Nach drei Siege in Folge im alten Jahr, sind die Wilschwäne mit einer Niederlage in das neue Jahr gestartet.

SERC-Trainer Sundblad feierte am Freitag nicht nur seinen 47. Geburtstag, es war auch das 200. DEL-Spiel, das der Schwede als Coach betreute. Krefeld und Schwenningen hatten vor der Partie beide 29 Punkte. Während die Pinguine freilich zuletzt fünfmal in Folge verloren, konnten die Schwäne drei Siege in Serie einfahren.

Das erste Drittel war durchaus eines Kellerduells würdig. Bei beiden Teams ging nicht sonderlich viel zusammen. KEV-Torwart Jussi Rynnäs wehrte gegen Colby Robak ab, auf der anderen Seite blieb Goalie Dustin Strahlmeier gegen Daniel Pietta Sieger. Als die Gastgeber in Überzahl agierten, wäre ihnen beinahe die Führung gelungen. Verteidiger Dylan Yeo konnte die Situation im letzten Moment vor dem einschussbereiten Jacob Lagacé entschärfen. Die Wildschwäne agierten dann zweimal in Überzahl, aber ohne Erfolg. „Unser Powerplay war zu unkonzentriert und schlampig. Wir sind zwar viel gelaufen, allerdings nur mit den Beinen, ohne Kopf“, kritisierte Wild-Wings-Verteidiger Christopher Fischer die Leistung seines Teams in der ersten Drittelpause. Das Spiel der Schwenninger wurde auch im zweiten Drittel nicht besser.

Pinguine überlegen

Es war bisweilen ein blutleerer, mutloser Auftritt der Schwäne. Besser machten es die Pinguine. Die Hausherren gingen bei vier gegen drei Feldspieler in Front. Verteidiger Philip Bruggisser war mit einem fulminanten Schlagschuss erfolgreich (22.). Der beste Schwenninger, Keeper Strahlmeier, geriet immer mehr in den Blickpunkt. Der 27-Jährige wehrte gegen Lagacé ab. Dann erneut Überzahlspiel für den SERC. Und das Powerplay der Gäste blieb erneut ohne Ideen. Anschließend klärte Wild-Wings-Verteidiger Kyle Sonnenburg bei einer eins-gegen-zwei-Situation. Acht Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels stellten die Schwarz-Gelben auf das verdiente 2:0. DEL-Topscorer Chad Costello durfte sein 16. Saisontor bejubeln.

Schwaches Spiel der Wild Wings

Schon vor der Partie hatte Sundblad von seinen Mannen gefordert, dass sie viel Druck auf den Gegner ausüben müssten. Davon war freilich auch im letzten Drittel nichts zu sehen. Auch ein Überzahlspiel der Wild Wings Mitte des dritten Drittels war schwach. Wo war nur das Selbstvertrauen der Schwenninger nach drei Siegen in Folge? In der Schlussphase kassierte Yeo dann auch noch zu allem Überfluss zwei Strafminuten. Eine Minute vor Schluss waren die Schwäne dann wieder komplett. Sundblad nahm eine Auszeit. 38 Sekunden vor Schluss traf Grant Besse in den leeren Schwenninger Kasten zum verdienten Endstand. „Wir haben nie richtig in das Spiel gefunden. Wir haben selbst unnötige Strafzeiten gezogen, zudem war unser Powerplay schlecht“, befand SERC-Stürmer Marcel Kurth nach der Schlusssirene.

Die Wild Wings empfangen am Sonntag, 14 Uhr, die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Da müssen sie eine ganz andere Einstellung zeigen, wenn sie punkten wollen.

Tore: 1:0 22. Minute Bruggisser (Pietta, Besse), 2:0 40. Costello (Hodgman, Noonan), 3:0 60. Besse (Pietta, Costello),

Strafen: Krefeld zehn, Schwenningen 14 Minuten.

Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin) und Aleksi Rantala (Finnland)

Zuschauer: 3847.