: 2,5


Vincenzo Grifo: War viel unterwegs, half auch in der Defensive aus. Petersens Treffer bereitete er mit einer präzisen Flanke vor. Hatte Pech mit einem 17-Meter-Freistoß, der Ball flog nur knapp am rechten Torpfosten vorbei. Manko: einige Male verzettelte sich der italienische Nationalspieler und verlor so den Ball. - Note: 3,5


Roland Sallai: Der Trainer hält zu seinem schnellen, manchmal etwas übereifrigen Angreifer! Obwohl Sallai zuletzt beim 1:1 bei Union Berlin nicht überzeugt und beim Gegentreffer auch noch gepatzt hatte, stellte in Christian Streich wieder in die Startelf. Der Ungar mühte sich 78 Minuten lang, war am Spielzug, der zu Petersens 2:3-Anschlusstor führte, beteiligt. Von neuer Durchschlagskraft war allerdings wenig zu sehen. - Note: 4


Lucas Höler: Sechstes Spiel und schon nach wenig mehr als zwei Minuten wieder mal eine große Chance? Jawohl, und diesmal machte der Angreifer die Bude. Endlich, nach einigen Fehlversuchen in den ersten fünf Ligaspielen erzielte Höler sein erstes Saisontor. War in der ersten Halbzeit bärenstark. Auf dem Weg zum 2:0 holte ihn Sven Bender kurz vor dem Strafraum von den Beinen, bekam erst Rot, dann nach Videobeweis doch nur Gelb, weil Leverkusens Tapsoba noch in relativer Nähe zu Höler war. Pech, dass er bei seiner schönen Vorlage, die Schmid ins Tor wuchtete, knapp im Abseits befunden hatte. Im zweiten Abschnitt gingen Freiburgs Nummer neun nach und nach die Kräfte aus, nach 78 Minuten war Schluss. - Note: 2


Nils Petersen: Der Sturmführer musste erst mal auf der Bank Platz nehmen, nachdem es bei ihm zuletzt nicht besonders gut gelaufen war. Beim Stand von 1:3 schickte Trainer Streich in der 63. Minute seinen Torjäger aufs Feld, der prompt nur neun Minuten brauchte, um den Ball im Bayer-Kasten unterzubringen. Petersens Anschlusstreffer zum 2:3 gab noch mal Hoffnung, wenigstens noch einen Zähler zu erkämpfen, doch drei Minuten später machte Tah für Leverkusen alles klar. - Note: 2,5


Die nach 79 Minuten eingewechselten Ermedin Demirovic, Changhoon Kwon und Wooyeong Jeong bleiben ohne Bewertung.