Seefeld ist stolz auf seinen Ruf. Monaco der Alpen wird es gerne genannt. Weil viele Vier-Sterne- und Fünf-Sterne-Hotels die Gäste empfangen. Die Preise sind entsprechend hoch. Für Übernachtungen, aber auch für Essen und Trinken. Und wie es sich für Monaco gehört, gibt es natürlich ein Casino. Das allerdings ist während der WM fest in norwegischer Hand. Das Gute: Für diese Zeit ist der Sakko-Zwang aufgehoben.

Auch das Casino ist fest in norwegischer Hand.
Auch das Casino ist fest in norwegischer Hand. | Bild: Scheinhof, Marco

Einige ganz Hartgesottene aus Norwegen haben in Seefeld eine eigene Zeltstadt aufgebaut. Die 40 Mann haben 1500 Kilogramm Fleisch und das ein oder andere alkoholische Getränk mitgebracht. Insgesamt haben sie 6500 Kilogramm Ausrüstung dabei. Zum Frühstück gibt es gerne auch mal Elchherz. Manch Wikinger aber bevorzugt dann doch die Restaurants in Seefeld. Beinahe zu jeder Tageszeit und oft mit einem Bier in der Hand.

Die Wikinger sitzen schon früh beim ersten Bier.
Die Wikinger sitzen schon früh beim ersten Bier. | Bild: Scheinhof, Marco

Wer eine etwas andere Kneipe sucht, trifft sich ab 14 Uhr im Siglu. Viel Platz ist hier nicht, es steht aber direkt neben der großen Bühne auf der Nordic Mile. Bis 23 Uhr spielt hier am Abend Livemusik, zudem gibt es viele kleine Buden mit Essens- und Getränkeangebot. Und wem es am Abend zu kalt wird, der gehts eben ins Siglu.

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Im Siglu treffen sich viele Feierwillige am Abend.
Im Siglu treffen sich viele Feierwillige am Abend. | Bild: Scheinhof, Marco

Seefeld liegt in Tirol. Und damit 500 Kilometer von Wien entfernt. In Österreichs Hauptstadt gab es die ersten Fiaker. In Seefeld stehen die Pferdekutschen auch für Gäste bereit. Die Kutscher kommen meist aus Osteuropa, die Pferde gehören einem Unternehmer aus dem Ort. Für 40 Euro ist eine 40-minütige Fahrt buchbar. Auffallend ist, dass kaum Seefelder während der WM auf der Straße zu sehen sind.

Beinahe wie in Wien. Fiaker transportieren viele Gäste.
Beinahe wie in Wien. Fiaker transportieren viele Gäste. | Bild: Scheinhof, Marco

Für eine Ski-WM schadet es nicht, viel natürlichen Schnee zu haben. Und den hat Seefeld. Anfang des Jahres fielen auch hier Mengen von Schnee, die noch immer in der gesamten Gegend vorhanden sind. Auf den Dächern teilweise noch meterhoch. Mittlerweile allerdings sorgen die frühlingshaften Temperaturen dafür, dass immer mehr der weißen Pracht verschwindet.

Über Schneemangel kann sich in Seefeld keiner beklagen.
Über Schneemangel kann sich in Seefeld keiner beklagen. | Bild: Scheinhof, Marco

Eine Großveranstaltung wie eine Weltmeisterschaft kommt ohne Helfer nicht aus. Mehr als 1000 Volunteers, also freiwillige Helfer, unterstützen die Veranstalter. Und natürlich braucht es auch Sicherheitspersonal. Viele Polizisten, die im gesamten Ortsgebiet zu sehen sind. Und für den Ernstfall natürlich die Feuerwehr. Die hat aber durchaus auch mal Freizeit, was bei den warmen Temperaturen recht angenehm sein kann. Man muss nur wissen, es sich richtig gemütlich zu machen.

Bei milden Temperaturen genießen die Feuerwehrleute die Sonne auf ihrem Einsatzfahrzeug.
Bei milden Temperaturen genießen die Feuerwehrleute die Sonne auf ihrem Einsatzfahrzeug. | Bild: Scheinhof, Marco

 

Für den SÜDKURIER berichtet Marco Scheinhof von der WM in Seefeld.
Für den SÜDKURIER berichtet Marco Scheinhof von der WM in Seefeld.