Vor dem Spiel hatte Schwenningens Cheftrainer Paul Thompson an seine Mannschaft appelliert, auf dumme und unnötige Strafen zu verzichten. Doch viel zu viele Unterzahlsituationen im ersten Drittel ließen den Worten keine Taten folgen. Mit dem 0:2-Rückstand war Schwenningen nach dem ersten Drittel noch gut bedient, hatte dann sogar Glück, dass Dylan Yeo von der Strafbank kommend mit seinem zweiten Saisontor den Anschlusstreffer erzielte.

Zu diesem Zeitpunkt war das zweite Drittel gerade wenige Sekunden alt und Daniel Pfaffengut hatte recht mit seiner Aussage, dass die Wild Wings noch einen Weg ins Spiel finden würden. Dieser wurde jedoch geebnet durch zahlreiche Patzer der Augsburger. So resultierten beide Tore der Schwenninger zum 2:2 aus Fehlern der Fuggerstädter, die letztlich doch mit 3:2 die Oberhand behielten.

Wild Wings agierten trotz Rückstand zurückhaltend

„Wir sprachen vor der Partie darüber, dass Augsburg nach zwei Niederlagen sehr hart aus der Kabine kommen würde. Wir haben leider nicht dagegen gehalten“, war für SERC-Coach Thompson der Sieg für Augsburg absolut verdient. Über die schwache Leistung seiner Mannschaft in Drittel drei verlor der Übungsleiter dagegen kein Wort.

Die Wild Wings agierten dermaßen zurückhaltend, dass man hätte meinen können, sie würden in Führung liegen. So machten die Neckarstädter es den Augsburgern einfach, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. 98 Sekunden vor dem Ende verließ Torhüter Dustin Strahlmeier zugunsten eines sechsten Feldspielers die Eisfläche, Gefahr für das Gehäuse von Derek Roy kam dabei jedoch nicht mehr zustande.

„Wir haben das erste Drittel komplett verschlafen“

Mirko Sachers Fazit fiel entsprechend nüchtern aus: „Wir haben das erste Drittel komplett verschlafen, haben dann zum 2:2 ausgeglichen. Durch das 3:2 wurde es für uns aber schwer“, sagte der Schwenninger Verteidiger.

Tray Tuomie, Trainer der Augsburger Panther, war dagegen zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft und lobte vor allem den guten Start in die Partie: „Das erste Drittel war sehr wichtig für uns. Es war gut, dass wir 2:0 in Führung lagen“.

Stärkerer Auftritt gegen Adler Mannheim

Im Derby gegen die Adler Mannheim hatte sich die gesamte Schwenninger Mannschaft mit einer deutlich aggressiveren und besseren Körpersprache präsentiert. Warum dies bei einem so wichtigen Spiel wie in Augsburg, gegen einen Gegner, der vor der Partie gerade mal drei Punkte vor den Wild Wings gestanden hatte, wieder nicht der Fall war, bleibt ein Rätsel. Am kurzfristigen Ausfall von Stürmer Matt Carey dürfte es jedenfalls nicht gelegen haben.

Das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen Grizzlys Wolfsburg soll nun weiteren Aufschluss darüber geben, wohin die Reise der Wild Wings in dieser DEL-Saison tatsächlich gehen könnte.