Mark Flekken: Zweites Saisonspiel für den Niederländer nach seiner schweren Verletzung, die er unmittelbar vor Beginn dieser Spielzeit erlitten hatte – zweite gute Leistung. Bei den Gegentoren machtlos, hellwach zweimal gegen Bayern-Torjäger Robert Lewandowski und auch zweimal gegen Leroy Sané. Und als Lewandowski kurz vor der Torlinie den Ball aus der Luft in die Arme Flekkens schnippelte anstatt ins Tor, da war das ganz einfach verdientes Glück für Freiburgs Schlussmann. – Note: 2

Lukas Kübler: Der Rechtsverteidiger machte eigentlich ein gutes Spiel. Eigentlich – denn sein ungeschicktes Einsteigen gegen Thomas Müller nach einem Eckball der Münchner führte durch das Einschreiten von Videoassistent Martin Petersen zum Elfmeter, den wiederum Lewandowski zu seinem 40. Saisontor und zur 1:0-Führung der Bayern nutzte. So etwas führt sozusagen zu einem Abzug in der B(ewegungs)-Note. – Note: 3

Philipp Lienhart: Der Österreicher, der vergangene Woche seinen Vertrag beim Sportclub verlängert hatte, musste im Duett mit Nebenmann Manuel Gulde immer ein Auge auf Lewandowski werfen. War souverän im Zweikampf, mit präzisem Aufbauspiel. Sehr inspirierender Auftritt. – Note: 2

Freiburg im Breisgau: Fußball: Bundesliga, SC Freiburg – Bayern München, 33. Spieltag im Schwarzwald-Stadion. Münchens Robert Lewandowski (l) in Aktion gegen Freiburgs Philipp Lienhart (r).
Freiburg im Breisgau: Fußball: Bundesliga, SC Freiburg – Bayern München, 33. Spieltag im Schwarzwald-Stadion. Münchens Robert Lewandowski (l) in Aktion gegen Freiburgs Philipp Lienhart (r). | Bild: Tom Weller/dpa

Manuel Gulde: Wenn man gegen die Bayern kickt, steht man als Abwehrspieler immer unter Druck. Aber der 30-Jährige hat schon oft bewiesen, dass ihm eine solche Konstellation nicht wirklich Probleme bereitet. Solide in der Defensive, und dann sogar noch Torschütze zum 1:1 per Kopfball nach einem Eckball von Vincenzo Grifo – Gulde-Herz, was willst du mehr? – Note: 2

Christian Günter: Als der Kapitän beim 4:0-Sieg gegen Schalke zwei blitzsaubere Tor erzielte, hatte der eine Halbzeit zuschauende Bundestrainer das Schwarzwaldstadion bereits wieder verlassen. Diesmal saß Joachim Löw noch auf der Haupttribüne, als Günter in der 82. Minute nach einem tollen Freiburger Angriff mit einem beherzten Schuss das verdiente 2:2 für seine Mannschaft erzielte. Und jetzt mal Klartext: Was die anderen Nationalelf-Kandidaten für die Position hinten links zuletzt zeigten, toppte der Schwatzwälder Bue allemal! – Note: 1,5

Nicolas Höfler: Von Beginn an positiv auffällig mit klugem Tackling und ebensolchem Aufbauspiel. Die Formstärke des 31-Jährigen hält nun schon wochenlang. Das ist umso schöner, weil Höfler zu Saisonbeginn eine ziemlich schwarze Fehlerserie hingelegt hatte und arg in die Kritik geraten war. Kompliment an den Techniker aus der Bodenseeregion! – Note: 2

Baptiste Santamaria: Seine erste Saison im Dress des SC Freiburg war eine mit Höhen und Tiefen. Gegen die Bayern zeigte sich der Franzose wieder von seiner guten Seite. Stark in Balleroberung und stark in Ballbehauptung, klarer Blick bei der Spielgestaltung. Nach 72 Minuten durfte Santamaria vorzeitig zum Luftschnappen auf die Bank. – Note: 2,5

Archiv – 02.01.2021, Sinsheim: Fußball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg, 14. Spieltag, PreZero-Arena. Freiburgs Torschütze Baptiste Santamaria.
Archiv – 02.01.2021, Sinsheim: Fußball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg, 14. Spieltag, PreZero-Arena. Freiburgs Torschütze Baptiste Santamaria. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Roland Sallai: Starke Anfangsphase, einsatzfreudig, schnell auf den Beinen, giftig im Zweikampf, was ihm denn auch eine frühe Verwarnung einbrachte. Immer anspielbar, auch in der Rückwärtsbewegung gut. Lediglich im Münchner Strafraum gab‘s für den ungarischen Stürmer nichts zu erben. – Note: 3

Vincenzo Grifo: Wieder ein Klassespiel des italienischen Nationalspielers, wieder an beiden SC-Toren als Vorlagengeber beteiligt – zu Guldes 1:1 per Eckball, zu Günters 2:2 mit perfektem Steilpass. Weitere zweimal spielte Grifo im Duett mit Günter die Bayern-Hintermannschaft fast schwindlig, einmal hätte Demirovic am Ende des Spielzugs treffen müssen, das andere Mal klärte FCB-Keeper Alexander Nübel. – Note: 1,5

Ermedin Demirovic: Beim Angreifer, der vor dieser Saison vom Schweizer Erstligisten FC St. Gallen zum Sportclub gekommen ist, scheint die Luft jetzt raus zu sein. Der 22-Jährige fand nie ins Spiel – in Halbzeit eins verstolperte er in einer aussichtsreichen Situation im Strafraum den Ball, in Halbzeit zwei ließ er in der 54. Minute die hundertprozentige Chance zum 2:2 aus. Eine Minute später war Schluss, für ihn kam Höler. – Note: 4,5

Nils Petersen: Der Torjäger, der beim 4:1 in Köln seinen ersten Treffer in der Rückrunde erzielt hatte, kam gegen die Münchner zu keiner nennenswerten Torchance. Na ja, dafür zeichnete sich Petersen mehrfach als Kopfballsieger im eigenen Strafraum aus. War nötig, zeigt seinen Teamgeist, aber wirklich zufriedenstellend war das für einen Vollblutstürmer natürlich nicht. – Note: 3,5

Archiv – 09.02.2019, Freiburg: Fußball: Bundesliga, SC Freiburg – VfL Wolfsburg, 21. Spieltag im Schwarzwaldstadion. Nils Petersen von Freiburg.
Archiv – 09.02.2019, Freiburg: Fußball: Bundesliga, SC Freiburg – VfL Wolfsburg, 21. Spieltag im Schwarzwaldstadion. Nils Petersen von Freiburg. | Bild: Patrick Seeger

Lucas Höler: Ersetzte nach 55 Minuten den glücklosen Demirovic. Eine besondere Szene hatte der 26-Jährige, aber eben keine ganz große: Nach starker Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Schmid kam Höler sechs Meter vor dem Tor an den Ball, doch den bekam er freistehend nicht in den Kasten, weil Bayern-Torwart Nübel und Verteidiger Süle in Teamarbeit etwas dagegen hatten. – Note für den Teilzeitauftritt: 3

Janik Haberer: Er kam nach 16 Minuten für Petersen und sorgte echt für Wirbel. Allerdings ließ der 27-Jährige gleich vier Chancen ungenutzt. Mit ein bisschen Glück im Abschluss hätte er gar zum Matchwinner für die Freiburger werden können. – Note für den Teilzeitauftritt: 2,5

Jonathan Schmid: Nach 61 Minuten für Sallai eingewechselt lieferte der Franzose eine anständige halbe Stunde. Legte Höler eine Super-Chance auf, die dieser nicht nutzte. – Note für den Teilzeitauftritt: 2

Archiv – 02.01.2021, Sinsheim: Fußball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg, 14. Spieltag, PreZero-Arena. Freiburgs Jonathan Schmid spielt den Ball.
Archiv – 02.01.2021, Sinsheim: Fußball: Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg, 14. Spieltag, PreZero-Arena. Freiburgs Jonathan Schmid spielt den Ball. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Die nach 72 Minuten eingewechselten Yannik Keitel (für Santamaria) und Wooyeong Jeong (für Kübler) bleiben ohne Bewertung. Nennenswert aber, dass der 21 Jahre junge Keitel zwei beherzte Schüsse losließ, die das Ziel nur knapp verfehlten.