Katar, das Land, das die Fußballwelt spaltet. Hier ist am 20. November die wohl umstrittenste Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten gestartet. Es ist das erste Turnier dieser Art, das im Winter stattfindet und auch das erste, das in einem arabischen Land ausgetragen wird. Hier gibt es alle Entwicklungen zur Weltmeisterschaft in Katar.

Entwicklungen am 25. November

Diesmal standen sie nicht stumm auf dem Rasen: Die Iraner sangen beim Spiel gegen Wales zwar eher teilnahmslos die Nationalhymne mit, konnten aber ein 2:0-Sieg in der Nachspielzeit erzielen – und brachen nach Abpfiff in Jubel aus.

Fifa mahnt Zulassung von Regenbogenfarben an

Die Fifa hat bei den katarischen Behörden und beim WM-Organisationskomitee die Zulassung von Regenbogenfarben in den Stadien angemahnt. Der Fußball-Weltverband hatte vor der Endrunde bekannt gegeben, dass Regenbogensymbole erlaubt seien. Zuletzt war es aber vermehrt zu Zwischenfällen gekommen, bei denen Fans vor den Spielen entsprechende Utensilien abgenommen worden waren.

Ein England-Fan sitz beim Spiel gegen den Iran am 21. November mit einem Regenbogen-Shirt sitzt auf der Tribüne des Chalifa ...
Ein England-Fan sitz beim Spiel gegen den Iran am 21. November mit einem Regenbogen-Shirt sitzt auf der Tribüne des Chalifa International Stadions. | Bild: Abbie Parr/dpa

Der walisische Verband hat nun mitgeteilt, dass die Fifa bestätigt habe, dass Hüte und Fahnen in Regenbogenfarben mit zum Spiel gegen den Iran heute gebracht werden dürften. „Alle WM-Austragungsorte wurden kontaktiert und angewiesen, die vereinbarten Regeln und Vorschriften einzuhalten“, teilten die Waliser mit.

Entwicklungen am 24. November

Die Schweiz hat einen gelungenen Start in die Gruppenphase hingelegt: Die Eidgenossen setzten sich gegen Kamerun mit 1:0 durch. Südkorea und Uruguay trennten sich 0:0. Portugal gewann die Partie gegen Ghana verdient mit 3:2. Brasilien siegte gegen Serbien mit 2:0.

Entwicklungen am 23. November

Unspektakulär startete der Spieltag mit der Partie Marokko gegen Kroatien. Das Spiel endete 0:0. Auch die DFB-Mannschaft legte einen schlechten Start hin: Mit einer 1:2-Pleite gegen Japan musste sich die Mannschaft um den Bundestrainer Hansi Flick beim Auftaktspiel geschlagen geben. Das Spiel haben 9,230 Millionen Zuschauer verfolgt, wie die AGF Videoforschung errechnete. Das ergab einen Marktanteil von 59,7 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

DFB-Auswahl hält sich die Hand vor den Mund

Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben sich beim Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff der Partie demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Die DFB-Auswahl sendete damit ein Zeichen an den Fußball-Weltverband Fifa, der in Katar die „One Love“-Kapitänsbinde verboten hatte.

Manuel Neuer trug die von der Fifa vorgegebene „No Discrimination“-Binde. Damit setzte die DFB-Elf ein starkes Zeichen, die Leistung auf dem Spielfeld war jedoch eher schwach, findet SÜDKURIER-Sportchef Dirk Salzmann.

Die deutsche Mannschaft hält sich die Hand vor den Mund.
Die deutsche Mannschaft hält sich die Hand vor den Mund. | Bild: Christian Charisius/dpa

Ein starkes Zeichen setzte auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Faeser, die gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf vor dem Spiel mit Fifa-Präsident Gianni Infantino zusammentraf, trug unter ihrem pinken Blazer die verbotene „One Love“-Binde. Auf dem Tribünenplatz streifte sie nach Anpfiff den Blazer ab und entblößte die Binde für Offenheit und Vielfalt.

Auch Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib zeigte sich am Abend beim ersten WM-Spiel ihrer Mannschaft gegen Kanada mit der „One Love“-Kapitänsbinde auf der Tribüne neben Gianni Infantino.

Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern, und DFB-Präsident Bernd Neuendorf auf der Tribüne beim deutschen Auftaktspiel. Faeser ...
Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern, und DFB-Präsident Bernd Neuendorf auf der Tribüne beim deutschen Auftaktspiel. Faeser trägt demonstrativ die von der Fifa verbotenen „One Love“-Binde. | Bild: Robert Michael/dpa

Titelkandidat Spanien ist im Gegensatz zu Deutschland mit einem dominanten Auftritt in die WM gestartet. Der Weltmeister von 2010 und nächste deutsche Gegner besiegte Costa Rica mit 7:0. Belgien siegte am Abend gegen Kanada mit 1:0.

Entwicklungen am 22. November

Saudi-Arabien hat mit einem 2:1-Sieg gegen Turniermitfavorit Argentinien für die erste große Überraschung bei der Fußball-WM gesorgt. Dagegen konnte die unspektakuläre 0:0-Partie der Dänen gegen Tunesien nur mäßig begeistern. Das Spiel Mexiko gegen Polen endete ebenfalls 0:0.

Kostümierte Fans von Mexiko warten vor dem Stadion auf den Einlass.
Kostümierte Fans von Mexiko warten vor dem Stadion auf den Einlass. | Bild: Christian Charisius/dpa

WM-Titelverteidiger Frankreich hat mit einem 4:1-Sieg gegen Australien einen erfolgreichen Start hingelegt und nach anfänglichen Problemen auch zeitweise geglänzt. Allerdings: Die ohnehin verletzungsgeplagten Franzosen müssen nun den nächsten Ausfall hinnehmen.

Nach nur acht Minuten verletzte sich der Münchner Linksverteidiger Lucas Hernández schwer. Wie der französische Verband noch in der Nacht mitteilte, erlitt er einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie und wird mehrere Monate ausfallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Entwicklungen am 21. November

Am zweiten Spieltag finden drei Spiele statt. Die erste Partie bestritt England gegen den Iran. Die Iraner, die ihre Nationalhymne nicht mitsangen, mussten sich mit einem Ergebnis von 6:2 geschlagen geben. Derweil unterbrach der iranische Staatssender seine Live-Übertragung bei der iranischen Hymne. Den Spielern könnten für diese Aktion nun Konsequenzen drohen.

Das könnte Sie auch interessieren

Niederlande erkämpfte sich ein 2:0-Sieg gegen Afrikameister Senegal. Das Spiel USA gegen Wales endete Unentschieden mit einem 1:1.

FIFA verbietet One Love-Kapitänsbinde

Die FIFA hat das Verbot der One Love-Kapitänsbinde mit den von allen Teilnehmern anerkannten WM-Regularien begründet. Explizit hob der Verband den Artikel 13.8.1 der Ausrüstungsregeln hervor: „Für FIFA-Finalwettbewerbe muss der Kapitän jeder Mannschaft eine von der FIFA gestellte Armbinde tragen.“ Der Weltfußballverband unterstütze Kampagnen wie „One Love“, aber dies müsse im Rahmen der allen bekannten Regeln erfolgen.

Beim Testspiel gegen den Oman am 16. November trug Torwart Manuel Neuer noch die One Love-Binde. Auf die wollen er und andere Torhüter ...
Beim Testspiel gegen den Oman am 16. November trug Torwart Manuel Neuer noch die One Love-Binde. Auf die wollen er und andere Torhüter verzichten, nachdem die FIFA Sanktionen angedroht hatte. | Bild: Imago

Die Spielführer der Teams könnten nun mit vom Weltverband bereitgestellten Armbinden auflaufen. Diese sollen an jedem Spieltag eine andere Antidiskriminierungs-Botschaft verbreiten. Der erste Spieltag steht unter dem Motto „Fußball verbindet die Welt“.

Zuvor hatten die Verbände aus Deutschland, Dänemark, England, Wales, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden mitgeteilt, ihre Kapitäne nicht wie geplant mit der One Love-Binde auflaufen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Begründet wurde dieser Schritt mit der Drohung der FIFA, die betreffenden Spieler würden eine Gelbe Karte erhalten. Geldstrafen, wie normalerweise bei solchen Vergehen üblich, hätte man in Kauf genommen. Ein Armutszeugnis, findet SÜDKURIER-Sportchef Dirk Salzmann.

Entwicklungen am 20. November

Die Weltmeisterschaft ist eröffnet! Zum Auftakt verlor der Gastgeber Katar in einer mäßigen Partie mit 0:2 gegen Ecuador. Zuvor wurde der Start des umstrittenen Turniers mit einer großen Lichtershow zelebriert. 

Mit einer Lichtershow wurde die Weltmeisterschaft in Katar eröffnet.
Mit einer Lichtershow wurde die Weltmeisterschaft in Katar eröffnet. | Bild: dpa

Mit dem Auftakt steht auch das sportliche Treiben im Fokus: Wer wird Weltmeister, welcher Spieler wird überzeugen – und auf welche Enttäuschungen müssen sich die Fans einstellen? Die Prognosen der SÜDKURIER-Sportredaktion gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Entwicklungen am 19. November

Noch vor dem Start der Weltmeisterschaft sorgte Fifa-Präsident Gianni Infantino bei einer Medienrunde für Aufsehen, indem er Kritiker des Turniers scharf anging und das Gastgeberland Katar mit seltsamen Aussagen verteidigte. Ein schwacher Auftritt des Fifa-Präsidenten, findet unser Redakteur Ingo Feiertag.

Sorgte für Aufsehen: Fifa-Präsiden Gianni Infantino.
Sorgte für Aufsehen: Fifa-Präsiden Gianni Infantino. | Bild: dpa

Entwicklungen am 18. November

Gastgeberland Katar hat nun zwei Tage vor der Eröffnung der Fußball-WM doch noch ein Verbot von alkoholischem Bier rund um die acht Stadien durchgesetzt. Damit wurde die eigentlich mit dem Fußball-Weltverband vereinbarte Aufweichung des Alkoholverbots wieder gekippt, wie die FIFA am Freitag mitteilte. Zuvor hatte die britische Zeitung „The Times“ darüber berichtet. Weder FIFA noch das Organisationskomitee hatten sich jedoch dazu geäußert.

Das könnte Sie auch interessieren

Anfang der Woche wurden laut Medienberichten bereits errichtete Verkaufsstände rund um die Stadien wieder abgebaut, um an anderen Stellen wieder aufgebaut zu werden. Bislang war vorgesehen, dass Fans während der Spiele innerhalb der Stadionbereiche in bestimmten Zonen vor und nach den Spielen alkoholhaltiges Bier kaufen dürfen. In den Stadien wird hingegen nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt. Die FIFA hatte diese Berichte über eine Änderung des Ausschank-Konzeptes noch zurückgewiesen.

Entwicklungen am 17. November

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist sechs Tage vor ihrem Auftaktaktspiel gegen Japan in Katar eingetroffen. Nach dem letzten Testspiel in Maskat/Oman gegen den Oman ging es für Bundestrainer Hansi Flick und seine Spieler nun weiter ins Quartier ganz im Norden des Emirates. Dort traf der Mannschaftsbus gegen 14.15 Uhr Ortszeit ein.

Das neue Zuhause der deutschen Nationalmannschaft: Während der Weltmeisterschaft in Katar ist die DFB-Elf im Zulal Wellness Resort ...
Das neue Zuhause der deutschen Nationalmannschaft: Während der Weltmeisterschaft in Katar ist die DFB-Elf im Zulal Wellness Resort untergebracht. | Bild: Mustafa abumunes / AFP

Entwicklungen am 16. November

Die deutsche Nationalmannschaft tritt heute gegen den Oman mit Länderspiel-Neuling Youssoufa Moukoko in der Startelf an. Der Dortmunder Angreifer, der am kommenden Sonntag 18 Jahre alt wird, ist der viertjüngste DFB-Debütant überhaupt.

Eine Säule mit der Aufschrift “GER„ und dem Wappen des DFB steht vor dem Al Shamal-Stadion. Die deutsche Nationalmannschaft ...
Eine Säule mit der Aufschrift “GER„ und dem Wappen des DFB steht vor dem Al Shamal-Stadion. Die deutsche Nationalmannschaft wird in diesem Stadion während der Fußball-WM trainieren. | Bild: FEDERICO GAMBARINI/dpa

Die deutsche Startelf setzt sich wie folgt zusammen: Neuer – Klostermann, Ginter, Kehrer, Raum – Goretzka, Gündogan – Hofmann, Havertz, Sané – Moukoko. Dabei konnte die Nationalelf die letzte Partie vor dem Turnierstart erst in der 80. Minute mit einem 1:0 für sich entscheiden.

Eine gute Nachricht gibt es auch noch: Torhüter Marc-André ter Stegen wird in Katar zur Mannschaft stoßen, die am Donnerstag ins Turniergastgeberland reist, sagte Hansi Flick nach dem Testspiel. Ter Stegen hatte wegen Magen-Darm-Problemen nicht mit der DFB-Auswahl nach Maskat fliegen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Allerdings ist die Vorfreude der deutschen Fans auf die Weltmeisterschaft weiterhin getrübt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter Fußball-Fans hervor, die mittels der App FanQ durchgeführt wurde. 5748 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sich gar kein Spiel anzusehen. Nur etwa jeder Zehnte plant, die meisten Spiele zu verfolgen, gut 17 Prozent wollen sich nur die Deutschland-Spiele angucken.

Entwicklungen am 15. November

Kurz nach Mitternacht bei noch warmen 28 Grad war der DFB-Tross nach der Landung am Montagabend in Maskat und einer kurzen Fahrt in zwei Reisebussen am Hotel eingetroffen. Hansi Flick gönnte seinen WM-Spielern genügend Zeit zum Ankommen in einer neuen Zeit- und Klimazone.

Das Hotel, in dem das DFB-Team im Oman wohnen wird.
Das Hotel, in dem das DFB-Team im Oman wohnen wird. | Bild: Klaus Bergmann/dpa

Am späten Dienstagnachmittag Ortszeit fand dann das einzige Training vor dem Testspiel gegen die Auswahl des Oman im Fußballstadion des Sultan-Kabus-Sportkomplexes statt – ohne die angeschlagenen Thomas Müller und Antonio Rüdiger sowie DFB-Rückkehrer Mario Götze.

Müller schaute sich das Training in der Arena vom Spielfeldrand aus an, Rüdiger blieb im Teamhotel. Müller und Rüdiger hatten am Vormittag eine separate Einheit im Stadion absolviert, hieß es vom DFB. Mario Götze setzte wie die Freiburger Matthias Ginter und Christian Günter mit dem Teamtraining wegen des letzten Bundesliga-Einsatzes am Sonntag aus.

Oman, Maskat: Abschlusstraining vor dem Testspiel gegen den Oman, Sultan-Kabus-Sportzentrum, die Nationalspieler Leon Goretzka, Niclas ...
Oman, Maskat: Abschlusstraining vor dem Testspiel gegen den Oman, Sultan-Kabus-Sportzentrum, die Nationalspieler Leon Goretzka, Niclas Füllkrug, Jamal Musiala, Serge Gnabry, Karim Adeyemi und Ilkay Gündogan (von links) trainieren. | Bild: Christian Charisius/dpa

Für die Nationalelf ging es in der weitestgehend offenen Arena darum, sich schnell anzupassen an die hohen Temperaturen sowie den Zeitunterschied von plus drei Stunden zu Deutschland zu verkraften. Das Länderspiel der Nationalmannschaft gegen den Oman ist für den Bundestrainer nur bedingt eine Generalprobe vor WM-Start. Hansi Flick will nämlich nicht seine programmierte WM-Startelf aufbieten, sondern einige Fixkräfte verschnaufen lassen, kündigte er an.

Entwicklungen am 14. Oktober

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bricht zunächst ohne Torwart Marc-André ter Stegen zur Weltmeisterschaft in Katar auf. Der 30 Jahre alte Profi vom FC Barcelona ist an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt, wie der DFB am Montag wenige Stunden vor dem Abflug des WM-Kaders in Frankfurt am Main mitteilte.

Die Nationalspieler, Trainer und Betreuer werden vor dem Abflug der Fußball-Nationalmannschaft ins Kurz-Trainingslager nach Maskat im ...
Die Nationalspieler, Trainer und Betreuer werden vor dem Abflug der Fußball-Nationalmannschaft ins Kurz-Trainingslager nach Maskat im Lufthansa First Class Terminal von Carsten Spohr (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG, verabschiedet. | Bild: Arne Dedert/dpa

Ter Stegen war wie die weiteren 25 Akteure im Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick am Sonntagabend zum Treffpunkt in einem Frankfurter Flughafenhotel angereist. Wann die Nummer zwei hinter Kapitän Manuel Neuer nachreisen kann, ist offen. Erst müsse er gesund werden. Der um 13.30 Uhr geplante Flug hob mit einer kleinen Verspätung ab. Gegen Mitternacht Ortszeit sollte die DFB-Delegation in Maskat landen.

Frankfurter Flughafen: Trainer, Offizielle, Betreuer und Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sowie Personal der Lufthansa ...
Frankfurter Flughafen: Trainer, Offizielle, Betreuer und Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sowie Personal der Lufthansa haben vor dem Abflug Aufstellung für ein Gruppenbild genommen. Das Team fliegt in ein Kurz-Trainingslager nach Maskat (Oman). | Bild: Boris Roessler/dpa

Entwicklungen am 13. November

Die WM-Reise beginnt: Um 13.30 Uhr hebt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Montag vom Frankfurter Flughafen aus in den Oman ab. Nach einem knapp sieben Stunden langen Flug wird die DFB-Auswahl am Montagabend kurz vor Mitternacht Ortszeit im Oman landen. Am Mittwoch (18 Uhr/MEZ) steht in Maskat gegen den dortigen Gastgeber der letzte WM-Test an. Am Donnerstag geht es dann gleich weiter nach Katar. In der Gruppe E spielt Deutschland am 23. November zunächst gegen Japan. Jeweils vier Tage später folgen die Partien gegen Spanien und Costa Rica.

Nationalspieler Niclas Füllkrug gibt am Sonntagabend vor dem DFB-Teamhotel am Frankfurter Flughafen Autogramme.
Nationalspieler Niclas Füllkrug gibt am Sonntagabend vor dem DFB-Teamhotel am Frankfurter Flughafen Autogramme. | Bild: Arne Richter/dpa

Entwicklungen am 12. November

Auch am letzten Bundesliga-Spieltag vor der Winterpause haben zahlreiche Fans in deutschen Stadien gegen die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft protestiert. Anhänger von Hertha BSC in der Ostkurve des Olympiastadions hielten am Samstag Plakate mit der Aufschrift „Boycott Qatar“ hoch. Zudem wurde vor der Partie gegen den 1. FC Köln ein großes Banner mit der gleichen Aufschrift sowie eins mit dem Aufdruck „Kein Herthaner schaut die WM in Katar“ gezeigt.

1. Bundesliga 15. Spieltag, Hertha BSC – 1. FC Köln: Fans von Hertha kritisieren die WM in Katar mit den Bannern „Boycott ...
1. Bundesliga 15. Spieltag, Hertha BSC – 1. FC Köln: Fans von Hertha kritisieren die WM in Katar mit den Bannern „Boycott Qatar“ und „Kein Herthaner schaut die WM in Katar“. | Bild: IMAGO/Matthias Koch

Fans des FC Augsburg sprachen sich ebenfalls für einen Boykott der WM aus und zeigten zudem ein durchgestrichenes Logo des Deutschen Fußball-Bunds. Proteste gegen die WM gab es unter anderem auch bei Anhängern der Zweitligisten Hamburger SV und 1. FC Heidenheim.

Das könnte Sie auch interessieren

Entwicklungen am 11. November

Als TV-Beobachter der letzten Spieltage in Bundesliga und Premier League hofft Bundestrainer Hansi Flick, dass alle seine WM-Spieler ohne Blessuren durch das Wochenende kommen. „Wenn ich den Kader so anschaue, sind wir schon sehr, sehr froh, dass wir so eine Qualität haben“, sagt der 57-Jährige. Nie war die Zeit zwischen letztem Bundesliga-Spieltag und WM-Auftakt so kurz. Das macht die Gefahr von Verletzungen mit gravierenden Auswirkungen noch größer.

Flick hat zehn Tage bis zum ersten Spiel gegen Japan am 23. November und will deshalb zunächst bei seinen Spielern auch auf Regeneration setzen, wenn es am Montag zum Kurztrainingslager in den Oman geht. Sollte es doch noch Verletzungen geben, sind die FIFA-Regularien eindeutig. Am Montag muss Flick seine 26 Spieler dem Weltverband melden, Änderungen sind bis dahin kein Problem. Verletzt sich danach noch ein Spieler, kann bis 24 Stunden vor dem Anpfiff der Japan-Partie mit einem Attest von einem FIFA-Arzt ein anderer Spieler nachnominiert werden.

Entwicklungen am 10. November

Bundestrainer Hansi Flick gibt am Donnerstagmittag die Nominierung für sein WM-Kader bekannt. Unter den 26 Namen gibt es, neben bekannten Gesichtern wie Ilkay Gündogan, Thomas Müller und Manuel Neuer, auch einige Überraschungen. Die Sportredaktion hat bei Trainern aus dem Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee nachgefragt, was sie von der Aufstellung halten.

Das könnte Sie auch interessieren

Entwicklungen bis zum 9. November

Seit der Vergabe des Turniers 2010 in das Emirat ist die Diskussion vor allem durch die Kritik an den Arbeitsbedingungen der Migranten geprägt. Ein Blick hinter die scheinbar perfekte Fassade des Emirats zeigt, dass hier nicht alles Gold ist, was glänzt. Für die Weltmeisterschaft wird bis kurz vor dem Start noch fleißig gebaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Baustellen, auf denen Gastarbeiter aus Pakistan, Nepal, Bangladesch, Indien oder von den Philippinen Tag und Nacht bei über 30 Grad hämmern und bohren, gibt es auch nach über vier Jahren Bauzeit genug. Alle Stadien, die extra für die WM gebaut wurden, gibt es hier.

Video: Susanne Fetter

Gehwege pflastern, Rasen verlegen, Fan-Zonen aufbauen, Bäume pflanzen – die Arbeiter verpassen den Sportstätten, Hotels und Straßen des WM-Gastgebers den letzten Schliff. Im Industriegebiet leben die Gastarbeiter wie in einer Schuhschachtel. Dass zwölf Arbeiter auf 14 Quadratmetern leben, ist hier völlig normal.

Ein Leben in der Schuhschachtel: In solchen Baracken im Industriegebiet sind die vielen Gastarbeiter im September 2022 untergebracht.
Ein Leben in der Schuhschachtel: In solchen Baracken im Industriegebiet sind die vielen Gastarbeiter im September 2022 untergebracht. | Bild: Susanne Fetter

Zu den Umständen in Katar haben sich immer wieder Menschen aus dem Fußball-Geschäft geäußert. Ex-Fußball-Profi Thomas Broich ist als TV-Experte in Katar dabei. Der Ex-Kicker ist hin- und hergerissen zwischen Haltung und Freude auf das Weltereignis. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist kein Fan der Winter-WM. Das ein oder andere Spiel will Kretschmann sich aber anschauen.

Der Ex-Fußball-Profi Thomas Broich ist mittlerweile als TV-Experte tätig – und wird auch von der umstrittenen ...
Der Ex-Fußball-Profi Thomas Broich ist mittlerweile als TV-Experte tätig – und wird auch von der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar berichten. | Bild: Imago

Bier gehört nicht zum Stadion-Erlebnis

Für viele westliche Fans gehört Bier zum Fußball dazu. Allerdings gehört Alkohol nicht zur Kultur Katars, werde aber laut Organisationskomitee in „vorgesehenen Bereichen“ erhältlich sein. Inzwischen zeichnet sich ab, dass Zuschauer in Katar vor und nach den Spielen in der Umgebung der Stadien Alkohol trinken dürfen.

Zu den Bier-Zonen, die zwischen Katar und der Fifa im Gespräch sind, gehören demnach eine Fan-Meile in der Hauptstadt Doha, das Gelände eines Golf-Clubs und das Grundstück eines Luxus-Hotels an einem Strand außerhalb der Stadt. Eine Übersicht, gegen welche Teams die deutsche National-Elf antreten wird, gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Etwa anderthalb Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft schockte WM-Botschafter Khalid Salman mit seinen schwulenfeindlichen Aussagen in der ZDF-Doku „Geheimsache Katar“ die Fußballwelt. Das Auswärtige Amt verurteilte die Aussagen Salmans, eine Warnung für LGBTIQ-Personen für Reisen in das Emirat plant das Außenministerium aber derzeit nicht. Ein Kommentar unseres Sportredakteurs Maximilian Halter zu Khalid Salmans Aussagen gibt es hier.