Mark Flekken: Der SC-Torwart machte den fliegenden Holländer, allein das genügte nicht, um den Kopfballaufsetzer von Anthony Modeste vor dem Einschlag im Freiburger Tor zu verhindern. Gegen Mark Uth immerhin blieb der Niederländer zweimal Sieger und beim dritten Privatduell der beiden Kicker half der Torpfosten dem Freiburger Schlussmann. – Note: 3

Lukas Kübler: Vertrat den an Corona erkrankten Jonathan Schmid – und war damit an diesem Tag ziemlich überfordert. Auf der rechten Seite ein Unsicherheitsfaktor in der Freiburger Viererkette, und als er vor dem 0:1 bei der Flanke von Benno Schmitz im Zentrum aushelfen wollte, wurde Kübler leichten Fußes von Modeste übersprungen. Zudem etliche Stockfehler. – Note: 4,5

Kölns Florian Kainz (M) im Streit mit Freiburgs Lukas Kübler und Freiburgs Kevin Schade.
Kölns Florian Kainz (M) im Streit mit Freiburgs Lukas Kübler und Freiburgs Kevin Schade. | Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

Philipp Lienhart: Im Zentrum hatte er es mit Sebastian Andersson zu tun. Lieferte sich so von Österreicher zu Schwede hart umkämpfte Duelle, die er nicht alle gewann. Im Aufbauspiel von forsch pressenden Kölnern einige Male vor (zu) große Probleme gestellt. Hätte Ondrej Duda in der 86. Minute nach einem kapitalen Abspielfehler Lienharts das zweite Kölner Tor gemacht, hätte es Kölle Alaaf geheißen im Dreisamstadion. Der Slowake verbaselte die Riesenchance aber. – Note: 4

Nico Schlotterbeck: Der 22-Jährige hatte im ersten SC-Heimspiel der Saison keinen Geringeren als den Dortmunder Torjäger Erling Haaland genervt. Diesmal setzte ihm Modeste oft energisch zu, allerdings ging Schlotterbeck keinem Zweikampf aus dem Weg – und das auch verbal nicht, als sich der Franzose im FC-Dress bei Schiri Harm Osmers über eine zu harte Gangart des Freiburgers beschwerte. Schlotterbeck erwies sich in der Schlussphase als Antreiber. Bester Freiburger! – Note: 2

Kölns Florian Kainz, Kölns Anthony Modeste und Freiburgs Nico Schlotterbeck in Aktion.
Kölns Florian Kainz, Kölns Anthony Modeste und Freiburgs Nico Schlotterbeck in Aktion. | Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

Christian Günter: Hatte in der 2. Minute das vermeintliche 1:0 auf dem Fuß, und das auch noch auf seinem starken linken. Doch der Sportclub-Kapitän verzog, heraus kam weder ein Schuss, noch eine Flanke auf in der Mitte des Fünfmeterraums parat stehende Teamkollegen. Dass sich dann herausstellte, dass Günter im Abseits gestanden hatte, nahm ihm das Hadern mit sich selbst. Es folgte eine seltsam gehemmte Vorstellung, die man so nicht gewohnt ist von dem Freiburger Bundesliga-Rekordmann. – Note: 4

Maximilian Eggestein: Der Neuzugang aus Bremen rutschte für den am Mittelfuß verletzten Nicolas Höfler in die Startelf, konnte den etatmäßigen Mittelfeldlenker im SC-Spiel aber nicht gleichwertig ersetzen. Viel Bemühen konnte registriert werden, aber Bemühen alleine reicht nicht in der Eliteliga. Musste zur Halbzeit raus, das war nachvollziehbar. – Note: 5

Yannik Keitel: Ihm fehlte offensichtlich der Leitwolf Höfler an seine Seite. Vom mit sich selbst beschäftigten Eggestein erhielt der 21-Jährige wenig Beistand. In Halbzeit zwei besser, scheiterte nach 52 Minuten mit einer Direktabnahme am stark reagierenden FC-Keeper Timo Horn und vergab in der 90. Minute aus 16 Metern die große Chance zum Sieg, als er freistehend in die zweite Etage schoss. – Note: 3,5

Wooyeong Jeong: Der Südkoreaner, im Auswärtsspiel in Stuttgart mit zwei blitzsauberen Toren zum Matchwinner avanciert, kam gegen die Rheinländer eine Halbzeit lang überhaupt nicht auf Tuchfühlung mit dem Spiel. Im zweiten Durchgang hatte er eine Kopfballchance, brachte aber keinen Druck hinter den Ball. Nach 72 Minuten war (eher zu spät) Schluss. – Note: 4,5

Vincenzo Grifo: So oft schon legte der Edeltechniker im Duett mit Günter famose Auftritte hin. So auch als überragender Mann auf dem Platz im ersten Heimspiel gegen Dortmund. Diesmal aber war beim italienischen Nationalspieler Sand im Getriebe. Wenigstens beim Angriff, der zum späten Ausgleich führte, gelang eine nutzbringende Aktion. – Note: 4,5

Kölns Florian Kainz (r-l) mit einem Torschuss gegen Freiburgs Roland Sallai, Vincenzo Grifo und Mark Flekken.
Kölns Florian Kainz (r-l) mit einem Torschuss gegen Freiburgs Roland Sallai, Vincenzo Grifo und Mark Flekken. | Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

Roland Sallai: Begann gewohnt stark, verstand sich da auf rechts gut mit Lucas Höler. Ausgerechnet als der Sportclub in der zweiten Halbzeit stärker wurde, konnte sich der Ungar aber kaum mehr gegen Jonas Hector durchsetzen. Nach 72 Minuten raus. – Note: 4

Lucas Höler: Durchaus ansprechender Beginn, im Duett mit Sallai einige gute Szenen. Allerdings ging‘s recht bald bergab und am Ende stand Hölers schwächster Saisonauftritt, der Auswechslung i Minute 82 auch vorzeitig endete. – Note: 4,5

Jannik Haberer: Er kam zur zweiten Halbzeit für den schwachen Eggestein aufs Feld. Brachte eine kämpferische Note mit, die großen Akzente konnte er freilich nicht setzen. – Note: 3,5

Kevin Schade: Der Jungspund kam nach 72 Minuten für Jeong. Nicht ganz so spektakulär wie beim Teilzeiteinsatz gegen Dortmund, aber wieder eine Belebung für das Freiburger Spiel. Setzte nach einem beherzten Solo den Ball aus 16 Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei. – Note 2 für den Kurzeinsatz

Nils Petersen: Der Freiburger Publikumsliebling wurde nach 72 Minuten für Roland Sallai eingewechselt und kam so zu seinem ersten Saisoneinsatz. War schnell im Spiel und hatte in der vierten und letzten Minute der Nachspielzeit eine tolle Szene, als sein Seitfallzieher nur knapp über di Querlatte zischte. – Note 2,5 für den Kurzeinsatz.

Noah Weißhaupt: Der 19-Jährige kam in der 87. Minute für Lukas Kübler aufs Feld, womit SC-Trainer Christian Streich endgültig auf totale Offensive stellte. Und das zahlte sich aus. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung umdribbelte Weißhaupt den Kölner Routinier Hector und nötigte FC-Abwehrchef Rafael Czichos zu einer unkontrollierten Aktion, nach der der Ball hoch über Timo Horn ins eigene Tor sauste. – Note 1 für den ganz kurzen Einsatz!

Ermedin Demirovic: Er kam nach 82 Minuten für den Kollegen Höler, konnte sich aber nicht mehr auszeichnen. Bleibt ohne Bewertung.