Die SchwenningerWild Wings bleiben Tabellenletzter der Deutschen Eisho key-Liga (DEL). Daran ändert auch der 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen den Vorletzten GrizzlysWolfsburg vor 3318 Zuschauern in der Helios Arena nichts.

Sehr vorsichtig

Auf Seiten der Wild Wings war Vili Sopanen nach überstandener Krankheit wieder dabei, auch Marc El-Sayed kehrte ins Team zurück. Dafür musste Kai Herpich zuschauen und Istvan Bartalis verletzt passen. Los ging es nicht gerade wie die Feuerwehr. Beide Teams agierten extrem vorsichtig und mit wenig Tempo. Keine Fehler machen, war offenbar die Devise. Die Schwenninger erarbeiteten sich zwar ein ganz leichtes Übergewicht, kombinierten ab und an gefällig, doch richtig viel zusammen ging nicht. Doch die Schwarzwälder wurden mutiger und dafür auch belohnt.

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Nach guter Vorarbeit von Markus Poukkula und Andreé Hults feinem Pass vollendete Stefano Giliati freistehend zum 1:0 (11.). Die Hausherren wirkten nun etwas befreiter, ohne allerdings viel Dominanz auszustrahlen. Defensiv konnten sie es ohnehin recht gemütlich angehen lassen, denn die Grizzlys brachten offensiv nun wirklich gar nichts zu Stande. Bis auf eine Strafzeit gegen Marius Möchel, der sich in der eigenen Angriffszone ein Halten erlaubte. Das folgende Powerplay nutzten die Wild Wings. Nach einem Schuss von Mirko Sacher staubte Philip McRae in der 17. Minute zum 2:0 ab. Tatsächlich begann Wolfsburg sich nun erstmals zu wehren, sorgte für etwas Gefahr vor dem von Dustin Strahlmeier gehüteten Schwenninger Gehäuse.

Strahlmeier im Mittelpunkt

Die Niedersachsen kamen auch mit dem neu gewonnenen Schwung aus der Pause, durften kurze Zeit später in Überzahl ran. Mirko Höfflin hatte sich zwei Minuten wegen Behinderung geleistet. Sehr viel gab es dann beim Grizzly-Powerplay aber nicht zu bestaunen. Fortan stand dennoch Strahlmeier mehr im Mittelpunkt, zumal es McRae in der 27. Minute versäumte, einen schönen Pass von Giliati für seinen zweiten Treffer des Nachmittags zu nutzen. Die Gäste versuchten sich nun häufiger in der Offensive, aber so richtig Fahrt aufnehmen wollte diese Partie nicht. Bis zur 35. Minute. Die Wild Wings durften erneut in Überzahl agieren. Zunächst verpasste Marcel Kurth knapp, dann fuhr Jeffrey Likens das Break, doch Strahlmeier war blitzschnell mit dem Schoner da. Die anschließende kleine Boxeinlage sorgte zumindest für Stimmung, ebenso wie der folgende Lattentreffer von Rech. Die Schwenninger bekamen den Deckel nicht drauf, und Wolfsburg biss sich hinein. Folgerichtig fiel dann eben doch noch das1:2, Sebastian Furchner traf 22 Sekunden vor der zweiten Drittelpause.

Kräftezehrend

Beiden Teams merkte man im Schlussabschnitt die kräftezehrenden letzten Wochen an. Die Grizzlys allerdings konnten besser damit umgehen und legten nach, in der 50. Minute sorgte erneut Furchner für das 2:2. Die Verlängerung brachte keine Tore, wenigstens konnten die Wild Wings das Penaltyschießen dank des Treffers von Vili Sopanen für sich entscheiden.