Heiligs Blechle, der VfB Stuttgart ist also tatsächlich abgestiegen in die 2. Fußball-Bundesliga. Die können alles am Neckar. Außer Klassenerhalt! Haidabimbam. Und jetzt? Machen wir aus Zitronen einfach Limonade, Schluss mit Sauersein. Also, liebe Fußballfreunde aus dem Schwabenland, nächste Saison stehen tatsächlich Spiele gegen Aue, Bielefeld oder Regensburg an. In der Bundesliga hättet ihr aber auch nach Paderborn, Augsburg oder Mainz fahren müssen. Das schenkt sich doch nichts. Umgekehrt kommt es mal wieder zum Derby gegen den Karlsruher SC, auch der Vergleich mit Heidenheim hat seinen Reiz, dazu die Spiele gegen die Traditionsclubs Hamburger SV, 1. FC Nürnberg oder Hannover 96. Auch Begegnungen mit dem FC St. Pauli sind immer etwas Besonderes. Und jeder Fan des VfB fährt gerne nach Bochum, wo 2007 am vorletzten Spieltag der entscheidende Schritt zur Meisterschaft gelang. Und dann die Anstoßzeiten! Endlich wieder Freizeit am Samstagabend statt Spiele mit der Brustringriege, die vergangene Spielzeit lediglich sieben Partien gewinnen konnte. Zeit für die Familie, die Freundin, die Kinder; dazu wesentlich mehr Siege, was sich positiv auf die Gesamtstimmung auswirken sollte – ungekannte Harmonie kündigt sich in schwäbischen Wohnzimmern an. Eine Wohltat ist so eine Zweitligasaison. Ja, sicher! Zumal im Unterhaus leichter Talente aus der eigenen Jugend den Sprung in den Profikader schaffen sollten. Dazu kommt: Endlich mal wieder eine Meisterschaft, die Spannung verspricht. Ganz ohne die Bayern, dafür mit einem halben Dutzend Teams, die vorne mitmischen sollten. Es gibt schlechtere Perspektiven.