1. Wo gibt es Schachvereine in unserer Region? In der 1. und 2. Bundesliga ist in dieser Saison kein Club aus der Region vertreten, in der Oberliga spielt der Schachclub Brombach am Hochrhein. Eine Klasse tiefer, in der Verbandsliga, sind unter anderem Teams aus Gottmadingen, Waldshut-Tiengen und Pfullendorf dabei. In der Landesliga spielen Mannschaften aus Markdorf, Donaueschingen, Villingen-Schwenningen, Engen und Konstanz. Teams aus Radolfzell, Singen, Steißlingen, Bräunlingen, Meßkirch, Bad Säckingen, Todtnau-Schönau, Laufenburg, Schopfheim und Rheinfelden spielen in der Bereichsliga, Bezirks- oder Kreisklasse.
  2. Ist Schach eigentlich ein Sport? Darüber wird immer wieder gestritten. Der Deutsche Schachbund ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, somit ist Schach ein Sport. Andere Spiele mit vergleichbaren körperlichen Bewegungen, wie etwa Skat, sind es nicht, da hier der Zufalls- beziehungsweise Glücksfaktor eine zu große Rolle spielt. Patrick Bittner, Vorsitzender der OSG Baden-Baden: „Schach ist definitiv ein Sport, ein Denksport eben, der körperlich auch sehr anstrengend ist.“ Und weiter: „Spitzenspieler müssen körperlich fit sein, wer krank oder ohne Kondition in ein Schachspiel geht, hat keine Chance. Ein Schachspieler verliert laut Untersuchungen während einer fünf- bis sechstündigen Partie mehr Flüssigkeit als ein Fußballspieler in 90 Minuten.“
  3. Wer ist derzeit der beste Spieler der Welt? Weltmeister ist der Norweger Magnus Carlsen, der seinen Titel 2018 verteidigen muss. Sein Herausforderer wird beim Kandidatenturnier im März in Berlin ermittelt. Acht Spieler treten an, bereits qualifiziert sind der Russe Sergei Karjakin, Lewon Aronjan aus Armenien und der Chinese Ding Liren. Amtierender Deutscher Meister ist übrigens der gebürtige Rumäne Liviu-Dieter Nisipeanu, der in Thüringen wohnt. Bei den Frauen gewann im April Jana Schneider aus dem bayrischen Bad Wiessee im Alter von 14 Jahren den Titel.
  4. Wie wird man eigentlich Großmeister? Und wird man dann auch so angesprochen? Großmeister (Abkürzung GM) ist der höchste vom Weltschachbund Fide verliehene Titel. Er wird seit 1950 verliehen und gilt auf Lebenszeit, wobei die Aberkennung bei grobem Fehlverhalten möglich ist. Um Großmeister zu werden, muss man bei Turnieren erfolgreich abschneiden. Die Stärke eines Spielers spiegelt seine Elo-Zahl wieder. Für den Großmeistertitel braucht man etwa 2500 Punkte in dieser Wertung. Wer Großmeister ist, wird so aber selten angesprochen. Schachspieler sehen sich als Sportler, weshalb von der Kreisklasse bis zur Bundesliga üblicherweise das „Du“ gilt. Tiefere Auszeichnungen sind der Internationale Meister (IM), der Fide-Meister (FM) und der Candidate Master (CM).
  5. Wie alt ist eigentlich das Schachspiel? Angeblich entstand Schach im 3. Jahrhundert nach Christus in Indien. Der Legende nach tyrannisierte der indische Herrscher Shihram seine Untertanen. Um dem König seine Fehler klarzumachen schuf ein weiser Brahmane ein Spiel, in dem der König ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann. Der König gewährte dem Brahmanen dafür einen freien Wunsch. Der wollte Weizenkörner: Auf das erste Feld eines Schachbretts wollte er ein Korn, auf das zweite Feld das Doppelte, also zwei, auf das dritte wiederum die doppelte Menge, also vier und so weiter. Der König lachte über die vermeintliche Bescheidenheit. Zu Unrecht, die Rechenmeister mussten melden, dass die Menge an 18,45 Trillionen Weizenkörner im ganzen Reich nicht existiere.